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Der erste Totengräber wurde 1867 eingestellt

Barth Der erste Totengräber wurde 1867 eingestellt

Der evangelische Friedhof in Barth besteht seit 197 Jahren / Eine Zeitreise

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Der Barther Friedhof ist ein Ort der Erinnerung und eine Oase für Auge und Seele. FOTO: PRIVAT

Barth. . Wie jedes Jahr im Herbst ist der Ewigkeitssonntag Anlass für die meisten Menschen, ihrer verstorbenen Angehörigen oder Bekannten besonders zu gedenken. Man besucht sie an ihren Gräbern. Der Friedhof bietet eine Oase des Trostes, in der wir uns ganz unserer Trauer oder den vielen schönen, aber auch schmerzvollen Erinnerungen widmen können. Ganz beiläufig ist er auch ein Ort der Begegnung, der Gelegenheit für Gespräche und Kontakte mit Gleichgesinnten bietet. Dabei wirkt die naturnahe Gestaltung beruhigend und erholsam. Wie aber sieht die Geschichte dieses christlichen Gedenkplatzes aus, auf dem die Kirchengemeinde St. Marien Barth allen in Barth Verstorbenen die letzte Ruhestätte bietet?

1815 schon wurde der Antrag für den neuen Friedhof auf dem Mühlenberg gestellt. Das Acker-Grundstück gehörte damals zum Viehhof in der Sundischen Straße. 1819 erfolgte die Gründung und Widmung des Evangelischen Friedhofs durch die Kirchengemeinde. Ein im klassizistischen Baustil errichtetes Eingangsportal mit eisernen Stabtüren zierte den damals einzigen Eingang von der Sundischen Straße aus.

Den Entwurf dieses Tores hat der akademische Zeichenlehrer Quistorp aus Greifswald gestaltet. Der erste Verstorbene, der auf diesem neuen Friedhof bestattet wurde, war der Kommerzienrat und Altermann der Kaufmannschaft Johann Friedrich Struck. Präpositus (heutige Bezeichnung Propst) Dr. Werner hat die Einweihung mit erster Bestattungshandlung vollzogen.

Schon 1843 musste ein Antrag auf Erweiterung des Friedhofsareals mit Bau einer gusseisernen Einfriedung und neuen Eingängen gestellt werden. 1856 gab es den Vorschlag, gegenüber dem neuen Eingang am Ende des Hauptweges auf einer deutlichen Erhöhung, dem sogenannten Kiekberg, ein großes steinernes Kreuz aufzustellen. Seit der Errichtung des Kreuzes werden bis heute dort Gedenkgottesdienste abgehalten. Insbesondere am Ostersonntag und Ewigkeitssonntag finden hier Andachten statt. Bereits 1862 musste der Friedhof erneut erweitert werden. In diesem Jahr wurde gleichzeitig an der Westseite die Friedhofspromenade angelegt. Von hier aus konnte man nun durch zwei neue Eingänge den Friedhof begehen. Ein Totengräber, der auch für die Ordnung auf dem Friedhof sorgen sollte, wurde 1867 eingestellt. Das erforderliche Friedhofsgärtnerhaus wurde 1874 gebaut. Die erste Friedhofsordnung erschien dann 1875.

Die Stadt Barth ließ 1879 einen Teil des Friedhofs für die nichtchristlichen Bürger anlegen und erwarb dazu das Grundstück für den sogenannten Judenfriedhof von der Kirchengemeinde. 1880 veranlasste Fräulein Luise von Behr die Einrichtung eines Begräbnisplatzes eigens für die Konventualinnen des Adligen Fräuleinstifts in Barth. Anlässlich der Kriegsgeschehnisse wurde zum besonderen Andenken an die Opfer der Gewaltherrschaft ein Grabfeld mit 58 Einzelgräbern angelegt (Soldatenfriedhof). Außerdem zeugt das Sammelgrab, in dem etwa 150 Umsiedler beigesetzt wurden, von dieser grausamen Zeit.

Bärbel Papst,

Friedhofsverwalterin

OZ

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