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„Wir brauchen ein Reitwegenetz“

Karnin „Wir brauchen ein Reitwegenetz“

Der Verein „Reiten & Meer“ hat einen neuen Vorstand gewählt / Tino Leipold ist neuer Vorsitzender

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Neuer Vorstand von „Reiten & Meer“: Tino Leipold, Volkert Thomsen, Julia Baldauf und Elisabeth Reinecke. FOTO: SUSANNE RETZLAFF

Karnin. Mit einem neuen Vorstand will der Verein „Reiten & Meer“, der über die Entwicklung des Reittourismus auch die Region beleben will, die zukünftigen Herausforderungen angehen.

Einstimmig entschieden sich die neun zur Versammlung erschienenen Mitglieder für Tino Leipold, von den Bernsteinreitern in Hirschburg, als neuen Vorsitzenden. Volkert Thomsen, vom Hof Thomsen in Groß

Kordshagen, wird sein Stellvertreter. Julia Baldauf von der Jugendherberge in Barth übernimmt die Schriftführung. Die Kasse bleibt in den Händen von Elisabeth Reinecke, Hof Reinecke in Kenz-Küstrow.

Die scheidende Vorsitzende Silke Ritthaler, Soulbalance in Groß Kordshagen, stellte sich bei den satzungsmäßigen Wahlen für kein Amt mehr zur Verfügung, auch als Leiterin des Reiterstammtisches hat sie sich bereits „verabschiedet“. Ihr eigener Betrieb sei gewachsen, nicht so die tätige Unterstützung der Mitglieder. „Meine Gäste brauchen meine ganze Aufmerksamkeit. Für die aufwendige Vereinsarbeit steht mir kein zeitlicher Freiraum mehr zur Verfügung“, bedauerte sie. Stellvertreterin und Schriftführerin standen ebenfalls nicht mehr zur Wahl.

Eine Neuausrichtung des Vereins sei nötig, regte Silke Ritthaler an. Auch angesichts der auslaufenden Förderung, mit der das Tourismuskonzept „Reiten & Meer“ einst ausgezeichnet wurde, müsste über die vom Vorstand zu leistende Arbeit nachgedacht werden. Kehrseite des Erfolges? „Die Entwicklung des Reitwegenetzes stagniert, obwohl die Entscheider offen sind.“ Beschilderung und Pflege sollten die Reiter leisten, das aber koste Zeit, die offenbar niemand aufbringen kann. 149 Buchungsanfragen über den Internetauftritt habe sie seit Jahresbeginn 2016 an die Betriebe weiter geleitet, fast 20000 Menschen besuchten die Homepage, 120 Fans folgen Reiten & Meer auf Facebook.

„Wir haben Erfolg“, blickte auch Volkert Thomsen, Vater des Reittourismus-Konzepts, auf eine „tolle Saison“ zurück. „Das kommt der Region zu Gute. Aber wir müssen uns breiter aufstellen, brauchen mehr Mitglieder, auch die politischen Gemeinden. Und wir brauchen ein Reitwegenetz“, fügte er hinzu.

Tatkräftige Unterstützung wünscht sich auch der neue Vorsitzende und hält die Finanzierung eines (Teilzeit-)Mitarbeiters für nötig. „Ich habe wenig Zeit. Erwartet nicht zu viel von mir“, warnte Leipold und bedauerte, „dass wir nicht einmal Blumen für Silke haben.“ Das wenigstens kann er bei der Übergabe der Vereinsgeschäfte nachholen. Noch in diesem Jahr will sich der designierte Vorstand dann auch zur Weichenstellung treffen. Susanne Retzlaff

OZ

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