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Gerhard Ernst: 25 Jahre für die „Feuerwehr der Stadtverwaltung“

Barth Gerhard Ernst: 25 Jahre für die „Feuerwehr der Stadtverwaltung“

Leiter des Stadtbauhofes geht in den Ruhestand / Der 64-jährige Hobby-Landwirt widmet sich jetzt seinen Tieren und Ackerflächen

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Viele Jahre war Gerhard Ernst Leiter des Barther Stadtbauhofes.

Quelle: Volker Stephan

Barth. Nach fast 50 Arbeitsjahren verabschiedete sich der langjährige Leiter des Barther Stadtbauhofes, der 64-jährige Gerhard Ernst, in den Ruhestand. Viele einstige und heutige Kollegen, Mitarbeiter des Barther Rathauses sowie Barther Unternehmer ließen es sich nicht nehmen, ihm persönlich im Rahmen einer kleinen Abschiedsfeier ihre Wertschätzung auszudrücken.

Man konnte sich auf die Zusagen von Gerhard Ernst immer verlassen — unser Bauhof war die Feuerwehr der Stadtverwaltung.“Bauamtsleiter

Manfred Kubitz

In seiner Doppelfunktion als stellvertretender Bürgermeister und langjähriger fachlicher Vorgesetzter überreichte Bauamtsleiter Manfred Kubitz ein Präsent, für das die Rathausmitarbeiter gesammelt hatten. „Man konnte sich auf die Zusagen von Gerhard Ernst immer verlassen — unser Bauhof war die Feuerwehr der Stadtverwaltung“, lobte Manfred Kubitz.

Mit der Umstrukturierung des Stadtbauhofes in den Technischen Betrieb der Stadt ab dem 1. Januar wurde Uwe Scheller, der frühere Hausmeister des Gymnasiums, in die Funktion des Leiters eingesetzt.

Gerhard Ernst galt seither seine Urlaubsansprüche sowie unzählige Überstunden ab und stimmte sich dabei schon mal auf das Rentnerleben ein. „Es wird ihm aber ganz bestimmt nicht langweilig werden, denn er findet immer eine Beschäftigung“, ist sich Ehefrau Vera Ernst sicher. Als Frühaufsteher und leidenschaftlicher Hobby-Landwirt kümmere sich ihr Mann seit jeher um einen richtigen kleinen Bauernhof mit zahlreichen Tieren und eigenen Ackerflächen.

Gerhard Ernst erwies sich als handwerklich vielseitig begabt. Reparaturen an den Fahrzeugen des Stadtbauhofes führte der frühere Maurer-Brigadier der ZBO (Zwischengenossenschaftliche Bauorganisation) oft selbst aus: „Nur die Lenkung und die Bremsen überließ ich aus Sicherheitsgründen den Werkstätten“, berichtet der 64-Jährige.

Der Maurerberuf war es auch, der ihm einst den Weg zum Stadtbauhof ebnete. Wie viele seiner Kollegen war auch Gerhard Ernst nach der Wende erst einmal arbeitslos geworden, bekam aber 1991 Jahre einen Platz in einer städtischen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) zur Entkernung des Mittelbaus des Adligen Fräuleinstifts zugewiesen. Der Neubau des Torwärterhauses rechts des Torbogens war damals sein ganz persönliches Werk.

Seine Arbeitseinstellung und -qualität überzeugten und führten 1993 zur Festanstellung auf dem Stadtbauhof. Die beiden ABM-Jahre wurden ihm auf die Beschäftigungszeit angerechnet, sodass er nun auf eine fast 25-jährige Dienstzeit bei der Stadt Barth zurückblicken kann.

Der damalige Bürgermeister Mathias Löttge erkannte das Potenzial seines Mitarbeiters und setzte ihn 1997 als Leiter des Stadtbauhofes ein. Stolz berichtete der 64-Jährige, während seiner Zeit mit seinen Mitarbeitern auch die größten Herausforderungen gemeistert zu haben. Das waren für ihn vor allem die Feierlichkeiten zum 750. Stadtjubiläum und die extremen Schnee-Einsätze, wie beispielsweise Anfang 2010. „Dann bin ich oft schon um 4.30 Uhr auf dem Stadtbauhof gewesen oder habe noch eine Runde durch die Stadt gedreht, bevor unsere Mitarbeiter um 5 Uhr zum Schneeräumen ausrückten. So ein Arbeitstag war meist 15 bis 16 Stunden, aber nie weniger als elf Stunden lang“, berichtet Gerhard Ernst.

Mit vielen Barther Unternehmern pflegte der Stadtbauhofleiter ein gutes Verhältnis. „Hätte beispielsweise Torsten Rudoll mit seinem Radlader nicht geholfen, hätten wir die vielen 50-Kilo-Säcke Streusalz per Hand in den Streuer hieven müssen“, erinnerte sich Gerhard Ernst. „Es war immer eine gegenseitige Hilfe — wenn ich einmal was brauchte, reichte ein Anruf und es lief“, so der Handwerker, der ebenfalls zur Verabschiedung erschienen war.

Von Volker Stephan

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