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Eltern fordern neue Spielplätze

Kenz-Küstrow Eltern fordern neue Spielplätze

Alt, marode und unschön anzusehen seien die öffentlichen Spielplätze in Kenz-Küstrow. Doch die Gemeinde hat kein Geld für neue Spielgeräte.

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Der Spielplatz in Kenz. Die Farbe am Klettergerüst ist größtenteils abgeblättert.

Quelle: Detlef Lübcke

Kenz-Küstrow. Eltern wünschen sich schönere und sichere Spielplätze für die Kinder der Gemeinde Kenz-Küstrow. Diese Forderung ist während der jüngsten Gemeindevertretersitzung in der Einwohnerfragestunde erhoben worden.

Schon lange wurden

die wenigen Spielplätze

in unserer Gemeinde nicht mehr erneuert.“Björn Morgenbrodt aus Rubitz

Das Problem wäre

nicht nur, die Spielplätze zu finanzieren, sondern auch die laufenden Kosten zu tragen.“ Harald Reinecke, Bürgermeister

Ein Vater verwies auf den Spielplatz im benachbarten Flemendorf, einem Ortsteil der Gemeinde Groß Kordshagen. „Dort haben die Kinder einen sehr schönen Spielplatz — klein, praktisch und gut“, lobte er. In der Gemeinde Kenz-Küstrow gäbe es leider nur sehr alte und mittlerweile unschön anzusehende Spielgeräte.

Björn Morgenbrodt, ein Einwohner aus dem Ortsteil Rubitz, hat die Situation der Spielplätze in Kenz-Küstrow genauer untersucht. „Schon lange wurden die wenigen Spielplätze in unserer Gemeinde nicht mehr erneuert“, stellt er fest. „Eine traurige Ansammlung von Spielgeräten am Ortsrand von Kenz, hinter dem Gemeindehaus sowie eine marode Schaukel am Sportplatz in Küstrow — das ist leider alles, was den Kindern der Gemeinde an Spielraum zur Verfügung steht, bilanziert er. „Und das, obwohl es in der Gemeinde von Familien nur so wimmelt“, ergänzt der Rubitzer. „Die Geräte weisen allesamt Mängel auf und wurden bereits seit Jahren,wenn überhaupt, nicht mehr geprüft“, kritisiert Björn Morgenbrodt.

Bürgermeister Harald Reinecke (Freie unabhängige Wählergemeinschaft) sieht das etwas anders. Die Spielgeräte seien erst 2015 vom Tüv geprüft worden, teilte er in der Gemeindevertretersitzung auf eine Anfrage mit.

Einige der Gemeindevertreter pflichteten dem Elternwunsch bei. „Bei uns gibt es doch auch Kinder, auch Urlauberkinder“, gab Frank Nehls (Freie unabhängige Wählergemeinschaft) zu bedenken. Der Spielplatz im Ortsteil Küstrow weist im Vergleich zu dem am Kenzer Dorfgemeinschaftshaus einen noch tröstlicheren Zustand auf. „Der ist total wackelig“, hieß es.

„Am Ende des Sportplatzes eine einsame, marode Schaukel kurz vor dem Zusammenbruch, der gesamte Bereich dahinter zerwühlt von Wildschweinen“, so beschreibt Björn Morgenbrodt den Küstrower Kinderspielplatz.

Deshalb kam aus der Gemeindevertretung der Vorschlag, Kosten für Spielplätze in den Haushalt mit aufzunehmen. Doch woher Geld nehmen, wenn nichts vorhanden ist? Der Etat für 2016 ist an diesem Abend beschlossen worden. Er weist jedoch ein Minus von rund 70000 Euro auf. Die Gemeinde sei sozusagen pleite, führte Harald Reinecke vor Augen. „Wir haben bereits alle Möglichkeiten ausgeschöpft und an allen Ecken und Enden gespart, was nur einzusparen geht“, sagte er. „Das Problem wäre nicht nur, die Spielplätze zu finanzieren, sondern auch die laufenden Kosten zu tragen“, sagte Harald Reinecke. So schlimm sei die Situation seiner Ansicht nach jedoch gar nicht. „Auf vielen privaten Grundstücken haben Eltern für ihre Kinder schöne Spielmöglichkeiten geschaffen“, berichtete Reinecke.

Doch Spielplätze im öffentlichen Raum tragen nun mal auch zur Pflege sozialer Kontakte bei und sind ein Aushängeschild für die Kommunen. Da die Gemeinde kein Geld hat, schlug ein Gemeindevertreter daher vor, doch mal die Jagdgenossenschaft zu fragen, ob sie vielleicht finanziell helfen könne.

Von Detlef Lübcke

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