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Historischer Zeitungsfund auf dem Dachboden

Barth Historischer Zeitungsfund auf dem Dachboden

„Barther Tageblätter“ stammen aus dem Jahr 1910

Barth. Historischer Fund auf einem Dachboden. Beim Entrümpeln und Entkernen ist in einem alten Haus in der Gartenstraße in Barth ein Bündel alter „Barther Tageblätter“ aus dem Jahr 1910 aufgetaucht. Die Berliner Bauherrin Silvana Rukovina, die das Gebäude als persönliches Ferienhaus saniert, lieferte die alten Zeitungen im Bauamt der Stadt ab.

 

OZ-Bild

Stadtarchivarin Stephanie Mählmann mit dem historisch wertvollen Zeitungsfund und den alten Banknoten. Der Totenkopf ist eine Warnung an alle Unbefugten, die Zeitungen vor der Restaurierung anzufassen. FOTO: VOLKER STEPHAN

Quelle:

Kontakt

Stadtarchiv:

Teergang 2 in Barth

Ansprechpartnerin Stadtarchivarin Stephanie Mählmann

☎ 038231/37140 oder ☎ 038231/37154 Öffnungszeiten:

„Die Zeitungen steckten zusammengerollt hinter einem Dachbalken und waren wahrscheinlich einst zum Zweck der Isolierung dort untergebracht worden“, vermutet die Berlinerin. „Auch alte Kleidungsstücke und ein ganzes Bündel alter Banknoten, die sich jetzt ebenfalls im Barther Stadtarchiv befinden, kamen an solchen Stellen zum Vorschein.“

Die Stadtarchivarin Stephanie Mählmann freute sich über den besonderen Fund. „Das Schönste an den gebundenen Ausgaben des ’Barther Tageblatts’ vom 13. Februar bis zum 12. Mai 1910 ist die Tatsache, dass sie bisher im Archiv fehlten und nun eine Lücke schließen“, freut sich die Archivarin. „Wir haben zwar eine sehr gute Zeitungssammlung, aber das Jahr 1910 fehlte bisher komplett und war auch in anderen Archiven und Bibliotheken nicht zu finden – also eine absolute Rarität.“ Die drei Monatsausgaben der im Barther Verlag „Anthony’s Erben“ herausgegebenen Zeitung seien somit die einzigen verfügbaren Exemplare des Jahrgangs 1910.

Allerdings, so räumte Stephanie Mählmann ein, wären noch drei Monatsausgaben (1. April bis zum 30. Juni) der „Barther Zeitung“ vorhanden. Obwohl sich die Seriosität beider Blätter recht unterschiedlich darstelle, könne man sich nun über das Stadtgeschehen während der ersten Jahreshälfte 1910 ein recht gutes Bild machen.

Natürlich hätten die über 100 Jahre der Lagerung auf dem Dachboden ihre Spuren hinterlassen, so ist zum Beispiel der Rücken der Zeitungsbindung zerfleddert. Sobald wieder Geld für solche Zwecke verfügbar ist, will Stefanie Mählmann den Fund restaurieren lassen. Auf Basis ihrer bisherigen Erfahrungen schätzt sie die Kosten auf rund 1300 Euro und mehr.

„Mit den Banknoten, die uns Frau Rukovina ebenfalls überlassen hat, könnten wir die Restaurierung auf jeden Fall locker bezahlen,“ so die Archivarin. „Dafür müssten wir aber einen Zeitsprung in das Jahr 1920, aus dem die 1495 Reichsmark stammen, unternehmen“, fügte sie lachend hinzu. Während die Scheine unter Sammlern heute noch einen gewissen Wert darstellen könnten, wären die Zeitungen von rein historischer Bedeutung.

Finderin Silvana Rukovina appelliert an alle Barther Hauseigentümer, ähnliche Funde nicht zu entsorgen, sondern ebenfalls im Stadtarchiv abzugeben und so der Allgemeinheit verfügbar zu machen. Als Ostsee-Liebhaberin will sie nicht ausschließen, nach dem Eintritt ins Rentenalter ihren Wohnsitz von Berlin ganz nach Barth zu verlegen. „Die malerischen Gassen mit den kleinen bunten Häusern wirken so schön mediterran und haben es mir angetan. Und vor allem ist Barth nicht so kommerzialisiert, wie die benachbarten Ostseebäder.“

Volker Stephan

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