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Dämpfer für die Rettung der Wasserburg

Barth/Divitz/Barth Dämpfer für die Rettung der Wasserburg

Notsicherung der Burg Divitz: Amtsausschuss sieht Verantwortung beim Landkreis Vorpommern-Rügen.

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Baufällig und denkmalgeschützt: die Wasserburg in Divitz bei Barth.

Quelle: Robert Niemeyer

Barth/Divitz/Barth. Die Rettung der Wasserburg Divitz (Vorpommern-Rügen) hat einen Dämpfer erhalten. Eigentlich sollte der Amtsausschuss des Amtes Barth am Donnerstagabend zustimmen, dass das Amt die dringend notwendige Notsicherung des baufälligen, denkmalgeschützten Gebäudes übernimmt. Doch die Bürgermeister der Gemeinden des Amtsbereichs lehnten es ab, diese Bereitschaft klar zu signalisieren. Stattdessen spielten sie den Ball zurück zum Landkreis.

Von Landrat Ralf Drescher war nämlich angefragt worden, ob das Amt bereits ist, „Fördermittelempfänger und Maßnahmenträger“ der Sicherung der Wasserburg zu sein. Das bedeutet, dass sämtliche Fördermittelanträge und Planungen über das Amt laufen würden. Statt dem aber zuzustimmen, solle erst einmal beim Landkreis Vorpommern-Rügen geprüft werden, ob dieser diese Aufgabe übernehmen kann oder will. Sollte das nicht gehen, würde sich der Amtsausschuss erneut damit befassen.

Zu hohes Risiko

Den meisten Mitgliedern des Amtsausschusses ist die Übernahme der Notsicherung zu diesem Zeitpunkt mit einem zu hohen Risiko behaftet. „Das ist eine heikle Sache“, meinte Trinwillershagens Bürgermeister Achim Markawissuk. Die Bedingungen, an die die Fördermittel vom Land geknüpft sein könnten, seien noch nicht bekannt. Auch bestehe laut Gerhild Balzer, Bürgermeisterin von Lüdershagen, das Risiko, dass das Amt Eigentümer der Burg werden könnte, falls sich der Verein „Kulturgüter Wasserburg Divitz“ – Eigentümer der Burg – auflöst. Daraus könnten weitere Kosten entstehen, die schließlich die angehörigen Gemeinden zahlen müssten. „Der stärkere Partner ist der geeignetere für diese Aufgabe“, sagte auch Barths Bürgermeister Dr. Stefan Kerth, gleichzeitig Leiter der Amtsverwaltung.

„Es gibt kein Risiko“, sagt dagegen Erich Kaufhold, Vorsitzender des Vereins. Es sei schwer zu verstehen, dass sich die Bürgermeister des Amtes dermaßen sperren. „Jetzt liegt der schwarze Peter beim Landkreis“, so Kaufhold. Auf jeden Fall gehe Zeit verloren, da nun wohl der Kreistag zustimmen muss. Der tagt das nächste Mal am 11. Dezember.

Ob das geschieht, ist jedoch offen. Der Kreistag hatte zuletzt beschlossen, das der Landkreis 250000 Euro zur Verfügung stellt, um unter anderem den notwendigen Eigenanteil der Sicherungsmaßnahmen zu übernehmen. Weitere Kosten dürfe es für den Landkreis jedoch nicht geben.

Reichen zwei Millionen Euro?

1,8 bis 2 Millionen Euro stehen für die Notsicherung der Wasserburg im Raum. Die Denkmalbehörde des Landes und das Wirtschaftsministerium hatten signalisiert, Fördermittel in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro geben zu wollen.

Allerdings ist noch gar nicht klar, ob das Geld von Kreis, Wirtschaftsministerium und Denkmalbehörde ausreicht. Denn was die Notsicherung überhaupt kostet, soll erst ein Gutachten klären, das auf Grundlage des genannten Kreistagsbeschlusses erstellt werden soll. 50000 Euro der 250000 Euro sollen dafür verwendet werden. „Wir gehen davon aus, dass das Gutachten die geschätzte Summe bestätigt“, meint Erich Kaufhold.

Laut Förderverein „Kulturgüter Wasserburg Divitz“ ist es notwendig, das Dach der Wasserburg zu schließen und eine Schwammsanierung durchzuführen. Außerdem müssten die Eichenpfähle, auf denen ein Teil der alten Burg steht, gesichert werden. Würden diese Arbeiten nichts schnellstmöglich erledigt, sei bald an eine Gesamtsanierung nicht mehr zu denken.

Robert Niemeyer

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