Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Schulfusion: Noch kein Durchbruch

Schulfusion: Noch kein Durchbruch

Für die geplante Schulzusammenlegung in Barth sind noch keine Fördermöglichkeiten gefunden worden / Doch aus Schwerin gibt es positive Signale / Bis Sommer soll die Finanzierung stehen

Unter Eltern in Barth geht das Gerücht um, dass für die Stadt der Kurs der geplanten Schulzusammenlegung nicht völlig klar sei. Ist da was dran?

 

OZ-Bild

Wir sind weiterhin in Gesprächen mit dem Land.“ Bürgermeister Stefan Kerth (SPD)

Quelle:

Stefan Kerth: Nein. Es hatte nach Äußerungen im Bildungsausschuss zuletzt vielleicht den Anschein, als ob nicht ganz klar sei, wo wir hin wollen. Der Weg ist jedoch klar. Daran gibt es nichts zu rütteln. Anderslautenden Gerüchten sollte man keine Bedeutung beimessen.

Wie ist der Weg?

Kerth: Nachdem die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorlaggen, haben die Stadtvertreter mehrheitlich beschlossen, eine Zusammenlegung des Regional- und Gymnasialteils in Barth weiter zu verfolgen. In den jetzigen Regionalschulteil soll dann die Nobert-Grundschule ziehen. Die Sporthalle der jetzigen Regionalschule soll saniert werden. Ich bin von den Stadtvertretern beauftragt worden, Fördermöglichkeiten abzuklären und dann Förderanträge zu stellen.

Aber immerhin scheint es doch, als ob in dieser Frage Stillstand eingetreten sei. Die Stadtvertreter haben den Beschluss ja bereits im September 2015 gefasst...

Kerth: Das ist wahr. Dass das so lange kein Thema mehr war, mag nach außen hin vielleicht den Anschein haben. Aber von Stillstand kann nicht die Rede sein. Allerdings wäre ich persönlich mit der Finanzierung gern schon ein Stück weiter gewesen.

Wie sind Ihre bisherigen Gespräche in Schwerin verlaufen?

Kerth: Ohne Fördermittel können wir nicht bauen. Wir sind leider noch nicht so weit, dass wir einen Durchbruch haben. In Schwerin gibt es jedoch das Einsehen, dass die Stadt die Finanzierung der Schulzusammenlegung nicht aus eigener Kraft lösen kann, und Schwerin will uns unterstützen. Diese Zusicherung haben wir.

Aber eben noch keine Fördermittel. Stehen denn noch Gelder in Aussicht?

Kerth: Es gibt vom Land, auch wenn es vielleicht viele vermuten, kein Förderprogramm zur Sanierung von Schulen. Der Bildungsminister hat keinen einzigen Cent für Investitionen. Deshalb muss eine Förderung eingegliedert werden in andere Förderinstrumentarien. Es gibt durchaus Förderprogramme, die aber nicht auf Bildung gemünzt sind. Wir sind weiterhin in Gesprächen mit dem Land, Mittel für unser Vorhaben zu erhalten.

Bis wann wollen Sie die Finanzierung gesichert haben?

Kerth: Wir müssen da unbedingt vorankommen, auch weil die Regionalschule ein akutes Raumproblem hat. Ich möchte innerhalb der ersten Jahreshälfte einen Durchbruch haben, was die Finanzierung betrifft. Das ist mein Ziel. Die Bereitschaft, die Finanzierung mit zu unterstützen, diese Signale haben wir aus Schwerin.

Angenommen, das Grundgerüst der Finanzierung steht bis zum Sommer, ab wann könnte die Schulzusammenlegung dann Realität werden?

Kerth: Erst muss der geplante Anbau am Gymnasialteil fertig sein. Das ist die Voraussetzung für alles Weitere. Vor dem Schuljahr 2018/2019 wäre die Zusammenlegung nicht zu schaffen. Das ist auch logistisch eine große Aufgabe.

Also in diesem Jahr ist noch nicht mit einem Umzug der jetzigen Grundschule an den Regionalschulteil zu rechnen?

Kerth: Definitiv nein.

Nun ist vom Land bekannt geworden, dass es auch bei den Förderschulen Veränderungen geben könnte. Auch Barth hat eine Förderschule. Könnte sich das auf die geplante Schulzusammenlegung auswirken?

Kerth: Nein. Unsere bisherigen Überlegungen sind dadurch nicht infrage gestellt. Außerdem ist nicht die Stadt Träger der Barther Förderschule, sondern der Landkreis Vorpommern-Rügen.

Wissen Sie schon, ob die Sporthalle am jetzigen Regionalschulteil komplett oder zunächst nur teilweise saniert werden soll?

Kerth: Ob es eine Komplett- oder Teilsanierung der Sporthalle wird, das steht gegenwärtig noch nicht fest. Das muss man am Ende sehen. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass wir die Sporthalle mit einem Schlag hinkriegen. Es wäre nicht lebensnah, wenn wir die Sporthalle gleich mit anfassen würden. Wenn dafür Fördermittel zur Verfügung stehen würden, würden wir es tun.

Von Interview von Detlef Lübcke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ribnitz-Damgarten

Um die neuen Möglichkeiten des Personalausweises dreht sich ein Vertragsentwurf, der derzeit beim Landkreis diskutiert wird.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Barth
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.