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Fischländer Lebensretter schieben 1200 Stunden Wache

Wustrow Fischländer Lebensretter schieben 1200 Stunden Wache

Vorstand bestätigt, Beiträge erhöht, Kapazitätsgrenze erreicht / Die Zahl der jüngeren Mitglieder hat 2015 erstmals die 100er-Marke überschritten

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Geehrt: Maria Perlbach, Adrian Crohn und Bärbel Schneider.

Quelle: Susanne Retzlaff

Wustrow. Irgendetwas muss die Ortsgruppe Fischland der Deutschen Lebensrettungs Gesellschaft (DLRG) richtig machen. Und das können nicht nur die appetitlich belegten Brötchen sein, die die Gäste zur Jahreshauptversammlung in der Wustrower Ostseekurklinik erwarteten. 53 Mitglieder waren gekommen, Rekord, die nicht nur den amtierenden Vorstand und neuen Jugendwart bestätigten, sondern ebenso einstimmig eine Beitragserhöhung billigten. Ab 2017 wird der Jahresobulus um 10 Euro steigen, Familien zahlen 20 Euro mehr, Rentner berappen dann 50 Euro und Institutionen 155 Euro. Diesen Beitrag hätten die Kurverwaltungen Wustrow und Dierhagen spontan gern noch weiter aufgestockt, doch ohne einen Vertreter aus Ahrenshoop wird sich dieser Vorschlag erst auf der Tagesordnung der nächsten Jahreshauptversammlung wiederfinden.

Aktuell hatte Schatzmeister Christian Reyer bei sinkenden Zuschüssen und konstanten Abgaben einen ausgeglichenen Haushalt mit abschmelzendem Vermögen präsentiert. Jenseits von Veranstaltungen wie Weihnachtsschwimmcup, Präventionskursen, Gesundheitstagen und Schwimmwettbewerben blickte der Vorsitzende Adrian Crohn auf ein ruhiges Jahr 2015 zurück, auch wenn die Einsatzstatistik der Ortsgruppe noch nicht vorlag. Ein Gefühl, das Dierhagens Kurdirektor Stephan Fellmann mit Zahlen stützte: In Dierhagen wurde 60 Mal Erste Hilfe geleistet — vor allem Insektenstiche versorgen oder Schnittwunden pflastern, sieben schwerere Verletzungen waren darunter. Zehn Mal wurden Kinder, zwei Mal Eltern und neun Boote gesucht.

Falls Einsätze einmal nicht wie erwartet verlaufen, kann das die Helfer belasten. „Das müssen nicht immer spektakuläre Massenunfälle sein“, weiß Christina Preußler, stellvertretende Vorsitzende. Sie wird nach Abschluss der Ausbildung in diesem Jahr Mitglied des „SBE-Teams“ sein, das sich um Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen kümmert.

Gemeinsam mit vielen Kollegen aus der ganzen Republik wachten im vergangenen Jahr die zwölf Rettungsschwimmer der Ortsgruppe Fischland 1194 Stunden über die Badegäste in Dierhagen, Ahrenshoop, Wustrow, Prerow, Hiddensee und Binz.

Insgesamt konstant geblieben, überschritt die Anzahl der Mitglieder bis 26 Jahre 2015 erstmals die magische 100er-Marke. Der Bereich Kinder und Jugend wächst, freut sich Crohn auch darüber, dass die Fischländer ihrer Ortsgruppe meist auch dann treu bleiben, wenn sie fortziehen. Aqua-Fitness, Training, Abnahme diverser Schwimmabzeichen — inzwischen sind die Kapazitäten ausgereizt, Übungsleiter und Schwimmhallen lassen sich nicht beliebig vermehren. „Aber Wartelisten sind ja auch ein schönes Feedback“, schmunzelt Crohn, die gute Zusammenarbeit mit den Kurverwaltungen Wustrow, Ahrenshoop und Dierhagen sowie anderen Institutionen und Vereinen lobend.

Ehrenvorsitzende Bärbel Schneider warf einen Blick zurück auf 15 Jahre 50-plus. 2001 noch als „wassertretende Hupfdohlen“ belächelt, entwickelte sich die Aqua- Fitness zunächst mit Musik, später auch mit Poolnudeln zu einer vielfach ausgezeichneten Initiative (Bundesförderpreis 2009, Qualitätssiegel der Ärztekammer, Landespräventionspreis 2013, Bundesbewegungspreis 2014, Landessieger seniorenfreundliche Kommune 2014). 120 Mitglieder in vier Gruppen halten sich im Wasser fit, absolvieren Sicherheitstraining, gehen nordic walken und machen Kurzreisen. Crohn bedankte sich bei den Initiatorinnen Bärbel Schneider und Maria Perlbach, aber auch bei Luise Müller, die 2015 nach dem zwischenzeitlich umgezogenen Daniel Nehm die zweitmeisten Stunden auf Wache verbrachte. Ein weiteres Dankeschön galt Sylvia Gaube und Jens Wachholz für die Bemühungen um die vielen kleinen Seepferdchen, damit die künftig am und im Wasser alles richtig machen.

Viertgrößte Ortsgruppe im Land

Mit ihren 259 Mitgliedern aus Rostock, Ribnitz-Damgarten und von Fischland-Darß-Zingst ist die DLRG-Ortsgruppe Fischland die viertgrößte in Mecklenburg-Vorpommern. 70 Mitglieder trainieren in den Gruppen, 59 sind bis 14 Jahre jung, 120 sind in den vier 50-plus- Gruppen, für die Ehrenvorsitzende Bärbel Schneider verantwortlich zeichnet.

Acht lizenzierte Übungsleiter werden von sechs Helfern unterstützt.



Susanne Retzlaff

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