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Ein Schulcampus für die Zukunft

Marlow Ein Schulcampus für die Zukunft

Grundschule „Marlower Loris“ feierten ihre neue, drei Millionen Euro teure Schule mit etwa 500 Gästen.

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Gemeinsam experimentieren Henry und Ben Dargus in der neuen Grundschule „Marlower Loris“.

Quelle: Carolin Riemer

Marlow. Diese Schule kann nur gute Noten bekommen. Ambiente: sehr gut. Modernität: ausgezeichnet. Motivation der Lehrer: hervorragend.

Am Sonnabend überzeugten sich etwa 500 Gäste beim Tag der offenen Tür, dass die rund drei Millionen Euro teure Grundschule „Marlower Loris“ jeden Cent wert ist. Mehr als ein Jahr lang wurde die alte Grundschule gründlich renoviert und um einen großen neuen Schultrakt erweitert. Das Ergebnis: Die Schule ist nun fast dreimal so groß. Ein Schulcampus mit Grundschule, Kindergarten, Turnhalle, Hort und Sportplatz entstand, der von derzeit 131 Kindern aus 26 Ortsteilen besucht wird.

„Was hier passiert ist, ist alles andere als normal.“

Eine strahlende Direktorin empfängt die Besucher im lichtdurchfluteten Foyer. Einmal nach den Vorzügen der neuen Schule befragt, ist Kerstin Nilson (51) kaum noch zu bremsen: „Was hier passiert ist, ist alles andere als normal.“ Welcher Lehrer könne schließlich von sich behaupten, selbst tatkräftig an der Entwicklung einer Schule teilgenommen zu haben? Die zehn Marlower Pädagogen wurden während des Entstehungsprozesses einbezogen. „Wir durften Wünsche äußern und diese wurden von den Stadtvertretern und Architekten erhört“, sagt Kerstin Nilson. Sie wirkt ein wenig, als könne sie ihr Glück selbst kaum fassen.

Neben dem Computerfachraum besitzen die Loris auch eine großzügige Lehrküche, eine große Bibliothek und einen Lesesaal. Die Wände in den großen Klassenräumen sind hellblau. „Die Farbe, bei der sich Kinder nachweislich am besten konzentrieren können“, weiß die Pädagogin. Große Räume, kleine Klassen mit durchschnittlich 16 Kindern – so hatten sich die Lehrer ihre neue Schule gewünscht. Große Schränke am Rand der Zimmer, damit die Kinder keine schweren Taschen schleppen müssen und in dem Lehrmaterial verstaut ist, das sich heimlich im Schwierigkeitsgrad unterscheidet. In Marlow besitzt jedes Kind einen individuellen Förderplan, der sie zu ihren persönlichen Bestleistungen antreiben soll. „Die Kinder wissen nicht, dass ihre Aufgaben schwieriger oder leichter sind, als die des Mitschülers. Bei uns wird niemand diskriminiert. Auch die Inklusion gehört bei uns zum Alltag. Wir unterrichten einige Kinder mit Handicaps.“ In zwei Räumen gibt es digitale Tafeln – riesige aufklappbare Whiteboards auf denen Texte und Bilder sowohl projiziert, als auch per Hand gestaltet werden können. Kreide war gestern. Heutzutage schreiben Kinder und Lehrer mit speziellen Stiften auf den Whiteboards. Nach und nach sollen auch in den anderen Klassenräume die modernen Tafeln installiert werden.

Ruheräume für Lehrer und Schüler

Unüblich ist vor allem, dass es neben einem üblichen Lehrerzimmer, noch einen zweiten Raum für die Pädagogen gibt. Einen Raum, in dem Ruhe herrscht und niemand über die Arbeit spricht. Ein Raum, in dem die Lehrer zur Ruhe kommen können. Genau wie die Kinder, denn auch für sie gibt es Rückzugsorte, in denen sie lernen, sich zu entspannen. Das sei in dieses Welt, in der die Anforderungen bereits in der Grundschule hoch sind, sehr wichtig.

Lobende Worte kommen auch auch von den Gästen und Schülern. „Der Computerraum ist besonders schön“, sagt Simone Wittmann, Erzieherin aus Marlow. Anja Herzig aus Semlow schickte ihre beiden Kinder gern auf die Marlower Schule: „Mit dem neuen Haus gibt es viele neue Möglichkeiten für ein entspanntes Lernen“, findet sie und auch Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagt am Sonnabend: „Es ist eine der schönsten Schulen im ländlichen Raum.“

Norbert Schöler betonte, dass sie zukunftsorientiert gebaut wurde. In den kommenden Jahren werden mehr Schüler erwartet, die Zeiten der geburtenschwachen Jahre sind vorbei: „Deswegen haben wir die Schule für 170 Kinder ausgelegt, Luft nach oben gelassen.“ Es gebe viele neue ausgewiesene Baugebiete in und um Marlow. „Wir rechnen mit einem Zuzug und so haben wir auch die Schule großzügig geplant.“ Nur der Schulhof ist noch nicht fertig. Auch hier haben die Planer und Architekten wieder Experten befragt, nämlich die Kinder selbst. „Sie wünschen sich einen Bolzplatz, Ruhezonen und Klettergerüste mit Seilen“, weiß die Schulleiterin. Und diese Wünsche werden erfüllt.

Carolin Riemer

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