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Ahrenshoop steht zu Rechnungsprüfer

Ahrenshoop/Born Ahrenshoop steht zu Rechnungsprüfer

Nach Unstimmigkeiten wurde in dem Ostseebad ein eigener Prüfungsausschuss gegründet

Ahrenshoop/Born. Der mögliche Rauswurf des Ahrenshoopers Ernst-Otto Kocks aus dem Rechnungsprüfungsausschuss des Amtes Darß/Fischland sorgt für Spannungen. In einer von Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) und Benjamin Heinke (CDU) unterzeichneten Stellungnahme heißt es, die Gemeindevertreter des Ostseebades „stehen geschlossen zu ihrem Rechnungsprüfer“ und sprechen ihm ihr uneingeschränktes Vertrauen aus. Nach einer Sitzung des Ausschusses im März hatte eine Mehrheit der Mitglieder eine weitere Zusammenarbeit mit Kock aufgrund dessen Arbeitsweise und -stils sowie des Umgangs mit anderen Mitgliedern des Gremiums abgelehnt (die OZ berichtete).

Mit ihrer Stellungnahme geht die Gemeindevertretung des Ostseebades auf Konfrontationskurs zum Amtsvorsteher Gerd Scharmberg. Und: Aufgrund von Unstimmigkeiten im vom Amt aufgestellten Jahresabschluss 2012 für den Künstlerort hatten die Gemeindevertreter einen eigenen Rechnungsprüfungsausschuss als Gremium der Gemeindevertretung gegründet. Den ihr zustehenden Sitz im Ausschuss des Amtes will die Gemeinde Ahrenshoop aber auch künftig wahrnehmen – und zwar durch Ernst-Otto Kock. „Er arbeitet sehr verantwortungsbewusst und entdeckte Ungereimtheiten bei der Rechnungsprüfung.

Nachdem er im Rechnungsprüfungsausschuss kein Gehör fand, informierte er die zuständigen Behörden, um deren Stellungnahme zu verlangen“, heißt es von Götze und Heinke. Dieses Vorgehen unterstütze die Ahrenshooper Gemeindevertretung einstimmig, „da diese verantwortungsvolle Arbeit ein gesetzeskonformes verwaltungsrechtliches Handeln im Amtsbereich sicherstellt“. Die Aufgaben des Rechnungsprüfungsausschusses finden sich im Kommunalprüfungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern und Kock habe den Vorsitzenden Frank Vorpahl immer auf eine ordnungsgemäße Prüfung hingewiesen.

Scharmberg hatte als Amtsvorsteher gesagt, dass Kock in dem Ausschuss untragbar sei, weil er mit nichtöffentlichen Unterlagen politisch punkten wolle. Hintergrund: Kock hatte Anzeige gegen Scharmberg und drei weitere Personen wegen des Verdachts der Veruntreuung im Zusammenhang mit dem Kauf von „Peterssons Hof“ durch die Borner Kurverwaltung erstattet.

In einer Leserzuschrift bezeichnet Hans-Dieter Hänsen aus Langendamm den Ausschluss Kocks als „unbequemes Mitglied“ aus dem Rechnungsprüfungsausschuss, weil der es gewagt habe, öffentlich von „Vorteilsnahme“ zu berichten, als „Höhepunkt einer verlogenen Diskussion. Wenn es gelingen sollte, diesen Ausschluss durchzusetzen, wäre dies ein Schlag ins Gesicht der Demokratie und der Steuerzahler.“

Die Gemeindevertreter von Born, aber auch von Prerow benähmen sich in der Kommunalpolitik „wie die Axt im Walde“, wie Hänsen schreibt, „jedoch nicht zum Wohle der angeblich von ihnen vertretenen Bürger, sondern zu ihrem eigenen.“

Timo Richter

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