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Küstentanne am Kranhaken

Bodstedt/Barth Küstentanne am Kranhaken

„Von den drei Bäumen auf meiner Vormerkliste ist dieser der schönste.Uwe Scheller Leiter des technischen Betriebes

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Egon Gyger verjüngt den Stamm, Michael Tetz, der den Baum 1989 gepflanzt hatte, schaut zu.

Bodstedt/Barth. . Mittlerweile steht der diesjährige, noch ungeschmückte Barther Weihnachtsbaum sicher in seinem Fuß auf dem Barther Marktplatz. Es ist in diesem Jahr ein besonders stattliches Exemplar, das in einer aufwendigen Aktion von Bodstedt in die Stadt transportiert wurde. Seit Jahren ist es Tradition, dass die Weihnachtsbäume von Bürgern aus Barth und dem Umland gestiftet werden.

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„Von den drei Bäumen auf meiner Vormerkliste ist dieser der schönste.Uwe Scheller Leiter des technischen Betriebes

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In der Regel wurden sie vor 25 Jahren oder mehr gepflanzt und werfen ihren Eigentümern nun zu viel Schatten auf die Häuser. Andere wiederum befürchten, der tonnenschwere Baum könnte im Sturm auf ein Gebäude stürzen.

So verhielt es sich auch in Bodstedt, wo eine prächtige Küstentanne auf dem Grundstück von Lilo und Heinz Bauer zu beachtlicher Höhe herangewachsen war.

Weil die Eheleute bei der Baumfällaktion aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst zugegen sein konnten, begrüßte Neffe Michael Tetz (66) die Mitarbeiter des Technischen Betriebes der Stadt und des Krandienstes Lange.

Er hatte den Baum einst selbst gepflanzt. „Genau vor 30 Jahren, damals arbeitetet ich noch in der Forstwirtschaft auf Zingst, steckte ich einen Sämling in einen Pott. 1989 war die Baumpflanze soweit, dass ich sie bei meinen Verwandten ins Freiland setzen konnte.“ Nun seien es die Frauen, die den Baum aus Angst, er könnte umfallen, gern loswerden würden. Diese Furcht sei jedoch unbegründet, denn ein ausgedehntes Wurzelwerk gebe der Küstentanne ein gehöriges Maß an Standsicherheit, berichtete er: „Diese hier wäre nie umgefallen. Für sie war es ein guter Standort – im Gegensatz zu den gleichzeitig gepflanzten Fichten, die alle eingegangen sind.“

Weil der Stamm mit dem Durchmesser von einem halben Meter nicht in die Standhülse auf dem Marktplatz gepasst hätte, verjüngte ihn Forstwirt Egon Gyger noch vor dem eigentlichen Fällen reihum mit Längsschnitten. Stadtelektriker Olaf Schramm hatte zuvor schon von seinem Hubsteiger aus die Kette des Kranauslegers um die oberen Äste gelegt. Nachdem ihr Stamm mit einem schnellen Schnitt durchtrennt war, pendelte die etwa zweieinhalb Tonnen schwere Küstentanne mit einem kleinen Ruck am Kranhaken. Vorsichtig wurde sie dann auf die Ladefläche abgesenkt und gut verschnürt. Uwe Scheller, Leiter des technischen Betriebes der Stadt, war zufrieden: „Von den drei Bäumen auf meiner Vormerkliste ist dieser der schönste. Der Eigentümer erspart sich durch seine Abgabe an die Stadt das Einholen einer Fällgenehmigung sowie die Kosten für einen Forst-Dienstleister, die sich auf 600 bis 700 Euro belaufen können.“ In Polizeibegleitung machte sich der Tieflader auf den Weg nach Barth, wo seine seltene Fracht sofort in ihren Standfuß gesetzt wurde. Mit Hilfe des Kranauslegers stellten die Mitarbeiter des technischen Betriebes auch gleich noch die große Barther Weihnachtspyramide auf. Der Stadtelektriker will am Montag und Dienstag die Lichterketten anbringen, die Lange Straße hat er bereits illuminiert. Das Schmücken übernehmen traditionell wieder die Erzieherinnen aus dem Hort „Villa Kunterbunt“. Termin ist der 12. Dezember, ab 10 Uhr.

Volker Stephan

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