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Dabitzer Hafen wird saniert

Dabitz Dabitzer Hafen wird saniert

Künftiger Wasserwanderrastplatz soll Lücke zwischen Barhöft und Barth schließen

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Seit acht Wochen wird rund um das bisherige Dabitzer Hafenbecken gebaggert, gerammt und geschweißt. FOTOS: VOLKER STEPHAN

Dabitz. Für die Wassersportler von Kenz-Küstrow geht, zwölf Jahre nach Beginn ihrer Bemühungen um die Sanierung des kleinen Dabitzer Hafens, ihr großer Wunsch nun endlich in Erfüllung: Seit acht Wochen wird rund um das bisherige Hafenbecken gebaggert, gerammt und geschweißt. Unter der Leitung des Hafenplaners Dr. Ing. Dirk Rarrasch, Geschäftsführer des Planungsunternehmens IWR Rostock, gestalten das Wasserbauunternehmen TIAS Tiesler Waldeck sowie Handwerksbetriebe aus der Region den alten, verträumten Anglerhafen zu einem modernen Wasserwanderrastplatz mit 47 Gastliegeplätzen um. Als letzter zu sanierender Sportboothafen wird er zukünftig eine Lücke in den westlichen Bodden zwischen Barhöft und Barth schließen.

OZ-Bild

Künftiger Wasserwanderrastplatz soll Lücke zwischen Barhöft und Barth schließen

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Wellenbrecher wird 220 Meter lang

11 000 Kubikmeter Baggergut aus Hafen und Zufahrt müssen verfüllt oder zwischengelagert werden

430 Tonnen Spundbohlen aus Stahl werden im und vor dem Hafenbecken verbaut.

220 Meter lang wird der Wellenbrecher mit den Yachtliegeplätzen vor dem Hafenbecken sein.

210 Meter Uferwand werden innerhalb des Hafenbeckens erneuert.

Nicht nur durchreisende Bootstouristen werden sich über die landschaftlich einzigartige Möglichkeit zum Zwischenstopp freuen. Auch für Wassersportler, die in der Freizeit oder im Urlaub Ruhe und Abgeschiedenheit suchen, wird Dabitz die erste Adresse sein. Und die Barther Segler sehen der Umsetzung des Vorhabens sowieso schon seit Jahren ungeduldig entgegen, um den Hafen als Basis für ganztägige Regatten auf der weitläufigen Grabow zu nutzen. „Die Mehrheit unserer Einwohner sieht den Hafenbau als Zugewinn für den Ortsteil Dabitz. Der Gemeinderat steht ebenso hinter dem Vorhaben und will die touristische Entwicklung des Hafens auch weiterhin vorantreiben“, versicherte Harald Reinecke, Bürgermeister von Kenz-Küstrow. Er ist fest überzeugt, die Kombination aus Wassersportlern, Radwanderern und Spaziergängern werde einen positiven Effekt auslösen und das Hafenumfeld beleben. „Es ist ja gewissermaßen ein Schnittpunkt zwischen der Route der Wassersportler in die Bodden und dem Ostsee-Fernradweg.“ Eines stellte Harald Reinecke jedoch klar: „Ohne die 90-prozentige Förderung durch das Wirtschaftsministerium würde es den Hafenausbau nicht geben. Wir allein als Gemeinde hätten die Mittel nicht aufbringen können.“

Die einheimischen Wassersportler aus der Gemeinde Kenz-Küstrow, vorrangig Angler und Eigentümer kleiner Motorboote, profitieren ebenfalls von der Baumaßnahme, so zum Beispiel von der Ausbaggerung des Hafenbeckens und der Zufahrt auf Tiefen zwischen 2,30 bis 2,50 Metern. Die Erneuerung ihrer Uferbefestigung unter Verwendung gebrauchter Betonplatten sowie weitere Arbeiten auf ihrem Gelände an der Südostseite bezahlen sie jedoch aus eigener Tasche. „Mit Eigenmitteln schaffen wir so 25 Liegeplätze für unsere Mitglieder“, informierte der Vorsitzende Gunter Schade, der in seinen Bemühungen um die Hafensanierung nie nachgelassen hatte. Nun hofft er auf den vorfristigen Abschluss der auf ein Jahr veranschlagten Bauzeit. „Wenn kein strenger dreimonatiger Winter dazwischen kommt, könnten wir mit den Hauptarbeiten zum Sommer fertig sein“, deutete Dirk Rarrasch an. Parallel zu den Restarbeiten, wie dem Setzen der Versorgungssäulen und Lichtmasten oder der Errichtung eines kleinen „Infopoints“, könnten die Liegeplätze dann bereits genutzt werden. Auf der Baustelle ist mittlerweile ein deutlicher Baufortschritt zu erkennen. Schaut man genau hin, sind sogar schon die Konturen des künftigen Hafenbeckens auszumachen. Im Gegensatz zum bisherigen wird es deutlich kürzer ausfallen. Eine Spundbohlenwand trennt bereits den hinteren Teil, der mit Aushub verfüllt werden soll, vom zukünftigen Nutzbereich ab. Im Gegenzug wird das Becken breiter – eine in den Rasen der nordwestlichen Hafenfläche getriebene Spundbohlenreihe wird die spätere seitliche Begrenzung sein.

Während die Nordwestseite des Hafenbeckens Platz für sieben Sportboote und eine Trailerslip bieten soll, können in den Boxen entlang der Innenseite des 220 Meter langen Wellenbrechers 40 Boote und Yachten bis zu vier Meter Breite und etwa 14 Meter Länge festmachen. Ein größerer Längsliegeplatz am Ende des Wellenbrechers bleibt Ausflugsschiffen vorbehalten. „Damit ist der neue Wasserwanderrastplatz für alles, was im hiesigen Revier dampft oder segelt, geeignet“, so der Planer.

Volker Stephan

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