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Barth Stadt zieht Ausschreibung zurück

Abgegebenes Gebot zur Sporthallensanierung verlangt mehr Geld, als die Kommune eingeplant hat

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Die Sporthalle im Stadtteil Barth-Süd ist 40 Jahre alt.

Quelle: Foto: Volker Stephan

Barth. Eine Sporthallensanierung ist heutzutage nicht einfach: Die Stadt Barth hat die Ausschreibung für den Rohbau der Sporthalle in Barth Süd zurückgezogen. Acht Unternehmen hätten zwar die Ausschreibungsunterlagen dafür angefordert, aber nur eines hatte ein Gebot abgegeben, so Bauamtsleiter Manfred Kubitz. Und dieses Angebot war doppelt so teuer wie angenommen. „Deshalb haben wir die Ausschreibung zurückgenommen, um ihren Inhalt zu ändern. Wir überlegen nun, in welchem Umfang wir zum Rohbau gehörende Leistungen, wie Wandverkleidungen, Tischlerarbeiten und Kernbohrungen, herausnehmen und separat an örtliche Unternehmen vergeben.“ Die geänderte Rohbauausschreibung gehe an alle Firmen, die auch beim ersten Mal teilgenommen haben.

Ein Grund für die hohen Kosten ist die Zeit, so Kubitz. Weil zwischen Planung und Realisierung oft Jahre vergehen, sind die ursprünglichen Schätzungen niedriger angesetzt. Außerdem sind die Leistungen von Bau- und Handwerksbetrieben momentan ohnehin so gefragt, dass viele gar keine freien Kapazitäten haben.

Seit mehr als zehn Jahren versucht die Stadt Barth, Fördermittel für die dringend notwendige Sanierung der Sporthalle Süd zu bekommen. Am 11. September überbrachte Infrastruktur-Minister Christian Pegel endlich den Bewilligungsbescheid über 2,3 Millionen Euro aus einem Städtebauförderungs-Sonderprogramm. Das Gesamtvolumen der Sanierung beläuft sich auf 2,65 Millionen Euro.

Weil alle erforderlichen Planungsunterlagen, Statikberechnungen und auch die Baugenehmigung bereits vorlagen, konnte das Bauamt sofort das Ausschreibungsverfahren in Gang setzen. In der vergangenen Woche hatte der Hauptausschuss bereits den Zuschlag für drei Gewerke erteilt. Im nichtöffentlichen Teil der Stadtvertretersitzung am Donnerstagabend wurde die Vergabe für vier weitere Gewerke beschlossen. „Weitere Ausschreibungen laufen, insgesamt sind Lose für 24 Gewerke zu vergeben“, erklärte der Bauamtsleiter.

Aber es gab auch Lichtblicke bei den bisherigen Geboten, denn zwei andere Gewerke lagen sogar unter dem Schätzpreis. Setzt sich der Trend zu höheren Kosten nicht fort, könnte das Vorhaben mit den vorhandenen Mitteln geschafft werden, so die große Hoffnung von Manfred Kubitz.

Als einen Beitrag zur Kostensenkung nimmt der Technische Betrieb der Stadt die Vorbereitung der Abrissarbeiten selbst vor. Dazu gehören unter anderem die Schaffung der Baufreiheit im Außengelände sowie die Entsorgung des alten Inventars und der veralteten Sportgeräte.

Der eigentliche Abriss der Innenwände und des Hallenbodens soll Ende November beginnen, die bisherigen Außenwände und das Dach bleiben erhalten. „Das Dach ist ja erst vor zwölf Jahren erneuert worden“, erinnerte der Bauamtsleiter. Die Außenwände werden zeitgemäß gedämmt.

Große Veränderungen wird es dagegen im Halleninneren geben. Hier wird die bisherige Struktur des Eingangs- und Umkleidebereiches einschließlich der Sanitärräume komplett verschwinden, um Platz für einen völlig neuen Raumzuschnitt zu machen. Der Zuschauerbereich soll sich von 250 auf etwa 190 Sitzplätze verkleinern, der hölzerne Hallenboden wird einem Betonboden mit Spezialbelag weichen. Die gesamte Sporthalle wird ebenerdig und damit behindertengerecht sein. Unter anderem sollen die Barther Kraftsportler einen eigenen und größeren Trainingsbereich erhalten, den sie über einen gesonderten Eingang betreten können. „Natürlich wird die Halle auch anderen Barther Vereinen zur Verfügung stehen“, versicherte Kubitz. Während der Bauarbeiten werden die Schüler der benachbarten Liebknecht-Schule mit Bussen zum Sportunterricht in die Vineta-Halle gefahren.

Über die Farbe der Halle – sieben Vorschläge hat die aib-Bauplanung Nord Rostock unterbreitet – wird zu gegebener Zeit der Bauausschuss beraten. „Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant – denn dann müssen auch die Fördergelder abgerechnet werden.“ Der Bauamtsleiter zeigte sich hinsichtlich der Termintreue optimistisch – vor allem, weil es sich um eine Winterbaustelle handelt, auf der die meisten Arbeiten unabhängig von Wetter und Temperaturen getätigt werden können. Die 40 Jahre alte Halle steht mit einem Restwert von 460000 Euro in den Büchern der Stadt. Ihr Wert wird sich um die Bausumme erhöhen.

Volker Stephan

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