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Saaler Glockenturm braucht Hilfe

Saal Saaler Glockenturm braucht Hilfe

Kosten für Sanierungsarbeiten werden auf mindestens 150 000 Euro geschätzt

Saal. Der Glockenturm ist das Wahrzeichen von Saal und braucht dringend Hilfe. „Sehr viel Hilfe“, betont Pastor Wolfgang Miether. Nachdem 2011/2012 die Balkenkonstruktion des Turmsockels aufwändig saniert und auch die Holzschürze komplett erneuert wurde, wolle man sich nun auch die darüber liegenden Teile vornehmen, erläutert er. So müssen die verbretterte Außenhaut des Turms oberhalb der Schürze erneuert und die Schäden an der Holzkonstruktion in den oberen Bereichen beseitigt werden. Der Dachstuhl muss ebenfalls saniert und das Dach neu eingedeckt werden.

 

OZ-Bild

Pastor Wolfgang Miether vor der Eingangstür zum Glockenturm. Beim Erntedankfest am 2. Oktober kann der Turm bestiegen werden.

Quelle:
OZ-Bild

Der achteckige Grundriss des Saaler Glockenturms ist ungewöhnlich.

Quelle: Fotos: Edwin Sternkiker
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Pastor Wolfgang Miether vor der Eingangstür zum Glockenturm. Beim Erntedankfest am 2. Oktober kann der Turm bestiegen werden.

Quelle:
OZ-Bild

Der achteckige Grundriss des Saaler Glockenturms ist ungewöhnlich.

Quelle: Fotos: Edwin Sternkiker

Wer die Sanierung des Glockenturms unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden:

Ev. Kirchengemeinde Damgarten- Saal – Glockenturm Saal, IBAN: DE87 1505 0500 0532 0009 27, Sparkasse Vorpommern

Der Saaler Glockenturmist ein besonderer Schatz. Er braucht unsere Hilfe.“Wolfgang Miether, Pastor

„Arbeiten, die dringend notwendig sind, schon seit Jahrzehnten regnet es an etlichen Stellen rein“, so Miether.

Eine weitere „Baustelle“ sind die beiden Glocken, die 1797 bzw. 1820 gefertigt wurden. „Sie sind zwar sehr schön, hängen aber falsch, nämlich in einem so genannten gekröpften Joch. Sollen Schäden an den Glocken verhindert werden, brauchen sie eine neue Aufhängung in einem geraden Holzjoch“, erläutert Miether weiter.

Unterm Strich rechnet er mit Kosten von mindestens 150 000 Euro. Ein Teil des Geldes soll mit Hilfe des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises aufgebracht werden, man werde sich auch an Stiftungen wenden. Er hoffe aber auch auf Spenden. „Der Anfang ist bereits gemacht. Nachdem ich im letzten Gemeindebrief auf die Probleme des Saaler Glockenturms hingewiesen hatte, wurde auf Initiative einer Saalerin eine Haussammlung gestartet, die von weiteren Frauen unterstützt wurde. Dabei kamen um die 4000 Euro zusammen. Dafür bin ich sehr dankbar“, so Miether. Jetzt soll dieser Schwung genutzt werden, um weitere Spenden einzuwerben. Aus diesem Grund hat der Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus Damgarten-Saal entschieden, das diesjährige Erntedankfest mit einem zentralen Gottesdienst für die ganze Familie am 2. Oktober in Saal zu feiern. Das Programm sieht wie folgt aus: Um 10.30 Uhr beginnt der Gottesdienst mit der evangelischen Kita „Sonnenblume“

und der evangelischen Löwenzahnschule Damgarten. Danach wird zum gemeinsamen Mittagessen im Pfarrgarten Saal eingeladen. Anschließend finden ein Erntedankmarkt mit Produkten aus der Region und ein Flohmarkt statt. Und es wird auch Führungen durch die Saaler Kirche geben.

Den Besuchern des Erntedankfestes soll am 2. Oktober aber auch die Möglichkeit gegeben werden, die massive Balkenkonstruktion des Turmes in Augenschein zu nehmen. Deshalb wird er an diesem Tag in Begleitung begehbar sein. Und wer möchte, kann den Turm auch besteigen. Wer sich dazu entschließt, sollte allerdings gut bei Puste sein, denn der Weg nach oben führt über eine steile Leiter. „Wenn wir mit dem Erntedankfest den Glockenturm in den Fokus rücken, dann deshalb, um den Menschen zu zeigen, was für ein Kleinod er ist“, macht Miether deutlich. Nicht nur, weil er achteckig ist, sondern auch deshalb, weil er wesentlich älter ist, als lange angenommen wurde. In verschiedenen Veröffentlichungen heißt es, er sei um 1730 bzw. 1735 erbaut worden. Seit einiger Zeit weiß man es besser: Um 1735 wurde der Turm lediglich saniert und erhielt eine zusätzliche Konstruktion sowie eine Holzschürze. Tatsächlich wurden die Bäume für die mächtigen Balken, aus denen seine ursprüngliche Konstruktion besteht, bereits im Jahre 1475 gefällt. Das ergaben dendrochronologische Untersuchungen, die im Vorfeld der im Jahre 2012 durchgeführten Sanierungsarbeiten vorgenommen wurden.

Älter als angenommen

Der achtseitige , aus massiven Balken errichtete Glockenturm steht nordöstlich von der Saaler Kirche. Er ist außen verbrettert und war im unteren, ausgestellten Teil viele Jahre lang mit Dachpappe versehen. Diese wurde im Zuge der Sanierungsarbeiten 2011/2012 beseitigt und durch Lärchenholz ersetzt. Die Bäume für die mächtigen Balken, die seine Konstruktion bilden, wurden 1475 gefällt. Damit ist der Turm wesentlich älter als bisher angenommen. Inschriften über der Tür verweisen auf Renovierungen 1735 und 1828. Die beiden Glocken sind von 1797 und 1820. Sie wurden von Gottlieb Metzger und Simon Zach, beide aus Stralsund, gefertigt. Im Turm befindet sich ein vermutlich aus der Zeit um 1735 stammendes Uhrwerk.

Edwin Sternkiker

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