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Zum Geburtstag soll es dampfen

Barth Zum Geburtstag soll es dampfen

Barther Interessengemeinschaft feiert 15-jähriges Bestehen / Eine echte Dampfbahn soll Höhepunkt des Festes werden

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Mit ihr fing alles an: Vereinsvorsitzender Siegmar Goretzki an der historischen Dampfmaschine der ehemaligen Barther Zuckerfabrik.

Quelle: OZ

Barth. Die Winterpause ist vorbei im erhaltenen Maschinenhaus der ehemaligen Barther Zuckerfabrik. Hier sammeln sich zahlreiche historische, noch oder wieder funktionstüchtige Antriebs- und Transmissionsmaschinen. Das Herzstück der Ausstellung, die von Mai bis Oktober geöffnet hat, ist ein alter Schwungradgenerator mit seiner Dampfmaschine. Die Anlage hat 67 Jahre lang die Zuckerfabrik mit Strom versorgt.

Wahre Schätze an technischen Raritäten findet der Besucher in unserem kleinen Museum.“Gerd Erwied,

Interessengemeinschaft Barther Dampf-

maschinen

Nach dem Aus für die Zuckerfabrik ging das Gebäude in städtischen Besitz über. Es verfiel, ebenso der seit 1986 unter Denkmalschutz stehende Schwungradgenerator. „Fast 1000 PS leistete diese Maschine. Sie tat seit 1925 bis zur Abwicklung der Zuckerfabrik im Jahre 1992 ihren Dienst“, weiß Gerd Erwied von der Interessengemeinschaft Barther Dampfmaschinen.

Er sowie weitere 19 Mitglieder und Freunde kümmern sich um den Erhalt des technischen Denkmals. 2001 gründeten die Technikenthusiasten die Interessengemeinschaft. Mit Sponsorenhilfe gelang es, das Gebäude und die Maschine zu sanieren und restaurieren.

Seitdem ist das kleine Museum stetig gewachsen. Rund 30 Exponate zählt die Ausstellung zurzeit. Darunter befinden sich unter anderem Dampfmaschinen, Lokomobile, Bohr- und Schleifmaschinen. Eine historische Drehbank nutzt der Verein zur Herstellung von Ersatzteilen.

Als „wahre Schätze“ bezeichnet Gerd Erwied die technischen Raritäten. „Bei uns gibt es Technik zum Anfassen“, sagt er.

Außer Dampfmaschinen präsentieren die Barther auch andere Antriebstechnologien des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein 200-PS-Schiffsdieselmotor gehört dazu. Er hat einst einen Fischkutter angetrieben.

Auch einen Wankelmotor haben sie in ihre Sammlung aufgenommen. „Wir wollen dieses Museum ständig durch neue interessante Exponate erweitern“, erklärt Gerd Erwied.

Um sich auf dem Stand der Zeit zu halten, trifft sich der Verein regelmäßig zum Stammtisch. Hier fachsimpelt er über Energiekonzepte von der Dampfmaschine bis zur Brennstoffzelle. Unter den Mitgliedern sind gelernte Elektriker, Lokführer, ehemalige Werkleiter und Ökonomen aus Köln, Stralsund, Rostock und Barth. Heute feiern sie das 15-jährige Bestehen der Interessengemeinschaft. „Zur Feier soll es dampfen“, sagt der Vorsitzende Sigmar Goretzki. Er war der letzte Direktor der Barther Zuckerfabrik. Eine Fünf-Zoll-Echtdampfbahn soll der Höhepunkt des Festes werden. Weil der Verein seine Maschinen und Lokomobile mit Druckluft antreibt, raucht es ansonsten nur selten im Maschinenhaus. Anlässlich seines 15. Geburtstages veranstaltet der Verein einen Tag der offenen Tür.

Zu Großveranstaltungen wie dem Tag des offenen Denkmals kommen rund 100 Besucher in das kleine Museum am Barther Wirtschaftshafen. Die Jüngsten interessieren sich besonders für die selbst gebauten und funktionstüchtigen Dampfmaschinenmodelle.

Tag der offenen Tür: heute, 10 bis 17 Uhr, Am Wirtschaftshafen Ost, Barth; Eintritt frei, Spende willkommen.

Detlef Lübcke

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