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Bürger verärgert: Stadt schreibt Tote an

Ribnitz-Damgarten Bürger verärgert: Stadt schreibt Tote an

Briefe zur Fremdenverkehrsabgabe wurden auch an längst Verstorbene in Ribnitz-Damgarten geschickt

Ribnitz-Damgarten. Die Stadt Ribnitz-Damgarten hat kürzlich Hunderte Grundstückseigentümer angeschrieben, um notwendige Daten für die neue Fremdenverkehrsabgabe zu erhalten. Dabei ist allerdings ein Fehler unterlaufen: Unter den Briefempfängern sind auch Bürger, die bereits seit langer Zeit auf dem Friedhof liegen.

Zum Ärger der Angehörigen. Eine von ihnen ist Ute Heller aus Klockenhagen. Ihr verstorbener Schwiegervater hat ebenfalls Post bekommen (Brief liegt der OZ vor). „Ich finde das makaber, er ist bereits seit neun Jahren tot. Wenn er erst im vergangenen Jahr verstorben wäre, würde ich ja nichts sagen, aber so... Sowas darf nicht passieren“, sagt die OZ-Leserin. Auch ihre Nachbarin, deren Vater 2009 gestorben ist, bekam einen an ihn adressierten Brief.

Daraufhin wandte sich Ute Heller ans zuständige Amt für Tourismus, Schule und Kultur in Ribnitz-Damgarten. Dort fühlte sie sich von der Mitarbeiterin, die sie zunächst am Telefon hatte, aber nicht ernst genommen und wandte sich direkt an Amtsleiterin Heike Karnatz. Diese kann sich den Fehler nicht erklären. „Wir haben die Daten von der Grundsteuerabteilung bekommen und nach dem Telefonat versucht aufzuklären, woran es lag, allerdings ohne Erfolg“, sagt Heike Karnatz auf OZ-Anfrage. Auch die Kollegin aus dem zuständigen Amt habe das Ganze geprüft und es sich nicht erklären können. Es handele sich jedoch um zwei Einzelfälle, versichert sie. „Ich habe mich für den Fehler bei den beiden Familien telefonisch bereits entschuldigt“, fügt die Amtsleiterin hinzu.

Die Klockenhägerin Ute Heller, die selbst in einer Behörde tätig war, vermutet, dass die Stadtverwaltung für die Briefe alte Listen benutzt haben könnte. Denn die Grundsteuerbescheide – die aus dem selben Amt kommen – würden ja seit Jahren richtig adressiert an sie und ihren Mann gehen, und nicht den verstorbenen Schwiegervater. Sie hofft nun, dass der Fehler künftig nicht wieder vorkommt.

Hintergrund der verschickten Briefe ist die Fremdenverkehrsabgabe, die künftig in Ribnitz-Damgarten eingeführt werden soll. Dazu wurden alle Grundstückeigentümer angeschrieben – mit der Aufforderung, die Bögen mit den ausgefüllten Angaben zurückzusenden oder im Rathaus abzugeben. Zu denen, die eine Fremdenverkehrsabgabe zahlen müssen, zählen laut Stadtverwaltung touristische Unternehmen, aber auch Grundstückseigentümer, die Einnahmen aus Ferienunterkünften erzielen.

Virginie Wolfram

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