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15000 Euro für Erhalt der Darßer Baukultur

Prerow 15000 Euro für Erhalt der Darßer Baukultur

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Restaurierung des Pfarrwitwenhauses in Prerow

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Das Archivfoto zeigt das Pfarrwitwenhaus im Jahr 2012 mit dem Althäger Jens Lochmann, der die Pfarrscheune restaurierte.

Quelle: Elke Erdmann

Prerow. Als 2012 der Tischler und Bootsbauer Jens Lochmann aus Althagen die Pfarrscheune in Prerow behutsam restaurierte, sagte er: „Gerne würde ich im Anschluss das um 1780 gebaute Pfarrwitwenhaus restaurieren. Es wirkt nicht wie ein Fremdkörper und passt auf den Darß.“

Das Pfarrwitwenhaus gehört zu den wenigen Häusern, die in der Historie immer wieder erwähnt werden.“René Roloff, Bürgermeister von Prerow

Das erkannten auch der Gemeindekirchenrat, Gemeindeglieder um Pastor Reinhard Witte, Gerd Meyerhoff, Baureferent für denkmalpflegerische Aufgaben der Nordkirche, Wilfried Schleinitz, Baubeauftragter vom Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Mehrere Anträge des Kirchengemeinderates mit dem Vorsitzenden Pastor Witte blieben bisher erfolglos. Mit einem ansehnlichen Geschenk kamen jüngst Anette Mittring, Referentin für Denkmalförderung, und Bauingenieurin Heidi Gerber aus Berlin. „Wir freuen uns, dass wir das Pfarrwitwenhaus fördern können und wollen 15000 Euro für die äußere Restaurierung geben. Das Ensemble so zu erhalten, ist etwas Besonderes.“

Zum Ensemble gehören die jetzige, zur Schwedenzeit (1726-1728) errichtete Seemannskirche mit dem Friedhof, das Pfarrhaus, die Pfarrscheune, das Kantorhaus und das Pfarrwitwenhaus. „Es geht zunächst um eine temporäre Nutzung für den Kurkantor und Kurpfarrer, steht aber auch für eventuelle Notfälle zur Verfügung“, sagt Hinrich Bärwald vom Kirchengemeinderat.

Behutsam wird gegenwärtig wieder am Haus gearbeitet. Während in einer kleinen Stube Mathias Fraus die Wände mit Lehm verputzt, kratzt Jens Jarling alte Farben von der Lehmwickeldecke im Flur.

Bauleiter und Ingenieur Ralf Schönberg aus Demmin führte um das Gebäude herum, von dem zuerst das Dach auf der Nordseite und vom Anbau neu gedeckt wurde – mit Schilfrohr vom Greifswalder Bodden. „Das Rähm, das ist der waagerechte Teil des Dachstuhls, die Schwelle und das Fundament auf der Südseite sind bereits erneuert. Wir haben versucht, die originalen Fenster zu erhalten. Mittig angeschlagen, lassen sie sich nach außen öffnen. Sie sind mit Leinölfarbe geschützt.“

Schönberg hat alle Bauabschnitte protokolliert und führte sie gerafft auf einer Leinwand im Garten vor. „Wir arbeiten in Bauabschnitten, damit wir immer die Kosten im Überblick haben.“

Viele Gottesdienstbesucher und Einheimische unterstützen das Projekt mit Geldspenden und helfen tatkräftig mit. Sie haben beispielsweise in Eigenleistung die äußere Fassade abgenommen. Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft) sagte: „Das Pfarrwitwenhaus gehört zu den wenigen Häusern, die in der Historie immer wieder erwähnt werden. Es war nicht immer so versteckt wie heute, denn einst führte unmittelbar die Dorfstraße daran vorbei.“ Hinrich Bärwald freut sich darüber, dass „Kirche sich nicht nur um das Geistliche und Seelsorgerische kümmert, sondern auch kulturelles Erbe bewahrt.“

Elke Erdmann

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