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Feuerwehren halten zusammen

Ribnitz-Damgarten/Fischbeck Feuerwehren halten zusammen

Die Damgartener haben nach der Elbe-Flut für die Brandschützer aus Fischbeck Spenden gesammelt / Jetzt wurde das Gerätehaus eingeweiht

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Eröffnung des neuen Gerätehauses in Fischbeck: Dirk Scholwin (Wehrführer Damgarten, v.l.), André-Ralph Köppe (Wehrführer Fischbeck), sein Stellvertreter Maik Mangelsdorf und Matthias Behrend (stellvertretender Wehrführer Damgarten).

Quelle: Feuerwehr

Ribnitz-Damgarten/Fischbeck. Die Elbe-Flut hat die Feuerwehren aus Damgarten und Fischbeck zusammengeschweißt. Auch drei Jahre nach dem verheerenden Deichbruch am 10. Juni 2013 in dem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt besteht der Kontakt. Wehrführer Dirk Scholwin und sein Stellvertreter Matthias Behrend fuhren jetzt zur offiziellen Übergabe des neuen Gerätehauses nach Fischbeck.

OZ-Bild

Die Damgartener haben nach der Elbe-Flut für die Brandschützer aus Fischbeck Spenden gesammelt / Jetzt wurde das Gerätehaus eingeweiht

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Die Bilder aus dem Fernsehen waren das eine, doch das ganze Ausmaß der Katastrophe mit eigenen Augen zu sehen, war noch einmal etwas ganz anderes.“Dirk Scholwin, Wehrführer Damgarten

Die Bilder aus Fischbeck gingen vor drei Jahren durch die Medien: Das ganze Dorf stand unter Wasser, auch das Gerätehaus der Feuerwehr war komplett vom Wasser eingeschlossen. Als die Damgartener Brandschützer die Bilder sahen, sei man sich einig gewesen, dass man helfen müsse. Beim Badewannenrennen Ende Juli 2013 und auch noch im Anschluss sammelten die Feuerwehrleute für die Kameraden (die OZ berichtete) und fuhren nach Fischbeck, um das Geld – insgesamt 1021 Euro – persönlich zu übergeben. „Die Bilder aus dem Fernsehen waren das eine, doch das ganze Ausmaß der Katastrophe mit eigenen Augen zu sehen, war noch einmal etwas ganz anders“, berichtet Dirk Scholwin. „Wenn man dann auch noch von den persönlichen Schicksalen hört, ist das echt schlimm. Wir waren froh, dass wir mit den Spenden zumindest einen Beitrag leisten konnten.“ Die Fischbecker Feuerwehrleute hätten alles getan, um den Menschen im Ort beim Aufbau zu helfen. „Dabei waren ihre eigenen Häuser ja auch zerstört“, sagt Scholwin.

Auch das Gerätehaus der Fischbecker musste komplett abgerissen und an anderer Stelle neu aufgebaut werden. „Vorher stand es an der tiefsten Stelle des Ortes. Diesen Fehler wollte man natürlich nicht noch einmal machen“, so Scholwin. Zwar habe das Land den Neubau zu hundert Prozent finanziert, allerdings mussten auf dem neuen Gelände noch Gebäude abgerissen werden. „Dafür gab es keine Förderung“, meint der Damgartener Wehrführer. Doch mit Hilfe der Spenden aus Damgarten und vielen anderen Orten konnte auch das gemeistert werden. Die Feuerwehr sei von der Anteilnahme der gesamten Bundesrepublik beeindruckt gewesen. „Mit einem sehr guten Gefühl, dass es in Fischbeck bergauf geht, sind wir wieder nach Hause gefahren“, sagt Dirk Scholwin. „Aber natürlich muss auch noch sehr viel getan werden. Das Gerätehaus steht zwar, aber es gibt noch sehr viele Baustellen in dem kleinen Ort.“

Die beiden befreundeten Feuerwehren wollen aber auf jeden Fall den Kontakt halten. „Die Fischbecker haben versprochen, dass sie beim Badewannenrennen mitmachen. In diesem Jahr wird es wahrscheinlich nicht klappen, aber wir freuen uns, auch wenn sie erst in vier, fünf Jahren kommen“, meint Scholwin.

Europaweit Hochwasser

Im Mai und Juni 2013 kam es in sieben europäischen Ländern zu schweren Überflutungen. In Deutschland hatten vor allem Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gegen das Hochwasser zu kämpfen. Zahlreiche Flüsse, darunter die Elbe, waren über ihre Ufer getreten. In 55 Landkreisen musste Katastrophenalarm ausgerufen werden, unter anderem in Sachsen-Anhalt. Dort gehörte Fischbeck zu den besonders stark betroffenen Orten.

Anika Wenning

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