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Gefährliche Hecken-Ecken

Saal Gefährliche Hecken-Ecken

In der Gemeinde Saal gibt es mehrere Kreuzungen, die nur mangelhaft zu überblicken sind / Am Hafen in Neuendorf hat es deshalb vor kurzem gekracht / Anwohner fordern Spiegel

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Gefährliche Hecken-Ecke 1: Wer vom Hafen kommt und auf die Kreisstraße einbiegen will, kann aufgrund der Hecke vor diesem Haus kaum etwas sehen.

Quelle: Fotos: Robert Niemeyer

Saal. Sie sind ein Problem in der Gemeinde Saal. Regelmäßig wird Bürgermeister Wolfgang Pierson von Anwohnern darauf angesprochen. Die Rede ist von den gefährlichen Hecken-Ecken. Es gebe mehrere Kreuzungen, die wegen zu dichter Bepflanzung zum Straßenrand kaum überschaut werden könnten. Die Grundstückseigentümer würden die Hecken nur unzureichend zurückschneiden, der Kreis weigert sich, die gewünschten Abbiegerspiegel aufzustellen.

OZ-Bild

In der Gemeinde Saal gibt es mehrere Kreuzungen, die nur mangelhaft zu überblicken sind / Am Hafen in Neuendorf hat es deshalb vor kurzem gekracht / Anwohner fordern Spiegel

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Das ist ein wichtiges Thema in der Gemeinde.

Das beschäftigt die Leute.“Wolfgang Pierson,

Bürgermeister der Gemeinde Saal

Eine der gefährlichsten Ecken ist die Einfahrt von der Kreisstraße 2 zum Hafen in Neuendorf. Wer aus Richtung Hafen kommt, sieht so gut wie gar nicht, ob ein Auto von rechts kommt, und wenn, dann steht er bereits mitten auf der Kreisstraße. Und die Sorge ist nicht unbegründet. Erst vor wenigen Wochen krachte es an dieser Stelle. Eine 56-jährige Autofahrerin war Ende Juli an der Stelle von der Straße abgekommen und schwer verletzt worden. Der Eigentümer des Hauses, zu dem die Hecke gehört, sei selten da.

Eine Kreuzung, die dem Bürgermeister besondere Bauchschmerzen bereitet, ist die Kreuzung Dorfstraße/Kreisstraße 3 in Hessenburg. Wer aus dem Wohngebiet auf die Kreisstraße abbiegen will, muss schon sehr vorsichtig sein, weil die Autos von links kommend erst spät zu sehen seien. „Hier war mal ein Spiegel. Den hat der Kreis weggenommen, weil der angeblich nicht notwendig ist“, sagt Wolfgang Pierson. Laut Aktenlage des Kreises stand dort nie ein Spiegel. Und es gibt weitere kaum überschaubare Kreuzungen. Ähnlich gefährlich sei es in der Waldstraße in Neuendorf Heide, wo gleich mehrere Hecken in die Straße hineinragen. Auch die T-Kreuzung Hofstraße/Neue Straße in Saal gehöre dazu. Hier versperren drei alte Silos die Sicht. „Das ist ein wichtiges Thema in der Gemeinde. Das beschäftigt die Leute“, berichtet der Bürgermeister.

Pierson sieht den Kreis in der Pflicht. Zumindest an der Einfahrt zum Hafen und in Hessenburg müsste seiner Meinung nach ein Abbieger-Spiegel installiert werden. Mehrfach sei beim Kreis so einer beantragt worden. Immer wurde er abgelehnt.

Derzeit liegt beim Fachgebiet Tiefbau kein Antrag zur Aufstellung eines Spiegels vor, heißt es auf Nachfrage beim Landkreis. Zwar sei das Thema regelmäßig beim Straßenmeister angesprochen worden, doch zuallererst sei der „die Sicht behindernde Bewuchs“ zu beseitigen. Dafür sei innerhalb von Ortslagen die Gemeinde zuständig. Das sei sowohl in Hessenburg als auch in Neuendorf der Fall.

Das Aufstellen eines Spiegels müsse stets zwischen Antragsteller und Straßenbaulastträger abgeklärt werden. Weil es sich an beiden Ecken um eine Kreisstraße handelt, wäre der Landkreis zuständig.

„Wird von Straßenmeister in Abstimmung mit der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde eingeschätzt, dass durch den Verlauf der Straße oder andere örtliche Gegebenheiten ein Spiegel für die Verkehrssicherheit erforderlich ist, werden die Kosten vom Baulastträger übernommen“, heißt es vom Landkreis. Ist diese Erforderlichkeit nicht gegeben, kann trotzdem ein Spiegel aufgestellt werden.

Dann aber trägt die Kosten der Antragsteller, in diesem Fall also die Gemeinde. Heißt also, die Gemeinde Saal könnte dort Spiegel aufstellen lassen, müsste sie dann aber auch selbst bezahlen. „Einer verkehrsrechtlichen Anordnung bedarf es für einen Spiegel nicht.“

Deshalb könnten sich Autofahrer im Falle eines Unfalls auch nicht darauf berufen, dass andere Fahrzeuge nicht im Spiegel zu sehen waren, um dann gegebenenfalls den Kreis oder die Gemeinde verantwortlich machen. Ein Verkehrsspiegel sei stets nur ein Hilfsmittel, der jedoch der Witterung ausgesetzt ist und deshalb beschlagen oder zufrieren kann. Deshalb sei trotz Spiegels entsprechend Vorsicht geboten.

Robert Niemeyer

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