Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Schipperhalle genehmigt

Barth Schipperhalle genehmigt

Bau der 600 Quadratmeter großen Bootslagerhalle in Barth wurde vom Landessportbund bewilligt

Voriger Artikel
Mit Reitspaß erfolgreich: Jugendherberge ausgebucht
Nächster Artikel
Wassersport in Saal: Baustart im kommenden Jahr?

Für die neue Bootslagerhalle am Barther Hafen sind alle Formalitäten erledigt.

Quelle: Fotos: Volker Stephan/privat

Barth. Die Stadt Barth möchte ihren Wirtschaftshafen mit einer zweckgemäßen Nutzung beleben. Die Verantwortlichen hatten in diesem Jahr kurz davorgestanden, hier das im Stadtforst geschlagene Holz umzuschlagen, um es über den Seeweg zu den Käufern zu transportieren. Doch plötzlich stürzten die Holzpreise derart in den Keller, dass sich ein Verkauf zu diesen Konditionen nicht lohnt.

Das Flusskreuzfahrtschiff „Excellence Coral“ hatte dagegen am vergangenen Wochenende zu Testzwecken problemlos im Wirtschaftshafen angelegt und damit den Beweis erbracht, hier ohne Einschränkungen den wöchentlichen Bettenwechsel vornehmen zu können. Damit ist nun die Möglichkeit gegeben, bei Mehrfachanläufen von Kreuzfahrtschiffen oder bei sehr lebhaften Veranstaltungen am Hafen die Pier des Wirtschaftshafens als Reservevariante zu nutzen. Wie Bauamtsleiter Manfred Kubitz berichtete, habe das Bauamt speziell zu diesem Zweck die Landanschlüsse an den Standard der Kreuzfahrtschiffe anpassen lassen. Die Möglichkeit für Reisebusse und Versorgungsfahrzeuge, direkt an die Schiffe heranzufahren, kann als zusätzliches Plus dieser Liegevariante gewertet werden.

Auch auf der gegenüberliegenden Westseite des Stadthafens, auf dem Gelände des Barther Segler-Vereins, sollen noch im August die Bauleute in Aktion treten. Dort wird innerhalb weniger Wochen der lang ersehnte neue Schipperschuppen Gestalt annehmen. „Es liegen alle Genehmigungen vor. Das Fassadenbild wurde im Einvernehmen geändert und sieht jetzt noch schöner aus“, so der Bauamtsleiter. Das Hallenbauprojekt wurde durch den Landessportbund bewilligt und wird durch das Landesförderinstitut mit Landes- und EU-Mitteln gefördert. Weil die moderne, etwa 600 Quadratmeter große Bootslagerhalle in den Sommermonaten auch für Veranstaltungen genutzt werden kann, beteiligt sich die Stadt mit einem Eigenanteil an der Förderung.

Das Vorhaben, die Innenseite der Westmole als Standort für schwimmende Ferienhäuser zu etablieren, ist nicht zu den Akten gelegt worden. Insgesamt drei Investoren bzw. Betreiber hatten in der Vergangenheit daran Interesse bekundet. „Jedoch war es aufgrund der Fülle wichtigerer Vorhaben zunächst in den Hintergrund gerückt“, erklärte Manfred Kubitz, „soll aber demnächst mit einem Interessenbekundungs-Wettbewerb fortgeführt werden.“ Bei diesem Verfahren würden die potenziellen Investoren ihre Projekte an die von der Stadt geforderten Bedingungen und geäußerten Wünsche anpassen und entsprechende Angebote unterbreiten.

Noch ein Vorhaben, das vor langer Zeit im Zusammenhang mit der Erschließung des alten Zuckerfabriksgeländes zum maritimen Gewerbegebiet schon einmal angedacht war, soll demnächst – wenn auch in geänderter Form – umgesetzt werden. Damals hatte man die Idee, den alten Bahndamm zwischen Sundischer Straße und Trebin als Zufahrtsstraße zum Wirtschaftshafen auszubauen. Die heutigen Vorstellungen fallen bescheidener aus und gehen in Richtung eines Radweges als Zubringer zum europäischen Fernradweg Nr.10, der in diesem Abschnitt vom Hafen über die Jugendherberge nach Dabitz führt. „Seit 2013 gibt es ein neues Programm der Pomerania, das die Förderung dieses Vorhabens erlauben würde. Wir sind jetzt dabei, die Trasse zu erwerben“, teilte der Bauamtsleiter mit. Die sei zwischendurch an einen Windmüller verkauft worden, der sie als Ausgleich für den Verlust von Naturflächen infolge des Windkraftanlagenbaus renaturieren wollte. Der Eigentümer habe sich bereit erklärt, die Trasse an die Stadt abzutreten – die notariellen Formalitäten seien eingeleitet.

Die Fahrwassertiefe im gesamten Hafenbereich nach der vor zwei Jahren abgeschlossenen Baggerung bezeichnete Manfred Kubitz als ausreichend, eine erneute Tiefenpeilung ist erst nach Ablauf einer Frist von fünf Jahren vorgesehen. Auch die Wasserqualität des Hafens und insbesondere der neu gestalteten Badestelle an der Jugendherberge stufte er als zufriedenstellend ein.

Sperrung am Hafen

Wegen der bevorstehenden Segel- und Hafentage in Barth kommt es am Barther Hafen zu einer Sperrung für den Verkehr. Sie tritt am 1. August um 9 Uhr in Kraft und dauert bis zum 8. August, 7 Uhr. Der Trebin bleibt ab Ecke Reifergang weiterhin befahrbar, auch der Großparkplatz zwischen Osthafen und altem Wirtschaftshafen stehe der öffentlichen Nutzung zur Verfügung. Für die Wohnwagen, Trailer und Lkw der Schausteller soll in diesem Jahr die zuvor abgemähte Bossow-Fläche bereitgestellt werden.

Volker Stephan

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Berlin

Lange Staus und gesperrte Brücken haben auch wirtschaftliche Folgen. Bund, Länder und Gemeinden sollten mehr für die Infrastruktur ausgeben, fordert das Institut der deutschen Wirtschaft. Sonst räche sich das Versäumnis bald.

mehr
Mehr aus Barth
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.