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Nils und Hermine sind Barths beste Nachwuchs-Plattsnacker

Barth Nils und Hermine sind Barths beste Nachwuchs-Plattsnacker

Die beiden Drittklässler aus der Friedrich-Adolf Nobert-Grundschule eröffnen am 2. Juli das 188. Barther Kinderfest

Barth. Nils ist sicher: „Zum Kinderfest kommt bestimmt ganz Barth.“ Damit könnte der Neunjährige Recht haben. Und dann werden alle Nils Rabowsky und Hermine Kohn auf der Bühne erleben.

Die beiden Drittklässler aus der Friedrich-Adolf Nobert Grundschule sind nämlich die besten Plattsnacker der Vinetastadt und eröffnen am 2. Juli das 188. Kinderfest. Als der Barther Heimatverein zum Plattdeutschen Nachmittag ins Pflegeheim einlud und die Schüler ihr Programm darboten, wussten sie noch nicht, dass dort auch die besten Plattdeutsch sprechenden Kinder gesucht werden. Und das war auch gut so, denn Hermine gibt zu: „Dann wäre ich ja noch aufgeregter gewesen.“ Als die beiden hörten, dass sie die „Räd for dat Borthsche Kinnerfest“ halten dürfen, dachten Nils und Hermine genau das gleiche: „Oh Gott!“ Vorfreude und Aufregung wechseln sich seitdem ab.

Seit einem Jahr lernen sie Plattdeutsch bei ihrer Lehrerin Birgit Kraushaar (50). Insgesamt zwölf Kinder entschieden sich freiwillig für den Unterricht und gegen andere Kursangebote wie beispielsweise Darstellendes Spiel oder Line-Dance. „Ich wollte meine Oma und meinen Opa besser verstehen, wenn sie sich auf Platt unterhalten“, erklärt Hermine ihre Wahl. Bei Nils waren es die Eltern, die ihn neugierig auf die Sprache machten.

Die beiden sind übrigens nicht nur ausgezeichnete Plattsnacker, sondern auch sonst sehr gute Schüler. Auf ihren Zeugnissen steht fast hinter jedem Fach die Note „sehr gut“. Am liebsten mag Hermine Musik – sie spielt auch selbst Flöte. Nils – typisch Junge – spielt lieber Fußball und seine Lieblingsfächer sind Turnen und Philosophie. Nur ein Hobby teilen sich die beiden: das Lesen. Und so kann am 2. Juli eigentlich gar nichts schief gehen, wenn sie in der traditionellen Rede die Gäste begrüßen und den Spendern danken. Die Rede müssen sie nämlich nicht auswendig aufsagen, sondern vorlesen.

Ihre Lehrerin Birgit Kraushaar steht dann wieder in der ersten Reihe. Das macht sie schon seit 30 Jahren – genauso lange unterrichtet sie nämlich Plattdeutsch und bereitet in jedem Jahr aufs Neue die Kinder auf ihren großen Auftritt vor. Mit Leib und Seele hänge sie an der Sprache, erzählt sie. Warum? „Weil sie so weich und herzlich klingt. Selbst wenn man mal etwas schimpft, klingt das nie verletzend.“ Und so darf Frau Kraushaar Hermine und Nils auch gern mal „meine kleinen Schieter“ nennen, und diese quittieren das mit einem Kichern.

Carolin Riemer

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