Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
„Ich mache weiter!“

„Ich mache weiter!“

Es gibt sie noch, jedoch nur als Duo: Heute Abend geben MTS ein Konzert im Barther Theater / Die OZ sprach mit Gründer Thomas Schmitt, der gerade seinen 65. Geburtstag feierte

Voriger Artikel
Ausweis ungültig: Amt droht mit Haft
Nächster Artikel
Ekhof-Preis für Hitler-Darstellerin

Der Name MTS ist in Bartelshagen II allgegenwärtig. MTS-Gründer Thomas Schmitt freut sich über das Straßenschild.

Quelle: Detlef Lübcke

Reisen Sie über Bartelshagen II an?

 

OZ-Bild

Da waren sie noch zu dritt: Mike Schafmeier (v.l.), Thomas Schmitt und Frank Sültemeyer. Schafmeier hat sich 2015 nach 50 Jahren auf der Bühne, davon 30 bei MTS, aus der Band verabschiedet.

Quelle: OZ

Schmitt: Ähm, Bartelshagen II?

Dort gibt es einen MTS-Weg. Geben Sie es ruhig zu, bei der Namensvergabe hat Ihre Gruppe eine Rolle gespielt

Thomas Schmitt: (lacht) Nee, nee, so weit sind wir noch nicht. Aber stimmt, von dieser Straße habe ich schon gehört. Ich freue mich darüber. Der Name geht aber bestimmt auf die frühere Maschinen- und Traktorenstation zurück, die im Kürzel ja auch MTS hieß.

„Zehn böse Autofahrer“ hat Kultstatus. Mal ehrlich, singen Sie den Titel heute noch gern oder haben Sie sich nach 42 Jahren darin schon überhört?

Schmitt: Der Titel wird nie langweilig, denn wir haben immer wieder neue Varianten davon. Den letzten Rausschmeißer sozusagen (lacht). Die aktuelle Version heißt „Zehn Verkoster“. Da geht es um Lebensmittelgifte.

Bringen Sie die „Zehn Verkoster“ auch mit nach Barth?

Schmitt: Klar, die aktuelle Version kommt auf jeden Fall.

Ihr aktuelles Konzertprogramm haben Sie „Betreutes Singen“ genannt. Wer von Ihnen fühlt sich mehr betreut: Sie von Ihrem Bandkollegen Frank Syltemeyer oder umgekehrt?

Schmitt: Das wechselt manchmal. Das ist ja das Schöne.

MTS waren ja mal zu fünft. Heute sind Sie nur noch ein Duo. Kommt da nicht manchmal etwas Wehmut bei den Proben und Konzerten auf?

Schmitt: Nee. Die Besetzung hat ja über die Jahre oft gewechselt. Angefangen haben wir zu fünft, dann waren wir ganz lange zu dritt. Die meisten waren ein paar Jahre dabei, sodass wir sie alle als Stamm bezeichnen können. Von den Gründern bin ich der Übriggebliebene.

In diesem Jahr wird die Band 43 und Sie sind gerade vor ein paar Tagen 65 geworden. Wie haben Sie den Geburtstag gefeiert? Genauso fröhlich wie Ihre Konzerte sind?

Schmitt: Selbstverständlich fröhlich, mit der Familie in einer kleinen Gaststätte bei mir direkt im Haus.

Wenn wir Ihnen nachträglich einen Geburtstagswunsch erfüllen könnten, was wäre das?

Schmitt: Gesundheit, die ich brauche, um noch lange durchzuhalten. Und die Familie, beides ist für mich das Wichtigste. Alles andere habe ich schon.

Andere gehen mit 65 in Rente. Sie auch?

Schmitt: Ruhestand ist noch kein Thema. Ich mache weiter!

Also wäre das 50. Jubiläum von MTS in sieben Jahren ein keineswegs utopisches Ziel?

Schmitt: Das ist natürlich angepeilt, und ich hoffe sehr, dass wir das noch erreichen.

Im vergangenen Jahr kam Ihre neueste CD „Stammtisch“ heraus. Bestimmt wird dann auch noch ein weiteres Album zu erwarten sein?

Schmitt: Davon gehe ich mal aus. Geplant ist aktuell nichts. Wir haben zwischen den Veröffentlichungen immer einen Zeitraum von fünf, sechs Jahren, bis wir ordentliches Material zusammenhaben.

Der Name MTS leitete sich ursprünglich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen seiner Gründungsmitglieder ab: Melzer, Treichel, Schmitt. Inzwischen existieren auch andere Variationen: „Mut, Tatendrang und Schönheit“ oder „Makaber, taktlos, aber sauber“. Welche hören Sie am Liebsten?

Schmitt: Die sind mir beide sehr lieb. Die eine ist eine äußerliche Beschreibung und die andere mehr aufs Inhaltliche bezogen.

MTS können in jeder Umgebung auftreten. Ob bei Volksfesten, in Klubs oder Hallen, überall passen sie hin. Wo fühlen Sie sich am wohlsten?

Schmitt: Jedes hat seinen Reiz. Es ist natürlich toll, wenn man auf einem großen Stadtfest auftritt. Oder wir waren ein paar Mal mit den Puhdys zusammen. Wenn du da zehntausend Leute hast und die lachen alle, das hat schon was. Aber am Schönsten ist es im kleinen Kreis, wenn man die Leute deutlich vor sich sieht. Dann kommen wir auch am Besten rüber.

Kult-Gruppe

MTS wurde am 8. November 1973 in Berlin von Detlef Bruno Melzer, Herbert Treichel und Thomas Schmitt gegründet. Ein Jahr später gelang mit der Bänkelballade „Zehn böse Auto-

fahrer“ der größte Erfolg.

Die Band , deren Besetzung sich zeitweilig zum Quartett und Quintett

erweiterte, versteht sich als Lied-

kabarett.

Konzert: heute, 19.30 Uhr, Theater Barth, Karten: ☎ 039 71/ 20 89 25

Interview von Detlef Lübcke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund

Das musikalische Leben in St. Nikolai wird dieses Jahr unter anderem geprägt von gleich drei besonderen Geburtstagen: die Schuke-Orgel wird 30 Jahre alt, der Bachchor ...

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Barth
Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.