Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 3 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
250 Prerower Rentner teilten ihre Wünsche mit

Prerow 250 Prerower Rentner teilten ihre Wünsche mit

Pflege, Lieferservice und Rufbusse: Der Seniorenbeirat fragte nach

Prerow. 542 Briefe steckten die sechs Mitglieder des Prerower Seniorenbeirates im Sommer in den Briefkasten. In dem Umschlag: Ein Fragebogen, der ermitteln soll, was sich die ältere Generation wünscht, welche Sorgen sie haben und welche Themen ihnen auf der Seele brennen.

 

OZ-Bild

Wir haben viele Infos durch die Arbeit des Beirates bekommen und nehmen die Wünsche sehr ernst.“René Roloff, Bürgermeister Prerow

Quelle:

Adressiert wurden die Briefe ausschließlich an die Einwohner über 60 Jahre. Sie stellen den größten Teil der Bevölkerung im Seebad. Jeder dritte Anwohner ist mittlerweile 60 Jahre oder älter.

Nun sind die Ergebnisse da und wurden Bürgermeister René Roloff und den Mitgliedern des Sozialausschusses präsentiert. Fast die Hälfte der Angeschriebenen nahm sich Zeit, um die Fragen zu beantworten – die Ergebnisse sind also durchaus repräsentativ.

Was wünschen sich Senioren?

„Wohnen im Alter, damit beschäftigt sich die ältere Generation am intensivsten.“ Das Ergebnis ist für Elfi Witt, Stellvertreterin des Seniorenbeirats, nicht unbedingt überraschend. „Immerhin gibt es viele Fragen und Begriffe, die geklärt werden müssen.“ Wie geht es weiter, wenn ich aus dem Krankenhaus entlassen werde und nur kurzzeitig auf Hilfe angewiesen bin? Was ist der Unterschied zwischen einem Pflegeheim und einer Wohnanlage für Senioren? Kompetente Antworten lieferten eine Sozial- und eine Pflegeberaterin aus dem Pflegestützpunkt in Stralsund. Sie klärten auf, dass es beispielsweise auch eine Kurzzeit- und Verhinderungspflege gibt. Möglichkeiten, von denen viele Ältere bislang noch nie gehört hatten.

Kein Pflegeheim in Prerow „Mehr als 80 Prozent der Rentner schrieben uns, dass sie nicht aus Prerow wegziehen möchten. Die Mehrheit möchte mithilfe eines ambulanten Pflegedienstes zu Hause alt werden, in ihrer vertrauten Umgebung“, resümiert Elfi Witt. Nur wenn es aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr anders geht, wären sie bereit, in ein Pflegeheim oder in eine Pflegewohngruppe zu ziehen. Ambulante Pflegedienste, die sich um Senioren in Prerow kümmern, gibt es viele. Doch ein Pflegeheim gibt es nicht. Die nächstgelegenen befinden sich in Zingst und Barth. Doch es gibt ein Grundstück, das der Gemeinde gehört und auf dem sich bis in die 90er Jahre ein Pflegeheim befand.

Bürgermeister René Roloff hat diese Immobilie ins Auge gefasst: „Wir müssen als Gemeinde eine Sicherheit und somit auch eine Einrichtung schaffen, die Anwohner in Anspruch nehmen können, wenn es ihnen schlecht geht.“ Doch was genau – und in welcher Größe – dort entstehen soll, muss zunächst genau ermittelt werden. Roloff könnte sich eine Mischung aus betreuter Wohngruppe mit Pflegeplätzen vorstellen. „Wir brauchen eine verträgliche Einrichtung, die auf die Bedürfnisse Prerows zugeschnitten ist“, erklärte Roloff.

Ein weiterer Wunsch sind Gehwege ohne Schlaglöcher und mehr Bänke, auf denen Rentner sich ausruhen können. „Vor allem die Marienstraße bereitet Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, Probleme“, sagt Elfi Witt. Dass der Straßenausbau „kontinuierlich im Fluss“ sei, betont Bürgermeister Roloff. Zurzeit werde die Hagen- und im Anschluss die Buchenstraße saniert. „Und wegen der Sitzgelegenheiten sind wir im Gespräch mit dem Kurbetrieb.“ Rundgänge sind geplant, auf denen die Verantwortlichen nach sinnvollen Standorten für die zusätzlichen Bänke suchen.

Rufbusse und Lieferservice

Die Bedürfnisse der Senioren werden ernst genommen. So erfuhr der Seniorenbeirat auch bei der Auswertung der Fragebögen, dass sich die Älteren Sorgen um ihre Mobilität und Eigenständigkeit machen.

„Sie wünschen sich beispielsweise Rufbusse und einen Lieferservice, der die Lebensmittel nach Hause transportiert“, berichtet Elfi Witt stellvertretend für die Mitglieder des Seniorenbeirates. Es habe bereits erste Gespräche mit zwei Supermärkten gegeben. „Die Senioren werden genau beobachten, was sich verändert und was nicht“, so Elfi Witt.

Carolin Riemer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Fischland-Darss
Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.