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Gäste zahlen ab sofort Kurtaxe

Barth Gäste zahlen ab sofort Kurtaxe

Nach der Sommerpause geht’s in den politischen Gremien Barths an die Fremdenverkehrsabgabe / Sie soll ab 2017 folgen

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Badevergnügen in der Glöwitzer Bucht. Der Landkreis bescheinigte der Badestelle erneut gute Werte.

Quelle: Fotos: Detlef Lübcke

Barth. Mit dem 1. Juli beginnt in Barth eine neue Ära: Ab heute erhebt die Stadt erstmals eine Kurabgabe. Gäste haben in der Hauptsaison 1,20 Euro pro Person und Aufenthaltstag zu zahlen, ermäßigt 85 Cent. Die Hauptsaison erstreckt sich von Mai bis September. In der Nebensaison fällt die Kurtaxe geringer aus. In den Monaten Oktober bis April verlangt die Stadt 1,05 Euro Kurtaxe pro Person und Aufenthaltstag, ermäßigt 70 Cent. Anstelle der nach Tagen berechneten Kurabgabe kann auch eine Jahreskurabgabe entrichtet werden. Unabhängig von der Saison und Aufenthaltsdauer beträgt sie pro Person 36 Euro und ermäßigt 25,50 Euro.

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Nach der Sommerpause geht’s in den politischen Gremien Barths an die Fremdenverkehrsabgabe / Sie soll ab 2017 folgen

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Die Kurkarten können in öffentlichen Einrichtungen wie der Barth-Information oder dem Vineta-Museum erworben werden. Gäste können die Kurkarten aber auch direkt an der Hotel-Rezeption oder beim Vermieter des Ferienquartiers erhalten. „Wir haben in den vergangenen Tagen rund 300 Schreiben herausgeschickt, um zu erfahren, wie viele Vermieter es neben den bereits gemeldeten in Barth gibt“, sagt Bürgermeister Stefan Kerth (SPD). Um sie auf die Kurabgabe vorzubereiten, seien mit den Vermietern Gespräche geführt und Schulungen zur dafür genutzten Software vorgenommen worden.

„Mit dem Erheben einer Kurabgabe machen wir das, was in anderen Teilen Deutschlands längst normal ist“, verdeutlicht Kerth. „Aber für uns ist das Neuland“, ergänzt das Stadtoberhaupt. Barth ist im vergangenen Jahr staatlich anerkannter Erholungsort geworden. Dadurch hätte die Stadt die Möglichkeit, eine Kurabgabe zu erheben. Mache sie das nicht, seien laut Kerth Fördermittel für anstehende Projekte gefährdet.

Nach den Berechnungen können aus der Kurabgabe jährlich rund 108 000 Euro in die Stadtkasse fließen – Geld, das aber wieder in den Tourismus investiert werden soll. „Die Abgabe stützt nicht den Stadthaushalt, sondern den Tourismus“, betont der Bürgermeister. „Sie nützt uns langfristig allen gemeinsam, mit den Gästen finanziert“, so Kerth.

Mit der Kurkarte erhalten Besucher der Stadt vergünstigten Eintritt zum Beispiel in das Vineta-Museum, Theater oder Niederdeutsche Bibelzentrum.

Stefan Kerth freut sich, dass im Juni die jüngste Untersuchung der Wasserqualität an der Glöwitzer Badestelle durch den Landkreis Vorpommern-Rügen erneut „absolut unbedenkliche“ Werte ergeben hätte.

Ein einziges Mal, im September 2012, seien die zulässigen Höchstwerte überschritten worden. Ansonsten hätten die Proben in den vergangenen Jahren stets gute Werte ergeben.

Wie auch gestern zu spüren war, kommt an der Glöwitzer Badestelle jetzt ein richtiges Strandgefühl auf. Die Stadt ließ am Ufer und auf der Liegewiese 800 Tonnen Strandsand auffüllen. Wildschweine werden das bestimmt nicht so attraktiv finden. „Wir hatten hier ein riesiges Problem mit den Tieren. Vorher war dort Rasen, und sie hatten die Fläche immer wieder aufgewühlt“, erklärt Kerth. Auf Anraten von Fachleuten hätte die Stadt deshalb große Teile des Rasens durch Strandsand ersetzt. „Rasenflächen wühlen Wildschweine sehr viel lieber auf“, sagt Kerth. Die Stadt hoffe nun, keinen Ärger mehr mit ihnen zu haben. Und andererseits könne sie den Besuchern mit dem Strandfeeling mehr bieten.

„Obwohl die Sommerferienzeit noch bevorsteht, ist bereits zu spüren, dass Barth im Vergleich zu den Vorjahren mehr Gäste hat“, sagt Kerth. Dabei zeichne sich ein Trend ab: Immer mehr Radfahrer würden sich in der Barth-Information nach Ausflugszielen und Empfehlungen für schöne Touren erkundigen. „Diesem Trend müssen wir weiter entsprechen“, leitet Kerth daraus als Aufgabe ab.

Die Kurabgabe ist von den Stadtvertretern im Februar mit knapper Mehrheit beschlossen worden – die Fremdenverkehrsabgabe noch nicht. Dazu besteht in den Fachausschüssen weiterer Diskussionsbedarf.

„Nach der Sommerpause werden wir uns damit weiter beschäftigen“, erklärt der Bürgermeister. Ziel sei es, die Fremdenverkehrsabgabe zur Hauptsaison 2017 auf den Weg zu bringen. „Für 2016 macht das keinen Sinn mehr“, so Kerth weiter. Auch die Gründung eines Tourismusbetriebes würde noch diskutiert.

Detlef Lübcke

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