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Barther Ehepaar um mehrere zehntausend Euro betrogen

Barth Barther Ehepaar um mehrere zehntausend Euro betrogen

Sie wollten bei einem Onlineshop Goldbarren bestellen - doch die Ware kam nie an. Die Polizei gibt Tipps, worauf Onlinekunden achten müssen.

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Goldbarren wollte ein Ehepaar aus Barth im Internet bestellen.

Quelle: Wolfgang Hartmann/dpa

Barth. Ein Barther Ehepaar ist Opfer eines Internetbetrugs geworden. Ihnen ist ein finanzieller Schaden im fünfstelligen Bereich entstanden. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.Am 7. Februar erstattete das Ehepaar im Polizeirevier Barth (Vorpommern-Rügen) Anzeige wegen Betruges. Der 58-Jährige und die 62-Jährige wollten sich laut Polizei offenbar finanziell absichern und erkundigten sich auf einer scheinbar rechtskonformen Internetseite nach Gold und Goldstücken. Sie entschlossen sich dazu, einige Goldbarren je 50 Gramm im Wert von mehreren zehntausend Euro zu bestellen. Der entsprechende Betrag wurde auf ein Konto überwiesen.

Mit einer übermittelten Bestellnummer sollte die Sendung über das Internet verfolgt werden können. Doch es erschien wiederholt dieselbe Meldung, dass die Ware nicht versandt wurde, da der Betrag noch nicht eingegangen wäre. Der Anbieter war für Nachfragen weder telefonisch noch per E-Mail zu erreichen, weshalb das Ehepaar zu der Internetseite recherchierte und feststellen musste, dass es sich auf Grund der zahlreichen negativen Erfahrungen anderer Nutzer wohl um eine Betrugsseite handelt.

Die Polizei rät Onlinekäufern dringend ausschließlich seriösen Anbietern zu vertrauen. „Lassen Sie sich aussagekräftige Referenzen nachweisen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und zum Vertragsabschluss drängen. Recherchieren Sie ausgiebig zum Anbieter, bevor Sie einem Geschäft zusagen“, betont die Stralsunder Polizeisprecherin Ilka Pflüger. Zudem sollte der Preis des Produkts bei anderen Anbietern wie dem Händler vor Ort verglichen werden. Denn Betrüger locken ihre Opfer mit unwahrscheinlich niedrigen Preisen, so die Polizei.

In der Regel führe auch ein Anruf bei einer Verbraucherzentrale zur gewünschten Information über einen Online-Händler. Auch beim Geldtransfer sollte auf einiges geachtet werden: „Überweisungen können nur kurzfristig rückgängig gemacht werden, wenden Sie sich daher so schnell wie möglich an Ihre Bank. Beim Lastschriftenverfahren können vorgenommene Abbuchungen noch nach einigen Tagen storniert werden. Nutzen Sie beim Onlinekauf keine Zahlungsdienste wie Western Union, paysafe oder Ukash“, rät die Polizeisprecherin.

Wer dennoch Opfer von Betrügern geworden ist, sollte mit den gesicherten Unterlagen wie Kaufvertrag, Mailverkehr und Bestellbestätigung umgehend zur Polizei gehen und Strafanzeige erstatten. Nur so könnten Löschungen von Fake-Shops konsequent vorangetrieben werden, sagt Ilka Pflüger.

Virginie Wolfram

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