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„Die neue Pfarrstelle flößt mir Respekt ein“

Barth „Die neue Pfarrstelle flößt mir Respekt ein“

Stefan Fricke wechselte als Pastor vom Usedomer Achterland nach Barth

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Stefan Fricke in seinem Arbeitszimmer. Fast vier Jahre war er Pastor auf Usedom.

Quelle: Fotos: Detlef Lübcke

Barth. Von Usedom nach Barth: Stefan Fricke ist der neue Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Sankt Marien. Fast vier Jahre war Fricke im Achterland der Urlauberinsel Pastor, bevor er seinen Dienst in Barth antrat.

In der vom sanften Tourismus geprägten Inselgegend gehörten fünf Kirchen und 22 Dörfer zu seiner ersten eigenen Pfarrstelle. Im Vergleich zu Barth waren es weitaus kleinere Kirchen. Und es war eine kleinere Pfarrstelle. „Die neue Pfarrstelle flößt mir Respekt ein“, sagt der 45-Jährige. „Die Aufgaben sind recht umfangreich, aber auch attraktiv“, erklärt er. Für mehr als 1000 Gemeindeglieder ist Pastor Fricke zuständig. Es sei ihm schwer gefallen, sich von Usedom zu lösen. „Es war kein leichter Abschied, nach allem, was wir dort gemacht haben“, gesteht er ein.

Engagierte Gemeindeglieder gab es auf Usedom auch. Trotzdem war er für vieles selber zuständig. „Das Besondere gegenüber der vorherigen Pfarrstelle ist, dass es in Barth ganz viele verschiedene Leute gibt, die sich die Aufgaben teilen“, schätzt der Pastor ein. Er bewundere, dass es in Barth einen Kirchbauverein, einen Förderverein für die Kirchenmusik und einen Förderverein für die historische Kirchenbibliothek gibt. Ebenso freue er sich, dass die Boddenstadt ein Bibelzentrum, eine evangelische Kindertagesstätte und eine evangelische Grundschule aufzuweisen habe. Letztere wird ab dem neuen Schuljahr auch seine sechsjährige Tochter Inga besuchen. Zur Familie gehören außerdem Sohn Marten (11) und Ehefrau Konstanze. Sie kennt Barth bereits seit Jahren. Konstanze Fricke hat dort seit 2010 eine Physiotherapie-Praxis.

Auch Stefan Fricke kann einige Jahre Erfahrung als Physiotherapeut aufweisen, bevor er sich für seinen jetzigen Beruf entschied. Theologie studierte er in Berlin, Göttingen und Greifswald. Die Luther-Auferstehungsgemeinde in Stralsund bot ihm Gelegenheit, sich als Vikar an den pastoralen Aufgaben zu erproben. Diese Phase und besonders die Jahre auf Usedom waren eine intensive Zeit, in der vieles aus dem Studium auf seine Praxistauglichkeit geprüft wurde und manche Aufgabe zu lösen war, die dort gar nicht auf dem Stundenplan stand“, blickt Stefan Fricke zurück.

Mit seiner Familie hat er die Wohnung im Pfarrhaus in der Papenstraße bezogen. „Wir sind dabei uns einzuleben“, sagt Pastor Fricke. Er, seine Frau und die Kinder seien sehr gut aufgenommen worden.

„Die Leute in Barth sind offen und hilfsbereit“, sagt Fricke. Vom Menschenschlag seien die Barther nicht anders als die Insulaner. „Ob Usedom oder Barth, hier wie dort ist Pommern.“ Auf der Insel Rügen aufgewachsen, sei auch Stefan Fricke ein „echtes Landeskind“.

Die Familie sei gespannt auf das Neue, das es zu entdecken gilt, und freue sich auf die Begegnung mit den Menschen. Als Pastor freue er sich darauf, mit den Menschen in Barth das Leben in der Gemeinde zu gestalten, sich über den Glauben auszutauschen und Gottesdienste zu feiern. Er habe bereits Einblicke bekommen, wie bunt das Gemeindeleben in Barth sei. „Am vergangenen Wochenende hat es gerade erst ein Treffen mit der Hamburger Kirchengemeinde gegeben“, erwähnt der Pastor. „Auf Gottes Gegenwart zu vertrauen, ihm manches zuzumuten und immer wieder aufs Neue herauszufinden, was diese Beziehung für mich bedeutet, das macht im Wesentlichen meinen Glauben aus“, erklärt der 45-Jährige.

Pastor Fricke löst Annemargret Pilgrim ab. Die 63-Jährige ist im Oktober in den Ruhestand verabschiedet worden.

Detlef Lübcke

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