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Dettmannsdorf setzt auf Sonnenenergie

Dettmannsdorf Dettmannsdorf setzt auf Sonnenenergie

Mehrere Gebäude der Gemeinde sollen mit einer Solaranlage ausgestattet werden.
Das könnte zu günstigeren Strompreisen für die Mieter führen.

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Die Gemeinde Dettmannsdorf liegt im Südwesten des Landkreises Vorpommern-Rügen.

Quelle: Peter Schlag

Dettmannsdorf. Dettmannsdorf (Vorpommern-Rügen) wird zum Photovoltaik-Dorf. Auf verschiedenen Gebäuden der Gemeinde sollen Solaranlagen installiert werden. Das teilte Stefan Schmidt (Bauernverband), Bürgermeister der Gemeinde Dettmannsdorf während der Gemeindevertretersitzung in dieser Woche mit. War zuletzt mit dem Investor abgemacht worden, dass nur der ehemalige Gasthof „Meckelbörger“ eine Photovoltaikanlage bekommt, solle „das Thema nun erweitert werden“, wie Schmidt sagte. Geplant ist unter anderem, auch auf dem Dach des Feuerwehrgebäudes in Dettmannsdorf eine Solaranlage zu installieren. Des Weiteren sollen drei Wohnblöcke im Dorf, die der Gemeinde gehören, mit einer solchen Anlage ausgestattet werden, ebenso wie der Pferdestall in Kölzow.

„Der Vorteil ist: Der Meckelbörger, der Pferdestall und das Feuerwehrgebäude bekommen ein saniertes Dach und es wird grüner Strom produziert“, so Schmidt. Möglich sei, dass auch der Strompreis für die Nutzer, also beispielsweise die Mieter im „Meckelbörger“ oder in den Wohnblöcken, günstiger wird. „Die Gemeinde als Eigentümer profitiert natürlich davon. Wir möchten aber die Einsparung eins zu eins weitergeben.“ Zudem spare die Gemeinde mindestens 180000 Euro an Investitionskosten, die für die Sanierung der drei Dächer irgendwann auf sie zugekommen wären. Die Photovoltaikanlagen sollen laut Schmidt insgesamt eine Leistung von 400 bis 500 Kilowatt (kw) haben.

Ausschreibung für Kita läuft

Das Ausschreibungsverfahren für den Betrieb der Dettmansdorfer Kindertagesstätte „Lütt Kinnings“ ist gestartet worden. Auf der Internetseite des Amtes Recknitz-Trebeltal sind die Anforderungen veröffentlicht worden. Bis 30. Juni haben Interessenten Zeit, ihre Angebote abzugeben. „Ich bin optimistisch, dass es viele Angebote geben wird“, sagte Stefan Schmidt zu den Gemeindevertretern. Erste Anfragen habe es bereits gegeben, unter anderem aus Rostock und von der Insel Rügen. Die Johanniter seien interessiert, ebenso wie der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Der ASB ist derzeit noch Betreiber der Kita. Den Betreibervertrag hat die Gemeinde aber zum Ende des Jahres gekündigt. Begründung war unter anderem, dass der ASB nicht bereit sei, einen Neubau zu finanzieren. Der ASB hatte zuletzt jedoch signalisiert, doch ein Angebot abgeben zu wollen.

Der Neubau ist laut dem Bürgermeister notwendig. Das bestehende Kita-Gebäude (Baujahr 1978) sei nicht mehr in zeitgemäßem Zustand. Zudem werden mehr Kita-Plätze benötigt. 64 sind es derzeit. 96 Plätze sollen es in dem Neubau sein.

Wahrscheinlich ist auch, dass der Schulförderverein Dettmannsdorf ein Angebot abgibt. Bürgermeister Stefan Schmidt, der gleichzeitig Vorsitzender des Vereins ist, hatte zuletzt angedeutet, dass der Verein die notwendigen finanziellen Mittel für einen Neubau habe und als Sicherheit bereitstehe, sollten keine besseren Angebote eingehen. „Ich würde mich über viele Angebote freuen, weil wir dann eine schöne, aber auch schwierige Aufgabe haben, eine Entscheidung zu treffen.“

Offen ist jedoch noch, ob das derzeitige Team der Kita bleibt. Die Ausschreibung sieht ausdrücklich vor, dass ein neuer Betreiber bereit ist, das vorhandene Personal zu übernehmen. Laut ASB haben die Mitarbeiter aber signalisiert, nicht dort zu bleiben, wenn ein anderer Träger als der ASB den Zuschlag erhält.

Mangelnde Finanzausstattung

Die Gemeinde Dettmannsdorf schließt sich der Forderung des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommerns für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen im Land an. „Das, was das Land derzeit anbietet, entspricht nicht dem, was Städte und Gemeinden brauchen“, so der Bürgermeister. Gemeint ist das sogenannte Finanzausgleichsgesetz, mit dem festgelegt wird, wie viel Geld die Kommunen vom Land bekommen. Dabei geht es auch um Mittel, die ab 2018 vom Bund bereitgestellt werden, um die Kommunen zu entlasten. Deutschlandweit sind das fünf Milliarden Euro. Der Anteil, der nach MV fließt, solle, so die Forderung, zu 100 Prozent an die Kommunen weitergeleitet werden. Vor wenigen Tagen hatte sich auch die Gemeinde Eixen an dieser Forderung des Städte- und Gemeindetages beteiligt.

Robert Niemeyer

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