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Wassersport in Saal: Baustart im kommenden Jahr?

Saal Wassersport in Saal: Baustart im kommenden Jahr?

Landkreis, Gemeinde und Investor einigten sich langer Diskussion / Im September soll der B-Plan für einen Sanitärtrakt mit Schulungszentrum beschlossen werden

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Eine von zwei Kite- und Surfschulen im Wassersportcenter in Saal. Doppeldeckerbusse werden als Büros genutzt. Für die Wassersportler soll es bald einen festen Sanitärtrakt mit Toiletten und Duschen geben.

Quelle: Fotos: Robert Niemeyer

Saal. Wassersport auf dem Bodden vor Saal ist beliebt, jedes Jahr pilgern Kiter und Surfer zu dem sogenannten Hotspot westlich des Dorfes. Und eigentlich sollte das Gelände schon längst weiterentwickelt werden, am vergangenen Dienstag – so der Plan – sollte die Satzung für den Bebauungsplan „Wassersport“ der Gemeinde Saal bei der Gemeindevertretung beschlossen werden. Doch der Landkreis machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. „Die Stellungnahme war eine Katastrophe“, sagte Saals Bürgermeister Wolfgang Pierson. Diverse Forderungen wurden von Behörden der Kreisverwaltung aufgestellt. Dabei geht es unter anderem um Lärmschutz oder Vogelschutz. Das Gelände, auf dem gebaut werden soll, liegt im Landschaftsschutzgebiet.

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Landkreis, Gemeinde und Investor einigten sich langer Diskussion / Im September soll der B-Plan für einen Sanitärtrakt mit Schulungszentrum beschlossen werden

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Im Frühjahr hätte das Projekt kippen können. Dann wäre das wieder Weide- land geworden.“Holger Aulrich, Investor

Das war eine Art Ablehnung. Wir mussten erstmal die Wogen glätten.“Wolfgang Pierson, Bürgermeister von Saal

Die Stellungnahme des Landkreises ging laut Bürgermeister Pierson sogar so weit, dass gar eine Untersagung des Wassersports dort im Raum stand. „Das war eine Art Ablehnung. Wir mussten erstmal Gespräche führen, um die Wogen zu glätten“, so Pierson.

Vor Jahren hatten die Arbeiten an dem B-Plan bereits begonnen. Eigentümer ist Holger Aulrich, Geschäftsführer des Milchhofs Saal und der Firma Biogas Saal. Über letztere werde die Investition getätigt.

Zwei Kite- und Surfschulen haben sich auf dem Gelände eingemietet, Dixi-Toiletten und unter anderem Doppeldeckerbusse als Büro gehören zur Ausstattung. „Seit 14 Jahren sind wir hier. Es war immer ein harter Kampf“, sagt Torsten Simon. Der 40-Jährige leitet das Wasersportcenter Saal.

Bislang findet der Wassersport an der Stelle jedoch lediglich mit einer Sondergenehmigung statt. Ziel war es, wildes Surfen und Kiten zu unterbinden und in organisierte Bahnen zu lenken. Holger Aulrich: „Das ist ein ideales Gebiet. Windrichtung West, flaches Gewässer, ideal für Anfänger.“

Um nicht jedes Jahr aufs Neue eine Sondergenehmigung zu beantragen, entstand der Plan, mit einem festen Bau dauerhaft eine Lösung zu finden. 2008 hatte es bereits eine positive Stellungnahme vom Landkreis gegeben. Trotzdem blieb das Projekt stecken. Jetzt sollte ein neuer Anlauf unternommen werden.

Eigentlich war bereits im Frühjahr geplant gewesen, dass die Gemeindevertreter den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan fassen. Doch daraus wurde nichts. „Plötzlich waren die bereits getroffenen Absprachen nicht mehr ausreichend“, sagt Holger Aulrich. Ein Punkt dabei: Die Ausgleichsmaßnahmen sollten verdoppelt werden, Aulrich sollte als Investor also nochmal eine stattliche Summe in Ökopunkte stecken. Hinzu kamen weitere Gutachten, die der Investor erstellen sollte. „Im Frühjahr hätte das ganze Projekt kippen können. Dann wäre das wieder Weideland geworden.“

Doch die Beteiligten setzten sich an einen Tisch, räumten Probleme aus und einigten sich laut Aulrich darauf, dass nun lediglich ein Lärmschutzgutachten erstellt werden müsse. Nach der Sommerpause im September soll die Gemeindevertretung schließlich den lange verschobenen Beschluss fassen, damit gebaut werden kann.

Geplant ist ein Wassersportzentrum. Im ersten Schritt soll ein Gebäude mit Toiletten und Duschen sowie Schulungsraum entstehen. Auch Stellplätze für Wohnmobile sind geplant. „Wir wollen das Gelände so naturbelassen wie möglich lassen“, so Aulrich. Investiert werde in kleinen Schritten. „So wie wir es uns leisten können. Das soll langsam weiter wachsen. Wir wollen den Tourismus fördern, aber ohne Massentourismus.“

Die Wassersportler finden’s super. „Wir freuen uns, dass der Bauherr so viel Biss gezeigt hat. Und auch wir wollen das nicht hochpushen, weil das Gelände sonst sein Flair verlieren würde“, so Torsten Simon. Seit zwölf Jahren gibt es die Kiteschule an diesem Standort. An Wochenenden sind hier bis zu 80 Wassersportler auf dem Bodden. Simon: „Wir haben keine Laufkundschaft, sondern ein gut ausgebautes Netzwerk und einen guten Ruf.“

Robert Niemeyer

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