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Beton-Recycling für neue Wege

Barth Beton-Recycling für neue Wege

Bei den Barther Umweltdiensten werden alte Materialien für die Wirtschaft wiederaufbereitet

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Volker Huß schaut zu, wie Michael Engelmann Ladefläche und Anhänger mit recyceltem Betonmaterial füllt.

Quelle: Detlef Lübcke

Barth. Volker Huß von der gleichnamigen Firma für Metall- und Pflasterarbeiten sowie Baureparaturen in Eixen fährt mit seinem Transporter an einem riesigen Haufen Beton-Recycling vor. Der Berg ist etwa zwei Mal höher als sein Lkw. Keine fünf Minuten, dann hat Mitarbeiter Michael Engelmann mit einem Radlader die Ladefläche und den Anhänger mit nur einem Bruchteil des Recyclingberges gefüllt. Der Beton ist als Abbruchmaterial geliefert worden. „Wir haben das Material bei uns gebrochen und klassiert. So kann es zum Beispiel für den Straßen- und Wegebau wieder eingesetzt werden“, erklärt Silke Fritzsche, Chefin der Umweltdienste Barth GmbH & Co. KG. Auch Berge von Ziegel-Recycling, Kies unterschiedlicher Körnungen und Mutterboden sind auf dem Firmengelände zu sehen – Material, das für den Verkauf angeboten wird.

Wir haben das Material gebrochen und klassiert.

So kann es zum Beispiel für

den Straßen- und Wegebau wieder eingesetzt werden.“ Silke Fritzsche, Umweltdienste Barth

Volker Huß aus dem Eixener Ortsteil Ravenhorst ist speziell wegen des Recyclingmaterials gekommen. Er braucht es für einen Auftrag seines Betriebes.

Der Firmenchef ist leer gekommen und fährt mit Fracht wieder zurück. Auch umgekehrt geht es auf dem Gelände der Umweltdienste Barth häufig zu – Transporter fahren beladen vor und ohne Ladung wieder ab.

Auch nachdem der Landkreis Vorpommern-Rügen Anfang Mai einen Wertstoffhof am Betonwerk eröffnet hat, können Bürger und Gewerbetreibende ihre Abfälle von den Umweltdiensten Barth verwerten lassen. Wie bisher können sie dort recycelbares Material anliefern. Verpackungen, Pappe und Kunststoffe gehören dazu, auch Schrott und Bauabfall. „Das Material wird von uns recycelt und dann der Wirtschaft wieder zur Verfügung gestellt“, sagt Fritzsche. Gefährliche Stoffe wie Asbest, Dachpappe und Dämmmaterial wird der Unternehmer dort weiterhin ebenfalls los. Diese Stoffe werden nach den gesetzlichen Vorgaben entsorgt. Lediglich die Annahme von Sperrmüll und Elektroaltgeräten ist bei den Umweltdiensten Barth seit Eröffnung des Wertstoffhofes nicht mehr möglich.

Auch private Abfälle, die im Haushalt nicht regelmäßig anfallen, werden nach wie vor von den Umweltdiensten entsorgt. „Dazu zählt zum Beispiel Material aus dem Umbau eines privaten Hauses“, erläutert Silke Fritzsche.

Im Januar ist die neue Abfallsatzung des Landkreises in Kraft getreten. „Die seitdem geltende Verpflichtung, Abfälle dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zu überlassen, bezieht sich allein auf die privaten Haushalte“, erklärt Anwalt Michael Krüger-Kleinschmidt aus Stralsund und ergänzt: „Sie umfasst in erster Linie den Hausmüll und Abfälle, die in der neuen Biotonne gesammelt werden sowie den Sperrmüll.“

Für den privaten Haushalt habe sich nach Einführung der neuen Abfallsatzung wenig geändert. „Mit der Inbetriebnahme des Wertstoffhofes des Landkreises erhält der Bürger vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit, seine Abfälle sowie Sperrmüll zu entsorgen“, so Fritzsche.

Um den Entsorgungsweg sicherzustellen, bieten die Umweltdienste weiterhin Abriss- und Containerdienste an. Das Unternehmen übernimmt zudem die Begleitung von Haushaltsauflösungen, reinigt Kanäle, entsorgt Fettabscheider und Fäkalien. Rund 30 Mitarbeiter sind bei den Umweltdiensten beschäftigt. Am 1. Mai beging die Firma 26-jähriges Bestehen.

Als zertifizierter Betrieb erstellen die Mitarbeiter individuelle Abfallwirtschaftskonzepte nach den aktuellen gesetzlichen Richtlinien. Transporte, Winterdienstleistungen und die Vermietung von Baumaschinen gehören außerdem zum Leistungsspektrum.

Der Recyclinghof ist jeden Sonnabend von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Detlef Lübcke

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