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Eine Firma gibt Gas

Fuhlendorf Eine Firma gibt Gas

Der Netzbetreiber „HanseWerk“ investiert 1,2 Millionen Euro in den Bau von neuen Erdgasleitungen in Fuhlendorf, Divitz und Frauendorf.

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Wolfgang Krüger verschweißt die Rohre für die neue Erdgasleitung, die auch durch Gut Glück führt.

Quelle: Carolin Riemer

Fuhlendorf. „Hier wird ja nicht nur gearbeitet, sondern schwer geschuftet“, sagte Axel Rose anerkennend. Der Koordinator von der Firma „HanseWerk“ kam am Montag aus Hamburg zur einer Bauablaufbesprechung nach Fuhlendorf.

19 Kilometer neue Leitungen

1,2 Millionen Euro investiert die Firma hier, damit bald auch Erdgas nach Fuhlendorf, Frauendorf und Divitz strömen kann. Insgesamt sollen mehr als 19 Kilometer neue Leitungen verlegt werden. Die Hälfte ist geschafft. Bis zur nächsten Heizperiode – beziehungsweise am 30. September – sollen die Arbeiten der Firmen „Buch“ von der Insel Usedom und „Komesker“ aus Tützpatz abgeschlossen sein. Bislang haben etwa 100 Haushalte einen Auftrag abgeschlossen und wollen ihr Heim künftig mit Erdgas beheizen. Eine Zahl, die die „HanseWerk AG“ weder traurig noch euphorisch stimmt. Die Leitungen könnten 525 Haushalte in Fuhlendorf und 80 in Frauendorf und Divitz erreichen. Zwischen 1200 und 1400 Euro kostet so ein Hausanschluss. Den Erdgas-Anbieter müssen sich die Anwohner selbst aussuchen. Vorteil: Sie haben die Preisgestaltung allein in der Hand, ähnlich wie beim Strom. Die Anbindung erfolgt an die Hochdruckleitung Löbnitz /Barth in Höhe des Abzweiges Frauendorf. Dort wird eine Gasdruckregelstation errichtet, mehr als 100 000 Euro kostet allein diese Anlage. Hochdruckleitung, das bedeutet, dass „für jeden Menschen im Ort genug Gas vorhanden ist“, erklärt Kommunalbetreuer Wolf-Axel Rahn. „Das Netz ist somit erweiterungsfähig.“ Der neue Abschnitt führt nach Divitz-Spoldershagen über Gut Glück und Bodstedt bis nach Fuhlendorf.

Kompliziert: Leitungen werden unter der Barthe verlegt

Herausforderungen gilt es für die beiden Baufirmen und den Netzbetreiber zu meistern: Beispielsweise wenn die Leitungen auf einer Länge von 290 Metern mittels einer Horizontalspülbohrung unter der Barthe verlegt werden. Dort dürfen die Arbeiten nur im Juli und August erfolgen, da dann die Vogelbrutzeit beendet ist. Einen Durchmesser von 160 Millimeter haben die Gasleitungen aus Polyethylen. „Wir bauen für die Ewigkeit“, ist Koordinator Rose überzeugt. Dass die Anwohner die Arbeiten weitestgehend „klaglos“ hinnehmen, freut ihn sehr. „Wir können die Leitungen natürlich nicht in den Boden zaubern. Lärm. Staub – das bringt so ein Bau mit sich.“ Für die Arbeiter sei es vor allem in Frauendorf und Divitz schwierig neben Stromkabeln und Wasserleitungen noch eine vernünftige Trasse zu finden – der Platz im Boden wird eng, denn es gibt Mindestabstände, die eingehalten werden müssen. Besonders wichtig sei es, dass sich zukünftig Tiefbaufirmen und auch Privatpersonen bei der „HanseWerk AG“, die ab Juli in „HanseGas“ umbenannt wird, melden, bevor sie Bauarbeiten im Boden vornehmen und sich beispielsweise einen Teich anlegen wollen. „Wir erteilen kostenlos Auskunft, wo genau die Leitungen liegen, damit niemand ausversehen mit ihnen in Berührung kommt.“ In etwa einem Meter Tiefe werden sie zumeist im Bereich des Gehweges verlegt. In Ahrenshagen sei es am vergangenen Wochenende zu so einem Vorfall gekommen, als der Hausherr seine Einfahrt neu gestalten wollte und dabei eine Gasleitung zerstörte. „Das Netz und die Station werden fernüberwacht. Wir sind im Störfall sofort zur Stelle. Solange sich niemand mit einer Zigarette im Mund an den Leitungen zu schaffen macht, kommt es auch nicht zwangsläufig zu einer Explosion“, sagt Rahn. Für den Fuhlendorfer Bürgermeister Eberhard Groth sei der Anschluss an das Erdgas-Netz ein „attraktives und zusätzliches Angebot“. „Der Bürger kann künftig seinen Anbieter auswählen und das Gas muss nicht in großen Tanks am Haus gelagert werden.“

Carolin Riemer

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