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Barth Schnupperkurs in Gottes Gärtchen

Rund 200 Bibelgärten gibt es in Deutschland – einer davon ist in Barth / Ein Rundgang

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Empfanden die Führung durch den Barther Bibelgarten interessant: Eva und Andreas Högerle aus Burscheid. Fotos (2): Susanne Retzlaff

Barth. Unter der Zeder zwischen Ölbaum und Passionsblume begrüßt Gartenbau-Ingenieurin Anette Lukesch die kleine Gästeschar, die sich zur Führung durch den Bibelgarten eingefunden hat. Die Olive hält sich tapfer, obwohl Barth nicht das richtige Klima hat, die Passionsblume symbolisiert Jesu Wundmale und Dornenkrone, und der Partnerbaum der schlanken Libanonzeder steht im Luthergarten zu Wittenberg.

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Rund 200 Bibelgärten gibt es in Deutschland – einer davon ist in Barth / Ein Rundgang

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Ich habe viele der Kräuter im eigenen Garten, es ist sehr interessant, die biblischen Bezüge zu erfahren.“ Eva Högerle, Urlauberin aus Burscheid

„Nein, sie nadelt nicht“, versichert die Bibelgärtnerin auf Nachfrage und macht einen Ausflug in die Geschichte. Etwa 110 Pflanzen seien in der Bibel erwähnt, sagen Botaniker. Ein früher Bibelgarten finde sich Mitte des 19. Jahrhunderts in England und auch die theologische Fakultät in Greifswald habe sich schon einmal für Israels Pflanzenwelt interessiert. Als das Bibelzentrum Barth 2001 eröffnete, war die Zahl der Bibelgärten in Deutschland auf etwa 20 angewachsen, inzwischen hat sich ihre Zahl verzehnfacht. In Barth sind es vier Themenkreise, die alle erdenklichen Verbindungen zwischen Pflanzenwelt und Christentum knüpfen: in der Bibel erwähnte Pflanzen, Klosterpflanzen, Pflanzen mit biblischen Namen und christlich geprägte Symbol-Pflanzen. Da darf natürlich der Wein nicht fehlen, der in diesen Tagen seine roten Trauben leuchten lässt. Bernd Krebs aus Zingst probiert die Beeren: „Lecker, fruchtig und süß“.

So gibt es Herrgottsbart und Hiobsträne, Josephsblume, Johanniskerze und Judassilberling. Anette Lukesch zupft ein Blüte von der Kapuzinerkresse, deren Zipfelchen an die Kapuzen der Mönche erinnern.

Schönes und Duftendes wurde gern der Jungfrau Maria zugeordnet. Das Marienblatt verströmt minziges Aroma, und der süße Duft von frischem Heu ungedüngter Wiesen ist das Cumarin aus dem Mariengras.

Rizinus, eine giftige Zierpflanze, die Jona in der Wüste beschattete, Engelstrompete, Erdbeere, Benediktenkraut, Akanthus, Hauswurz und Kirchenblume (Ysop), die so anregend duftet, dass man sie mit in die Kirche nahm, um beim Gottesdienst wach zu bleiben. Rund 100 göttliche Pflanzen gedeihen unter Anette Lukeschs Obhut. Taumellolch und Hartweizen sehen sich in ihrer Jugend zum Verwechseln ähnlich, also auf die Früchte warten, dann urteilen, übersetzt Lukesch.

Der Klostergarten mit Bohnenkraut, Weinrauke, Thymian oder Salbei war oft nahe der Krankenstation angelegt, und Medizin muss nicht bitter sein. Familie Högerle aus Burscheid und Familie Krebs aus Zingst tauschen derweil Rezepte aus. „Ich habe viele der Kräuter im eigenen Garten, es ist sehr interessant, hier die biblischen Bezüge zu erfahren“, freut sich Eva Högerle und schnuppert an ihrem Sträußchen aus Thymian, Bohnenkraut und Weinrauke.

Susanne Retzlaff

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