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Die Rosen sind verschwunden

Barth Die Rosen sind verschwunden

Durch weniger Blumenrabatten soll sich in Barth der Pflegeaufwand verringern / Grünstreifen als Ersatz

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Im Juni wären die Rosen an der Hafenstraße wieder erblüht. Jetzt sind sie entfernt worden.

Quelle: Detlef Lübcke

Barth. Die Blütenpracht der Rosenrabatten in Barth wird im Sommer nicht mehr so üppig ausfallen wie in den vergangenen Jahren. Einige der Blumenbeete sind in den letzten Tagen zurückgenommen worden. Dazu zählen zum Beispiel die Rosenrabatten zwischen dem Hafenplatz und Holzerlandplatz.

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Durch weniger Blumenrabatten soll sich in Barth der Pflegeaufwand verringern / Grünstreifen als Ersatz

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Wenn die schönsten Rosen nicht gepflegt

werden, dann ist das

auch nicht gut.“ Ernst Branse (CDU), Bauausschuss

Es ist nicht richtig nachgedacht worden,

als die Rosen vor Jahren

gepflanzt wurden.“ Tobias Bork (FDP), Bauausschuss

Wir werden prüfen, ob die Blumen an Kindergärten und Schulen in Barth angepflanzt werden können.“Bauamtsleiter Manfred Kubitz

„Erst werden die Rosen an der Hafenstraße angepflanzt und dann wieder rausgerissen. Das ist eine Verschwendung von Steuergeldern“, mahnte ein Barther in der Einwohnerfragestunde während der jüngsten Bauausschusssitzung an. Seine Frage an das Gremium und die Stadtverwaltung: „Was passiert nun mit den Rosen?“ Wie Bauamtsleiter Manfred Kubitz erklärte, wolle die Stadtverwaltung prüfen, ob die Blumen an Kindergärten und Schulen in Barth angepflanzt werden können. Was übrig bleibe, solle der Bevölkerung zum Kauf angeboten werden.

Dort, wo die Rosen entfernt worden sind, sollen Grünstreifen entstehen. In der Einwohnerfragestunde gab es Bedenken, dass sie zum Parken genutzt werden könnten. Bauamtsleiter Kubitz wiegelte jedoch ab. „Wir haben dort Bordsteine gegen das Parken, und wer trotzdem sein Auto auf dem Grünstreifen abstellt, muss mit einem Knöllchen rechnen. So was spricht sich in Barth schnell herum und dürfte die meisten abschrecken.“

„Wenn die schönsten Rosen nicht gepflegt werden, dann ist das auch nicht gut“, sagte Bauausschussvorsitzender Ernst Branse (CDU). Der hohe Pflegeaufwand der vielen Rabatten in Barth hatte die Stadt überfordert. Im vergangenen Jahr hatte das Erscheinungsbild besonders im Hafenbereich sehr gelitten. Das hatte für Unzufriedenheit in der 8000-Einwohner-Stadt gesorgt. Mehrfach war das hohe Unkraut zwischen den Rosen in Stadtvertretersitzungen und Einwohnerversammlungen kritisiert worden. Ein weiterer Grund: Auch die Kosten waren stetig gestiegen.

Daraus hat die Stadt nun ihre Konsequenzen gezogen. Sie hat die Grünflächen- und Rabattenpflege neu organisiert. Bereits im Herbst 2015 waren diese Pläne angeschoben und diskutiert worden.

„Wir haben uns mit jeder einzelnen Fläche im Bauausschuss beschäftigt“, erklärte Ernst Branse. Die Bauausschussmitglieder seien die lange Bestandsliste durchgegangen. Sie hätten festgelegt, welche Fläche bleiben soll und welche nicht.

Das Ergebnis sei für Einwohner und Gäste leider bitter, bedauerte Bauausschussmitglied Tobias Bork (FDP). „Es ist nicht richtig nachgedacht worden, als die Rosen vor Jahren gepflanzt wurden“, bedauerte er. Bereits während der Pflanzung sei absehbar gewesen, dass nicht alle Rosen erhalten werden könnten. „Überall war der Boden nicht gut für die Wachstumsverhältnisse“, sagte er.

Fachleute hatten der Stadtverwaltung den Hinweis gegeben, dass es möglich wäre, die Aufwendungen für die Rabattenpflege nachhaltig zu reduzieren — durch Umgestaltung einzelner Pflanzflächen. Deshalb hat die Stadt die Rabatten- und Grünflächenpflege nun an ein Fachunternehmen vergeben. Durch die Rücknahme oder Umgestaltung der Rabatten und Pflanzflächen im Stadtgebiet erhofft sie sich, dass der Pflegeaufwand auf ein Minimum reduziert werden kann.

Die Stadtverwaltung hatte auch die Möglichkeit geprüft, die Rabattenpflege in Eigenregie auszuführen. Wie sich erwies, wären dafür jedoch zusätzliches Personal und mehr Arbeitsgeräte nötig gewesen.

Doch mehr Geld in die Pflege zu stecken, kann sich die Stadt angesichts der desaströsen Finanzsituation nicht leisten.

Von Detlef Lübcke

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