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Es läuft wieder: 63 Spender retten 189 Menschenleben

Ribnitz-Damgarten Es läuft wieder: 63 Spender retten 189 Menschenleben

Nach der Streichung von Blutspendeterminen in der Region setzt das Deutsche Rote Kreuz jetzt mehr Ärzte und Schwestern bei Terminen in Ribnitz ein. Die Wartezeiten verkürzen sich dadurch.

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Axel Bitschofsky beim Blutspendetermin in den Räumen des DRK-Kreisverbandes in Ribnitz. Er spendete zum 106. Mal.

Quelle: Carolin Riemer

Ribnitz-Damgarten. Ein schrecklicher Motorradunfall machte Marita Treptow (56) zur Blutspenderin. Mit elf Jahren erlebt sie das Unglück, wird schwer verletzt und ist selbst auf eine Bluttransfusion angewiesen. Als sie sich erholt hat, fasst die Hirschburgerin einen Entschluss: „Ich werde immer Blut spenden und anderen Menschen damit helfen.“ Ihr Versprechen hat sie gehalten. Als der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der vergangenen Woche in Ribnitz Station macht, ist Marita Treptow eine von insgesamt 63 Blutspendern.

Termine

An jedem zweiten Dienstag im Monat kann beim DRK in Ribnitz (Körkwitzer Weg) Blut gespendet werden. Weiterhin am 4. Mai in der Schule in Ahrenshagen, am 15. Mai im Kulturhaus in Barth, am 22. Mai beim DRK-Ortsverband Marlow und am 24. Mai in der Regionalen Schule in Zingst.

Enttäuschung zu Beginn des Jahres

Vieles hat sich geändert: Der Blutspendedienst musste seit Beginn des Jahres aus Kostengründen beispielsweise Termine in Dierhagen, Wustrow, Prerow und Bad Sülze streichen, weil sich dort nicht genügend Spender fanden (die OZ berichtete). Die Folge: Zu den Terminen in den Räumen des DRK-Kreisverbandes in Ribnitz kamen fast doppelt so viele Freiwillige wie sonst. Einige beklagten jedoch lange Wartezeiten von der Anmeldung bis zur Blutabnahme und zogen böse und enttäuscht – ohne Blut gespendet zu haben – von dannen. Eine Tatsache, die der Blutspendedienst mit Schrecken zur Kenntnis nahm, denn die Zahl der Erstspender ging in den vergangenen zehn Jahren um 63 Prozent zurück. Ein gefährlicher Trend, denn jeder Milliliter wird gebraucht.

Deswegen reagierten die Verantwortlichen vom DRK und reisen nun mit mehr Ärzten und Schwestern zu den Terminen. In den Räumen des DRK-Kreisverbandes im Körkwitzer Weg stehen nun sechs anstatt vier Liegen bereit und zwei Ärzte kümmern sich um die Spendenwilligen. „Da wir den Imbiss nun in einem anderen Raum anbieten können, verlaufen die Termine sehr viel entspannter“, beobachtete Silke Hufen. Alle sechs Liegen waren besetzt. Während sonst zwischen 40 und 50 Spender kamen, waren es an diesem Tag 63. Einige von ihnen kamen vom Fischland.

Schwester Marion zurrt einen Staugurt um den Oberarm von Axel Bitschofsky aus Ribnitz. Für ihn ist es die 106. Spende. Die Schwester legt einen venösen Zugang und der 44-jährige Hobbytaucher beginnt, einen Schaumstoffball mit seinen Händen zu kneten. „Dann läuft es besser“, erklärt er. Fünf bis acht Minuten dauert es, bis der Beutel mit 500 Millilitern Blut gefüllt ist.

Spenden auch für die Spender gut

Bitschofsky tue sich mit der Spende selbst etwas Gutes, erklärt die Krankenschwester. „Das Blut erneuert sich, wird untersucht und es wirkt sich regulierend auf den Blutdruck aus .“ Nach fünf Wochen hat der Körper das Blut neu gebildet. „Mit nur einer Spende können drei Leben gerettet werden“, sagt Silke Hufen.

Warum die Spendenbereitschaft rapide abnahm, werde derzeit noch untersucht. Fakt ist: Wer spenden will, muss mindestens 50 Kilogramm wiegen und 18 Jahre alt sein. Ohrlöcher, Piercings oder Tätowierungen müssen älter als vier Monate sein. Die Ärzte prüfen vor jeder Spende, ob Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten die Abnahme verhindern. „Nur einer von hundert Freiwilligen hat nach der Entnahme Probleme mit dem Kreislauf“, weiß Silke Hufen. Diese geringe Zahl liegt vielleicht auch an dem Imbiss, den Wanda Brauer vom Ribnitzer DRK-Ortsverband zusammen mit elf Helfern nach jedem Termin organisiert. Spätestens bei Kaffee und Kuchen kommt der Kreislauf wieder in Schwung.

Robert Niemeyer

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