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Industrie- und Handelskammer kürt das Barther Hotel „Speicher“ zum Top-Ausbildungsbetrieb

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An der Rezeption: Ausbilderin Kathrin Ebert gibt Christian Tertin Tipps. Der 21-jährige Barther ist im dritten Ausbildungsjahr zum Hotelkaufmann. Im Juli schließt er seine Ausbildung ab und wird übernommen.

Quelle: Fotos: Detlef Lübcke

Barth. Die „Visitenkarte des Hauses“ — so wird der Mitarbeiter an der Rezeption häufig bezeichnet. Immer freundlich, stets die Contenance bewahrend — in diesem Job arbeitet man wie auf dem Präsentierteller. Christian Tertin ist im dritten Ausbildungsjahr zum Hotelkaufmann. Ausbilderin Kathrin Ebert schaut daher genau hin, wenn der 21-Jährige die Aufgaben am Empfang versieht. „Kathrin hilft natürlich mit Tipps“, sagt Heike Sommer, Direktorin des Hotels „Speicher“ in Barth, wo Christian Tertin seine Ausbildung absolviert.

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Industrie- und Handelskammer kürt das Barther Hotel „Speicher“ zum Top-Ausbildungsbetrieb

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Der Titel

2007 beschloss die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Rostock die jährliche Verleihung des Titels „Top Ausbildungsbetrieb“. Damit werden Ausbildungsleistungen der Unternehmen gewürdigt, die sich über den gesetzlich geforderten Rahmen hinaus in der Berufsorientierung, Berufsausbildung und Fachkräfteentwicklung engagieren.

Vor drei Jahren hat Heike Sommer die Leitung des Hotels am Barther Hafen übernommen. Damals hatte das Haus zwei Auszubildende. Heute sind es sieben. In die Ausbildung steckt Sommer viel Energie. Es gehe ja darum, Fachpersonal für die Zukunft zu haben, sagt sie. Für ihr Engagement um den Nachwuchs ist Sommer jetzt mit 66 weiteren Unternehmen von der Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) zum Top-Ausbildungsbetrieb 2015 gekürt worden — als einziges Unternehmen in der Region.

„Darüber freuen sich natürlich alle unsere Mitarbeiter, wir fünf Ausbilder und auch unsere anderen Fachkräfte, da jeder seinen Teil zu diesem Erfolg beigetragen hat“, sagt Sommer. Ausbilden stelle täglich eine neue Herausforderung dar. „Aber für uns ist dieser Preis eine Bestätigung unserer Arbeit und gleichzeitig ein Versprechen an die künftigen Auszubildenden“, erklärt Sommer.

Wer so eine Anerkennung samt Trophäe und Urkunde erhalten wollte, musste sich um den Titel bewerben. „Wir haben uns zum ersten Mal beworben. Ich hatte ein gutes Gefühl, dass wir mit unserer Ausbildung die Jury überzeugen können“, erklärt die Hotelchefin.

„Von unseren Azubis lernen vier in diesem Sommer aus“, berichtet Heike Sommer. Auch Christian Tertin schließt im Juli seine Ausbildung ab. Der Barther wird übernommen. Sein Aufgabengebiet wird dann die Rezeption sein. Umfangreiche Auskünfte an die Gäste erteilen, Anfragen bearbeiten,   Reservierungen annehmen — der Noch-Azubi freut sich darauf.

Das Barther Hotel bildet in vier Berufen aus: Hotelfachleute, Restaurantfachleute, Köche und Hotelkaufleute. „Die zukünftigen Azubis stehen bereits in den Startlöchern“, sagt Heike Sommer. Wenige Plätze seien noch frei. Abiturienten bietet das Hotel gerade die Möglichkeit, gleich in das zweite Ausbildungsjahr einzusteigen. „Ein gelernter Beruf ist für ein Studium oft die bessere Grundlage und er gibt Sicherheit“, erklärt Sommer.

„Gute Auszubildende sind für Unternehmer wie Goldstaub“, hob IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen in seiner Ansprache bei der Feier in der Nikolaikirche hervor. Denn nicht nur in seinem IHK-Bereich — Rostock sowie die Landkreise Rostock und Vorpommern-Rügen — gebe es Nachwuchsmangel, sondern im ganzen Bundesland. Dabei müsse niemand mehr abwandern, es gebe mehr Ausbildungsplätze als Schulabgänger, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

„Wir machen unseren Auszubildenden vom ersten Tag an neugierig auf das, was sie lernen werden“, berichtet Heike Sommer. Bei vielen ersten Schritten gehöre auch Mut dazu. „Wir ermuntern unsere Azubis.

Wir alle haben einmal angefangen“, sagt sie. Ein qualitativ hoher Anspruch, den die Mitarbeiter des Hauses vorleben, zeige den Azubis immer wieder, was sich erreichen lasse — während und auch nach der Ausbildung.

Auch der Vergleich mit anderen Häusern sei sehr wichtig. „Es gibt keine Vergünstigung, bei der wir zwischen Fachkräften und Auszubildenden unterscheiden, Betriebsfeiern und Geschenke eingeschlossen“, so Sommer.

Regelmäßige Gespräche, ein freundliches Miteinander, viel Lob und Anerkennung würden in diesem Betrieb das Miteinander auszeichnen.

Von Detlef Lübcke

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