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Täglich 13 Tonnen Tomaten geerntet

Barth Täglich 13 Tonnen Tomaten geerntet

Gestern wurden die letzten gepflückt / 2017 war trotz des fehlenden Lichts ein gutes Anbaujahr

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Mit scharfem Blick und flinken Händen sorgen die Mitarbeiterinnen dafür, dass nur einwandfreie Tomaten verpackt werden. FOTOS (3): VOLKER STEPHAN

Barth. Im älteren der modernen Großgewächshäuser der Hahn Gemüsebau GmbH in Barth wurden gestern die letzten Tomaten der Anbausaison geerntet. Produktionsleiterin Elfi Lausch schätzte den Tagesertrag auf etwa 13 Tonnen. Zusammen mit den bereits Ende der letzten Woche geernteten Tomaten kann der Großhandel noch eine Woche lang beliefert werden.

OZ-Bild

Gestern wurden die letzten gepflückt / 2017 war trotz des fehlenden Lichts ein gutes Anbaujahr

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Die Ernte in Zahlen

6,6 Hektar Anbaufläche haben die Großgewächshäuser.

13 Sorten Tomaten, Gurken und Paprika wurden angebaut.

80 Mitarbeiter waren während der Spitzenzeit beschäftigt.

15 bis 20 Tonnen Tomaten verpackt die Maschine täglich. 2 Sattelzüge pro Tag verlassen noch immer den Betrieb.

Auch die Barther Kunden haben noch bis Mitte/Ende der nächsten Woche Gelegenheit, sich mit den letzten Barther Tomaten des zu Ende gehenden Jahres einzudecken. „Wenn man sie dunkel und kühl, aber möglichst nicht unter 10 Grad lagert, kann man auch zu Weihnachten und Silvester noch Barther Tomaten auf dem Tisch haben“, so die Produktionsleiterin.

Bis auf die Gurken und die gelbe Cherrytomate sind am Vermarktungsstand in der Versandhalle noch alle Tomaten- und Paprikaspezialitäten vorhanden. „Unser Stand, den wir seit vielen Jahren extra für unsere Privatkunden und die kleinen Händler unterhalten, wurde noch mehr als in den Vorjahren frequentiert “, berichtete Standchefin Anita Voigt. Sie verkaufte das frische Gemüse bereits in einem der alten Gewächshäuser, bevor sie 2007 in die neue Vermarktungshalle umzog. Nach so vielen Jahren hätten einige Barther erst jetzt den Weg zu ihr gefunden“, wunderte sie sich. Dagegen könne sie sich von Jahr zu Jahr über mehr Urlauber unter den Kunden freuen. „Manche Urlauber, aber auch Kunden, die unsere Tomaten in ihrer Heimat kauften, schickten uns anschließend Postkarten, E-Mails und Briefe, in denen sie sich für die Qualität und den guten Geschmack bedankten“, ergänzte Elfi Lausch.

Gleich neben dem Stand sorgten an der Verpackungsstrecke flinke Frauenhände dafür, dass nur einwandfreie Tomaten in die letzten der für den Großhandel bestimmten Pappschalen gelangten. Gewogen, verschlossen und bedruckt wurden sie automatisch, bevor junge Mitarbeiter sie in Kisten legten und diese wiederum auf Versandpaletten stapelten.

Noch lange nicht wird in den Gewächshäusern Ruhe einkehren, denn nun müssen sie fit für die nächste Anbausaison gemacht werden. Bereits ab Mittwoch werden die Heizungsrohre zwischen den Reihen, auf denen sonst die Erntewagen rollen, mit langen Folienbahnen abgedeckt. Auf diese werfen die Mitarbeiter dann die ausgetrockneten und abgeschnittenen Pflanzenreste. Anschließend rollt eine Maschine die Folienbahnen ein, wobei die Pflanzenteile in einen Shredder gelangen und zerkleinert werden. Nach dem Einsammeln der Pflanzenballen werden die Abteilungen gesäubert und desinfiziert, bevor fast alle Mitarbeiter Anfang Dezember in den Weihnachts- und Winterurlaub gehen. Nur das Leitungspersonal bleibt noch bis kurz vor Weihnachten im Betrieb. Anfang Februar soll bereits die Pflanzung für das Anbaujahr 2018 erfolgen.

2017 sei trotz des fehlenden Lichts ein gutes Anbaujahr gewesen, schätzte Elfi Lausch ein. Die überproportional vielen dunklen Tage mit der um acht Prozent verminderten Lichtausbeute habe man zum Teil durch mehr Zuwendung für die Pflanzen wettmachen können. „An den Ertrag des Vorjahres sind wir zwar nicht herangekommen, können aber trotzdem ganz zufrieden sein.“

Im kommenden Jahr wolle man auf die bewährten Sorten setzen. Nur der rote Blockpaprika solle gegen eine noch besser schmeckende Sorte ausgetauscht und eine neue Spezialität mit dem Namen „Erdbeertomate“ ausprobiert werden. „Ich bin schon sehr neugierig darauf, wie die schmecken“, so Elfi Lausch. Die Bestellung des Saatgutes für die kommende Saison sei längst erfolgt, denn der Pflanzenaufzuchtbetrieb müsse es spätestens Anfang Dezember in die Erde bringen.

Volker Stephan

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