Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
„Diesen Murks will ich in meinem Haus nicht haben!“

Barth „Diesen Murks will ich in meinem Haus nicht haben!“

Joachim Neisener (75) aus Barth ließ sich auf einen neuen Telefon- und Internetvertrag ein / Doch der Anschluss funktioniert nicht

Voriger Artikel
Blick in die Sterne
Nächster Artikel
Klicken für einen tollen Spielplatz

Wild herumhängende Kabel, keine Abdeckung und funktioniert nicht: Das ist der neue Telefon- und Internetanschluss von Joachim Neisener aus Barth.

Quelle: Detlef Lübcke

Barth. Joachim Neisener öffnet die Tür zu seinem Hauswirtschaftsraum. „Da, schauen Sie sich diesen Pfusch einmal an! Ich kann den Anblick nicht mehr ertragen“, sagt der 75-Jährige. Der Rentner aus Barth zeigt auf eine merkwürdige Konstruktion mit wild herumhängenden Kabeln. „Das soll mein neuer Anschluss für Telefon und Internet sein“, erklärt er und schüttelt den Kopf.

Nötigenfalls lasse ich den ganzen Kram abmontieren.“ Joachim Neisener (75), Barth

Joachim Neisener ist gelernter Elektriker. Er kennt sich aus mit Kabelverbindungen – und mit Anforderungen, die an eine fachgerechte Handwerkerleistung gestellt werden. „Aber so was, das kann man doch keinem Menschen anbieten“, sagt der Barther verärgert. „Wenn wenigstens eine Abdeckung vorhanden wäre. Dann bliebe einem der Anblick des Kabelgestrüpps ja noch erspart“, ergänzt er. Doch eine Abdeckhaube gehöre nicht zum Lieferumfang, hätte ihm der Monteur erklärt, so was müsste er sich bei Bedarf selber besorgen. „Das bräuchte doch nur eine simple, nicht viel kostende Plastikabdeckung sein, daran kann es doch nun wohl wirklich nicht scheitern“, findet Neisener.

Zu allem Ärger funktioniere der Telefon-/Internetanschluss noch nicht einmal. Ende Juni sollte der Anschluss bereits freigeschaltet sein. Doch bis heute kann ihn Joachim Neisener nicht nutzen. „Ist ja auch gar kein Wunder“, sagt der ehemalige Elektriker. Er zeigt auf ein Kabel, das vom neu installierten Router ins Leere führt. „Der Monteur hat schlicht vergessen, es anzuklemmen oder es mit einem anderen Kabel verwechselt“, ist sich Joachim Neisener sicher.

Dabei wollte er nur seinen bei einem anderen Anbieter ablaufenden Mobilfunkvertrag erneuern. „Ich wollte den Handyvertrag gern bei meinem Festnetz- und DSL-Anbieter weiter laufen lassen. Dann wäre alles in einer Hand“, begründet Joachim Neisener. Doch dabei hätte sich der 75-Jährige einen neuen Vertrag für Telefon und schnelles Internet über das Glasfasernetz aufschwatzen lassen. Nach genauerem Überlegen und Überprüfen seines alten Vertrages hätte der Rentner dann festgestellt, dass er gar kein schnelleres Internet bräuchte.

Versuche, den Anbieter über die Telefon-Hotline zu erreichen, scheiterten bislang. Weiter, als etliche Zeit in der Warteschleife zu verbringen, sei Joachim Neisener nicht gekommen. „Langsam bin ich mit den Nerven am Ende. Was kann ich nur tun?“, fragt er sich.

Der Barther fühlt sich verschaukelt. „Ein Anschluss, der nicht funktioniert und dazu noch so ein Pfusch. Wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zukommt, wäre ich nie darauf eingegangen“, bereut der Rentner inzwischen.

Wiebke Cornelius von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern rät Joachim Neisener, dem Anbieter umgehend die Mängel schriftlich mitzuteilen und zu deren Beseitigung eine angemessene Frist von 14 Tagen zu stellen. Anderenfalls bliebe es dem Barther vorbehalten, den Vertrag über den neuen Anschluss wegen Nichterbringung der Leistungen zu kündigen. Die Rostocker Beratungsstelle der Verbraucherzentrale bietet an, den nötigen Schriftverkehr für Herrn Neisener zu übernehmen. Dankend will der Barther den Service annehmen. „Sicher ist sicher, damit der Ärger endlich vorbei ist. Mir reicht es jetzt! Gleich am Freitag fahre ich mit den Unterlagen nach Rostock“, sagt er.

Joachim Neisener möchte auch, dass das vom Monteur hinterlassene Kabelwirrwarr verschwindet. „Diesen Murks will ich in meinem Haus nicht haben! Nötigenfalls lasse ich den ganzen Kram abmontieren, stecke alles in ein Paket und schicke es dem Anbieter zu“, sagt der Rentner entschlossen. Der Telefon- und Internetanbieter war gestern nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Detlef Lübcke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Sassnitz
13 junge Mütter strahlen mit ihrem Nachwuchs – und dem Präsidenten der Stadtvertretung, Norbert Thomas (l.), sowie Bürgermeister Frank Kracht – beim Empfang der Sassnitzer Neugeborenen im Panorama-Café im Rügen-Hotel um die Wette.

Die Stadt führt eine neue Willkommenskultur für ihre neuen Erdenbürger ein / Die werden jetzt mit einem Empfang begrüßt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Barth
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.