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Ahrenshoop speichert Löschwasser in Zisternen

Ahrenshoop Ahrenshoop speichert Löschwasser in Zisternen

Engpässe bei der Versorgung im Notfall sollen beseitigt werden / Klare Absage an Bau von Löschwasserteichen

Ahrenshoop. Defizite beim Brandschutz will das Ostseebad Ahrenshoop beseitigen. Problem sind die Hydranten, aus denen teilweise nicht die geforderte Menge von 96000

Litern Wasser in zwei Stunden sprudeln. Die Boddenland GmbH als Wasserversorgerin hat aus diesem Grund schon einige der Zapfstellen für die Feuerwehr von Löschwasserhydranten zu technischen Hydranten abgestuft. Ahrenshoop will dem Problem mit dem Bau von Zisternen begegnen. Eine Analyse soll zeigen, wo die Probleme mit der Bereitstellung einer ausreichenden Menge von Löschwasser am größten sind.

Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) hatte während der Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstagabend über ein Treffen mit Vertretern von Wasserversorger, Kommunen und Feuerwehren informiert.

Eine Seenlandschaft wird das Ostseebad nicht werden. Den Bau von Löschwasserteichen lehnt das Gemeindeoberhaupt kategorisch ab – allein schon wegen Sicherheitsbedenken. Denn trotz Warnschildern und Einfriedungen komme es immer wieder zu Unfällen.

Die Idee einer Zisterne ist in dem Künstlerort bereits Realität geworden. Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Hotels Fischerwiege hat Bauherr Roland Fischer eine große Zisterne unter die Erde gebracht, um selbst ausreichend Löschwasser für den Notfall auf dem Schifferberg zu haben.

Den Brandschutz in dem Ostseebad sieht Wehrführer und erster stellvertretender Bürgermeister Benjamin Heinke (CDU) gesichert. Die Hydranten funktionierten ja. Nur für den Falle eines Großbrandes, bei dem über einen langen Zeitraum viel Wasser benötigt werde, könne es eng werden. Zwar könne die Boddenland GmbH mit deren Pumpen den Druck in der Trinkwasserleitung erhöhen, aber nach einer gewissen Zeit reiche das auch nicht mehr aus, so Heinke. Auch die Zahl der Urlauber gerade während der Hauptsaison könne die Löschwasserversorgung aus den Hydranten beeinträchtigen. „Irgendwann ist einfach kein Wasser mehr da“, sagt der Wehrführer. Zu wenig Löschwasser stehe beispielsweise für Einsätze im Weg zum Hohen Ufer zur Verfügung. Gleiches gelte für Teile des Ortsteils Ahrenshoop.

Während der Zusammenkunft hatte Heinke noch einmal an die Hausbesitzer appelliert, die Gebäude mit einer deutlich sichtbaren Hausnummer zu versehen. Für Rettungsdienst und Feuerwehr sei das unerlässlich. Teils versteckt angebracht, teils gar nicht vorhanden – das kann im Ernstfall wertvolle Sekunden bis zum Eintreffen von Hilfe kosten.

Keinen Beschluss haben die Gemeindevertreter getroffen, während der Vollsperrung der L 21 vom 15. Oktober, 18 Uhr, bis 17. Oktober, 5.30 Uhr, die öffentlichen Parkplätze kostenfrei zur Verfügung zu stellen. „Wir haben eine Satzung, und die müssen wir auch einhalten“, erläuterte der Bürgermeister. Anderenfalls würde sich das Ostseebad auf rechtlich unsicherem Boden bewegen. Gleiches gelte auch für die Erhebung der Kurtaxe an dem Wochenende im Oktober, wie es seitens der Gastronomie und Hotellerie angeregt worden war. Innerhalb der Gemeindevertretung wurde der Straßenbau mit einer Vollsperrung – ursprünglich vorgesehen waren Sperrungen der Ortsdurchfahrt an drei Wochenenden – als optimale Lösung eingestuft.

Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter, dass private Leitungen in öffentlichem Grund und Boden nichts zu suchen haben. Allerdings haben sich die Kommunalpolitiker ein Hintertürchen offen gelassen. Im Einzelfall werde eine Ausnahme von der Regel geprüft, so Götze. Wichtig sei, dass die privaten Leitungen exakt vermessen und deren Verlauf einwandfrei dokumentiert werde.

Auch die Nutzung öffentlicher Flächen durch Private, etwa durch Überbauung oder das Pflanzen von Hecken vor dem eigenen Grundstück, will die Kommune abstellen. Auch dieser einstimmig gefasste Beschluss bietet Betroffenen einen Ausweg, ohne dass beispielsweise eine Hecke versetzt werden muss. Unter der Prämisse, dass die Kommune die überbaute oder widerrechtlich genutzte Fläche nicht benötige, könne mit dem Betroffenen ein Kauf- oder Pachtvertrag für die privat genutzte kommunale Fläche abgeschlossen werden.

Timo Richter

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