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Boddenbühne mit Besucher-Rekord

Barth Boddenbühne mit Besucher-Rekord

Fast 14 000 Zuschauer sahen die Vorstellungen. Intendant Martin Schneider lüftet Geheimnis um das nächste Sommerstück.

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Frank Burger und Helga Wienhöfer stehen auch bei der diesjährigen Silvester-Inszenierung auf der Boddenbühne.

Quelle: Foto: Martina Krüger

Barth. Für die Barther Boddenbühne war es der erfolgreichste Sommer aller Zeiten. Nie kamen mehr Zuschauer in den Theatergarten als in diesem Jahr. „Und das, obwohl der Sommer doch in diesem Jahr auf einen Mittwoch fiel“, scherzt Intendant und Regisseur Martin Schneider. Fast 3000 Besucher sahen in 27 Vorstellungen die „Spelunke am Donnerberg“.

Und auch in der Vor- und Nachsaison müssen sich die Zuschauerzahlen nicht hinter anderen Theaterstandorten verstecken. Etwa

14 000 sahen, wie sich der Vorhang hob und senkte. „Ein super Schnitt. Die Einheimischen lieben ihr Theater und auch unsere Urlauber sind Wiederholungstäter“, hat Schneider beobachtet. „Auf solche Zahlen sind so manch’ andere Bühnen neidisch.“ Grund genug für den Barther Theater-Chef und die insgesamt 13 Mitarbeiter, voller Elan in die neue Spielzeit zu starten.

14 Inszenierungen sind geplant. Darunter vier Stücke für Kinder. Ob „Hans im Glück“, „Der Zauberer von Oz“ oder „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“. Neu sei auch das Klassenzimmerstück „Fit for Future“, das vor zwei Wochen Premiere in der Barther Förderschule feierte und grundsätzlich in Schulen aufgeführt wird. Für Erwachsene stellen die Profis und Amateurschauspieler ebenfalls ein abwechslungsreiches Repertoire auf die Beine. Ein Loriot-Abend, „Der zerbrochene Krug“ oder beispielsweise „Die Mausefalle“ von Agatha Christie kommen auf die Bühne.

Martin Schneider lüftet ganz nebenbei auch das Geheimnis um das nächste Sommerstück: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir einen zweiten Teil von der ,Spelunke am Donnerberg’ zeigen.“ So könne das Theater vielleicht auch an den diesjährigen Sommer-Erfolg anknüpfen.

Nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne läuft es gut für die Boddenbühne. Vor Kurzem konnte die lang ersehnte Feuertreppe eingebaut werden und die Brandschutzbestimmungen garantieren. 13 000 Euro kostete diese Anschaffung. 3000 Euro spendeten Barther Theaterfreunde. Was dem Theater monatlich besonders hilft und Schneider ein Lächeln ins Gesicht zaubert, sind die Stuhlpatenschaften. 32 Kulturfreunde übernahmen eine solche Patenschaft und überweisen monatlich zehn Euro an die Bodden-Bühne. Dafür ziert ein Name oder ein persönliches Lieblingszitat eine Husse über den Stühlen im Saal.

„160 Stühle sind noch frei und warten auf eine Patenschaft“, lockt der Intendant, der diese finanzielle Hilfe als „grandios“ bezeichnet. Für ihn sind die Patenschaften und die Besucherzahlen ein positives Signal. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir hier sein dürfen und haben im Laufe der Zeit ein traumhaftes Verhältnis zur Stadtverwaltung und der Tourist-Info entwickelt.“

Am Donnerstag startet der Kartenverkauf für den Silvesterschwank „Kohle, Moos und Mäuse“ von Bernd Gombold. Seit mehr als zehn Jahren sind die Produktionen am letzten Tag des Jahres Kult in der Stadt – und meistens ausverkauft. In dem Stück geht um zwei Bauernfamilien, ums „Wettpflügen“, einen einfältigen Sohn, der zum „richtigen“ Mann werden soll, einen Verschwundenen, einen Millionengewinn und eine schwerhörige Oma, die das Chaos perfekt werden lässt. „Alles Zutaten für einen heiteren Abend“, sagt Martina Krüger von der Vorpommerschen Landesbühne, zu der auch die Boddenbühne gehört.

Silvester mit einem Millionär und einer Schwerhörigen

Premiere feiert „Kohle, Moos und Mäuse“ am 31. Dezember um 14 und 18 Uhr. Weitere Vorstellungen sind bislang am 20. Januar um 19.30 Uhr, am 21. Januar um 15 Uhr und 3. Februar um 19.30 Uhr geplant.

Karten gibt es ab

heute unter Telefon 039 71/2688800, an der Boddenbühne (dienstags 14 bis 16 Uhr, donnerstags 16 bis 18 Uhr) oder in der Barth-Information.

Carolin Riemer

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