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„Das ist so wenig sozial gedacht“

Dettmannsdorf „Das ist so wenig sozial gedacht“

Fördervereinsvorsitzender der Dettmannsdorfer Schule kritisiert den Kreis

Dettmannsdorf. Die neue Regelung zur Schülerbeförderung, die ab August in Vorpommern-Rügen gilt, ist umstritten. „Das ist so wenig sozial gedacht. Ich verstehe unsere Kreistagsabgeordneten nicht“, betont Stefan Schmidt. Der 65-Jährige ist Vorsitzender des Fördervereines der Evangelischen Schule Dettmannsdorf, kurz ESD. Hier lernen derzeit 202 Mädchen und Jungen.

Ab kommendem Schuljahr werden es 260 sein.

Die Neuregelung, wonach Eltern, die ihr Kind nicht an eine örtlich zuständige Schule schicken, die Fahrtkosten allein tragen müssen, sieht Stefan Schmidt aus mehreren Gründen als nicht haltbar. Der Landkreis berufe sich darauf, dass er keine eigene Schülerbeförderung habe, somit die Schüler mit dem Öffentlichen Personennahverkehr fahren. „Wenn es keinen eigenen Schülerverkehr gibt, fragt man sich, warum diese Buslinien nicht an schulfreien Tagen bedient werden und warum die Busse sehr oft die Aufschrift ,Schülerbus’ tragen“, erklärt Stefan Schmidt seine Kritik. Der Landkreis hofft, durch den Wegfall der Zuschüsse 800 000 Euro einzusparen. „Leidtragende dieser Festlegung werden die Geringverdiener sein. Auch das kann keiner wollen“, so der Vorsitzende des Schulfördervereines. An der ESD sei es auch keinesfalls so, dass hier nur die Kinder von Besserverdienenden lernen, betont er. Es gibt Alleinerziehende, und Empfänger von Hartz IV. „Das Schulgeld ist bei uns einkommensabhängig“, erklärt Stefan Schmidt: „So sichern wir ab, dass es keine soziale Sonderung gibt.“ Das würde mit der geplanten Erhöhung anders. „Ob die 800 000 Euro wirklich gespart werden, steht in Frage“, so der Dettmannsdorfer. Die ESD wird, um die finanziellen Belastungen für die Eltern so gering wie möglich zu halten, die Initiative ergreifen. Schon jetzt gibt es eigene Buslinien, um die Kinder nach Dettmannsdorf bzw. wieder nach Hause zu bringen. Ab neuem Schuljahr kommen zwei Buslinien hinzu, dann werden es vier sein. Von den ab Spätsommer etwa 260 Schülern der ESD werden dann maximal noch 45 die öffentliche Schülerbeförderung nutzen, so Stefan Schmidt. Sollten die Kreistagsmitglieder am Montag bei der Neuregelung der Schülerbeförderung bleiben, hat der Dettmannsdorfer noch einen Wunsch: „Es wäre gut, wenn der Kreis nach einem Jahr Bilanz zieht, wie sich die Regelung ausgewirkt hat.“

ps

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