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Neuer Anlauf für das Barther Ehrenbuch

Barth Neuer Anlauf für das Barther Ehrenbuch

SPD will, dass Voraussetzungen für Eintrag in einer Satzung geregelt werden

Barth. Um Bürger zu ehren, hat die Stadt Barth zwei Möglichkeiten: Sie kann Persönlichkeiten die Ehrenbürgerschaft verleihen oder sie mit einer Eintragung im Ehrenbuch würdigen. Die Voraussetzungen für eine Ehrenbürgerschaft sind in einer Satzung geregelt, die für einen Eintrag in das Ehrenbuch jedoch nirgends. Das könnte sich nun bald ändern.

Die SPD-Fraktion hat zur nächsten Stadtvertretersitzung am 21. April einen Antrag vorbereitet. Er zielt auf die Erweiterung der Satzung zur Ernennung von Ehrenbürgern. Darin sollen die Kriterien eingearbeitet werden, die erfüllt werden müssen, um in das Ehrenbuch eingetragen werden zu können.

Demnach sei diese Würdigung aufgrund besonderer Verdienste und zu besonderen Anlässen vorgesehen. Die Sozialdemokraten schlagen vor, dass die Eintragung für Bürger erfolgen kann, die große Verdienste um die Stadt erworben haben. Sie sei auch für Gäste der Stadt möglich, wenn der Anlass eine Eintragung rechtfertige.

Fraktionsvorsitzender Holger Friedrich hofft, dass die Stadtvertreter dem Antrag zustimmen werden. „Der Wunsch, Personen auf besondere Weise zu ehren, die sich verstärkt um das Gemeinwohl der Stadt Barth verdient gemacht haben, wird immer wieder geäußert“, begründet Friedrich. Ohne Satzung gäbe es weder eine Legitimation, noch einen Auftrag dafür.

Holger Friedrich hatte auf das Problem bereits in einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur hingewiesen. Er erinnerte daran, dass 2005 ein Teil der Barther Stadtvertreter dafür plädiert hätte, das zur DDR-Zeit angelegte Ehrenbuch abzuschaffen, ins Archiv zu legen und ein neues anzulegen. Das wäre der falsche Weg gewesen, sagte Friedrich. „Geschichte wird fortlaufend geschrieben, und wir wissen auch nicht, wie die spätere Generation ‘mal eines Tages über uns reden wird“, betonte er. Die Stadtvertreter hätten damals beschlossen, das Ehrenbuch beizubehalten und keine Seiten aus der DDR-Zeit herauszureißen.

Der letzte Eintrag erfolgte vor elf Jahren. Anlässlich des 750. Stadtjubiläums sind Gerd Garber, Walter Kahl und Peter Weinhardt mit einem Eintrag in das Ehrenbuch ausgezeichnet worden. Garber war Direktor der Karl-Liebknecht-Schule, Vorsitzender des Heimatvereins und Handballtrainer. Ihm ist es maßgeblich zu verdanken, dass das Barther Kinderfest nach der Wende wiederbelebt wurde. Er ist im März 80 Jahre alt geworden. Kahl war langjähriger Funktionär beim Sportverein Motor Barth und Weinhardt erster Stadtpräsident nach der Wende.

Bevor sich die Stadtvertreter damit befassen, wird zunächst am Montagabend der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur über den SPD-Antrag diskutieren.

Von Detlef Lübcke

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