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Besuch aus Tschernobyl: Am meisten lockt die Ostsee

Marlow Besuch aus Tschernobyl: Am meisten lockt die Ostsee

Marlower Tschernobylverein hat 24 Mädchen und Jungen eingeladen / Unterbringung erfolgt in der Grundschule / Auf dem Programm stehen mehrere Ausflüge

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24 Mädchen und Jungen sowie fünf Betreuerinnen sind aus Weißrussland angereist und in Marlow untergebracht.

Quelle: Peter Schlag

Marlow. Worauf hat sich Sveta bei ihrem Besuch in Deutschland am meisten gefreut? Die Viertklässlerin muss nicht lange überlegen: „Ich möchte im Meer baden.“ Da geht es dem Mädchen, deren Lieblingsfächer an der heimatlichen Schule in Weißrussland Mathe und Englisch sind, wie den meisten Mädchen und Jungen aus der Region Tschernobyl (Ukraine), die derzeit in der Marlower Schule untergebracht sind.

Jubiläum

25 Jahre besteht der Tschernobylverein Marlow. 1992 wurden die ersten Spendengüter nach Weißrussland gebracht.

11 Mitglieder hat der Verein. Zu den Aktivitäten gehört auch der international besetzte Sonnenscheincup für Nachwuchsfußballer, der alljährlich im Sommer ausgetragen wird.

Mittlerweile haben diese Ferienaufenthalte eine lange Tradition. „Wir machen das jetzt im 25. Jahr“, erzählt Sabine Druckrey vom Marlower Tschernobylverein. 1991 war dieser gegründet worden, ein Jahr später wurden erste Spendengüter nach Weißrussland gebracht.

Das ist ein Vierteljahrhundert später nicht anders – Spendentransport und Ferienaufenthalt sind zwei Schwerpunkte für den Marlower Verein. In diesem Jahr sind 24 Mädchen und Jungen eingeladen worden, erholsame Ferientage in Deutschland zu verbringen. Drei Betreuerinnen sind mitgekommen und zwei Frauen, die den Tschernobylverein seit vielen Jahren unterstützen. Auch 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, an der ukrainisch-weißrussischen Grenze gelegen, sei die Hilfe aus Deutschland ebenso wichtig wie willkommen, betont Valentina Tonko. Die 58-Jährige, Lehrerin an der Schule in Pestschanka erzählt, dass ihre Schule jedes Jahr etwa zehn Kinder in der Feriengruppe hat. Oft sind Mädchen und Jungen aus kinderreichen Familien dabei. Und Pflegekinder. Die eigenen Familien könnten diese Erholungszeit nicht finanzieren.

Für die Mädchen und Jungen ist schon der Besuch in Deutschland etwas Außergewöhnliches. Der Tschernobylverein stellt für sie aber auch noch ein sehr vielseitiges Programm zusammen, mit vielen Ausflügen. Der Marlower Vogelpark wird besucht und der Rostocker Zoo, das Rote Kreuz hat eingeladen, auch die Katholische Gemeinde. Überhaupt, betont Sabine Druckrey, sei die Unterstützung der Marlower sehr groß.

Kommenden Mittwoch werden die Weißrussen eine besondere Veranstaltung in Marlow miterleben. Dann macht die Hansetour Sonnenschein Halt auf dem Markt, die Tourleitung wird Spenden entgegen nehmen, die wiederum kranken Kindern zugutekommen.

Beim Ferienprogramm wird auch Antons Wunsch in Erfüllung gehen. Er möchte in den Aquapark. Was dank des Besuches im Stralsunder Hanse-Dom auch so kommen wird. Das Abschlussfest für die Mädchen und Jungen findet am 25. August statt. Tags darauf hat eines der Kinder Geburtstag. Abreise ist dann am 27. August.

Die Marlower ihrerseits waren in diesem Jahr auch schon in Weißrussland. Anfang Mai rollte ein Spendentransport dorthin. „Insgesamt waren das 13 Tonnen an Spendengütern“, erzählt Sabine Druckrey. Krankenhausbetten gehörten dazu, Rollstühle und Rollatoren. „Weil wir dort auch ein Seniorenheim und ein Kinderheim betreuen“, erklärt die Marlowerin. Außerdem im Gepäck: Textilien und Spielsachen. „Wir sehen ja vor Ort, wie wichtig unsere Hilfe ist“, betont Sabine Druckrey.

Peter Schlag

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