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Bürgermeister will „Buhne 12“ erhalten

Ahrenshoop Bürgermeister will „Buhne 12“ erhalten

Erbengemeinschaft plant Umnutzung des Ahrenshooper Kultrestaurants zu Ferienwohnungen.

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Die Traditionsgaststätte „Buhne 12“ in Ahrenshoop öffnet am 15. Oktober vorerst zum letzten Mal.

Quelle: Richter, Timo

Ahrenshoop. Die Sorge vor einem Verschwinden der „Buhne 12“ wächst in Ahrenshoop. In knapp zwei Wochen, am 15. Oktober, wird das Restaurant mit Kultstatus zum letzten Mal geöffnet sein. Die Betreiber Marjon Lau-Westendorf und ihr Mann Georg gehen in den Ruhestand.

Die Zukunft der „Buhne 12“ ist der Einschätzung etlicher Ahrenshooper und Gäste vorgezeichnet: Das Haus wird abgerissen und als Ferienhaus neu aufgebaut – und zwar von Margit Tönnies. Diese Spekulationen verweist Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) zurück. Richtig sei, die „Buhne 12“ gehöre weiterhin einer Erbengemeinschaft. Deren Vertreter „hat mir in die Augen gesagt, dass das Haus nicht verkauft worden ist und das kein Interesse an einem Verkauf besteht“. Auch Margit Tönnies habe ihm zu verstehen gegeben, kein Interesse an dem Gebäude zu haben. Mit dem „Haus Windeck“ besitzt die Immobilienhändlerin bereits ein Ferienhaus direkt an der Küste.

Spekulationsobjekt

Als Spekulationsobjekt taugt das Traditionslokal, dem der Ahrenshooper Bürgermeister allein durch die Lage die „Lizenz zum Gelddrucken“ nachsagte, allemal. Denn auch die Erbengemeinschaft wollte das Haus schon komplett abreißen und ein Ferienhaus neu bauen. Sowohl die Gemeindevertreter als auch der Landkreis als Genehmigungsbehörde hatten diesem Ansinnen eine Abfuhr erteilt.

Nun steht ein Teilabriss zur Debatte. Ein Schuppen soll von der Bildfläche verschwinden und durch einen Anbau ersetzt werden. In dem neuen Konzept ist laut Götze aber nicht mehr von Gastronomie die Rede, sondern von Ferienunterkünften. Ein Antrag zur Umnutzung stehe. Am kommenden Montag wollen der Architekt und Vertreter der Erbengemeinschaft in einer Sitzung des Bauausschusses der Gemeindevertretung für ihre Vorhaben werben.

Eine Institution

Mitgehen kann der Bürgermeister eigenen Worten zufolge mit dem Abriss des Schuppens, sollte der durch einen ansprechenden Anbau ersetzt werden. Nicht mit sich verhandeln lassen will das Gemeindeoberhaupt über die Nutzungsänderung. Für Hans Götze genießt der Erhalt der Gastronomie an der Stelle allerhöchste Priorität. Davon will er auch nicht abrücken. Die „Buhne 12“ sei „eindeutig eine Institution“ in Ahrenshoop. Dass sich niemand für eine Fortführung der Gastronomie finde, lässt Götze nicht gelten. Erst vor Kurzem konstatierte der Ahrenshooper Bürgermeister, der Erbengemeinschaft drei Interessenten für die Übernahme der „Buhne 12“ präsentieren zu können. Das Interesse Götzes für den Erhalt der Gastronomie ist nachvollziehbar. Nicht nur beispielsweise in Born haben in der vergangenen Jahren mehrere Einrichtungen die Türen geschlossen. Auch in Ahrenshoop ist die Zahl gastronomischer Betriebe zurückgegangen.

30 Jahre lang hat Marjon Lau-Westendorf zusammen mit ihrem Mann Georg die „Buhne 12“ betrieben. Gerne hatte sich die eingefleischte Gastronomin – seit 50 Jahren arbeitet sie in der Branche, unter anderem zehn Jahre lang als Lehrausbilderin im Hotel Neptun in Warnemünde – an frühere Zeiten mit Tanz über der Ostsee in der „Buhne 12“ erinnert. Weniger Zeit und auch eine geringere Wertschätzung der Gäste der Arbeit der Gastronomen hatte sie zuletzt beklagt. In der jüngeren Vergangenheit war nur noch die Hälfte des Personals an Bord, viele hatten sich mit Blick auf das drohende Aus nach einem anderen Arbeitsplatz umgesehen. Die Öffnungszeiten waren deutlich eingeschränkt worden.

30 Jahre

30 Jahre lang haben Marjon Lau-Westendorf und ihre Mann Georg die „Buhne 12“ geführt. 50 Jahre lang ist die 65-Jährige in der Gastronomie tätig, unter anderem war sie zehn Jahre lang Lehrausbilderung im Hotel Neptun in Warnemünde.

1 Schuppen soll nach Vorstellungen der Eigentümerin, es handelt sich dabei um eine Erbengemeinschaft, abgerissen werden. Zudem wurde eine Umnutzung des Ahrenshooper Restaurants mit Kultstatus beantragt. Der zuvor anvisierte Komplettabriss und Wiederaufbau zu einem Haus mit Ferienwohnungen wurde seitens der Kommune als auch des Landkreises versagt.

Robert Niemeyer

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