Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Ahrenshooper Geschichte auf 330 Seiten

Ahrenshoop Ahrenshooper Geschichte auf 330 Seiten

Astrid Beier veröffentlicht Teil fünf der Reihe „Abseits vom Schulweg“ / Das Buch enthält Beiträge über Alfred Krohn, Kurhaus und das Leben im Dorf

Ahrenshoop. In ihrer Reihe „Abseits vom Schulweg“ hat die Ahrenshooper Chronistin Astrid Beier einen weiteren Band herausgebracht. Es ist mittlerweile der fünfte. Titel:

 

OZ-Bild

Astrid Beier hat den fünften Band der Reihe „Abseits vom Schulweg“ veröffentlicht.

Quelle: Edwin Sternkiker

Abstecher in die 90er

100Exemplare der 150 insgesamt gedruckten Bücher sind bereits verkauft worden. Der fünfte Band der Reihe „Abseits vom Schulweg“ der Ortschronistin Astrid Beier umfasst den Zeitraum vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1980er-Jahre mit einigen „Abstechern“ in die 1990er-Jahre.

„Von Alfred Krohn bis zum Kurhaus und dem Leben im Dorf“. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1980er-Jahre, mit einigen „Abstechern“ in die 1990er-Jahre.

Thematisch ist das Buch weit gefächert. Die Palette reicht von der Vorstellung des malenden Seefahrers Alfred Krohn über die Auswirkungen der Künstlerkolonie auf die Ahrenshooper Bevölkerung bis hin zu den Einkaufsmöglichkeiten. Und die Autorin nimmt die Leser mit in die Häuser Seeblick und Seezeichen sowie in den Baltischen Hof und befasst sich auch mit dem Tonnenbund und besonders ausführlich mit dem Kurhaus, das Ende 1993 geschlossen wurde, bis 2008 zur Ruine verfiel und dann abgerissen wurde. Kuriosum am Rande: Astrid Beier gelang es, die letzte überlieferte Kellnerabrechnung zu finden.

Sie stammte vom 14. Oktober 1993.

Beeindruckend – wie auch bei den anderen Büchern, die bisher in der der Reihe „Abseits vom Schulweg“ herausgegeben worden sind – ist die Materialfülle, die die Autorin vor dem Leser ausbreitet.

Möglich ist das, weil ihr viele Ahrenshooper bereitwillig Einblick in Familienalben und Kartons gegeben haben, aus denen so manches „Schätzchen“ zum Vorschein kam. Und so konnten zahlreiche Fotos und Dokumente in das Buch aufgenommen werden. Teils zur Illustration von Texten, teils stehen sie eigenständig für sich.

Die Herkunft des weitaus überwiegenden Teils des verwendeten Materials bringt es mit sich, dass das Zeitgeschehen und die gesellschaftlichen Veränderungen in Ahrenshoop, Althagen und Niehagen am Beispiel einzelner Menschen und Familien dokumentiert werden.

„Die Bereitschaft, mich mit Fotografien und auch mit Informationen zu unterstützen, war wieder sehr groß“, erzählt Astrid Beier. Oftmals sei sie auf der Straße angesprochen worden mit den Worten „Ich hab’ da was“.

Besonders interessant ist das Eingangskapitel, das sich mit Alfred Krohn (1874 bis 1951) befasst. Er war um die Jahrhundertwende einer von zwei Ahrenhooper Seeleuten, die sich der Malerei zugewandt hatten. Das geschah, nachdem er sich 1890 durch einen Sturz von einem Schiffsmast so schwere Verletzungen zugezogen hatte, dass er nicht mehr zur See fahren konnte. Astrid Beier zitiert in ihrem Buch aus der Diplomarbeit von Hans Bernitt: „Alfred Krohn aber wandte sich allmählich der Malerei zu. Da er, wie er schrieb, Lust zum Zeichnen hatte, kam er durch die Malerkolonie dazu, selbst den Zeichenstift in die Hand zu nehmen. Zunächst fand er in Paul MüllerKaempff, Friedrich Wachenhusen und Fritz Grebe und anderen willige Lehrer und Berater. Ein Malschulverhältnis kam jedoch nicht zustande. Krohn nutzte jede freie Zeit für sein Zeichnen aus. Von November 1899 bis März 1901 besuchte der ehemalige Seemann dann die Königliche Akademische Hochschule für bildende Künste zu Berlin.“

Astrid Beier fand heraus, dass die Schwester von Alfred Krohn, Paula Niemann, viele Zeichnungen und Bilder ihres Bruders nach Rostock ins heutige Kunsthistorische Museum gegeben hatte. Durch das Entgegenkommen der Museumsleitung war es ihr möglich, vier Bleistiftzeichnungen und das Gemälde „Schifferfriedhof“ (Öl auf Leinwand) in ihrem Buch zeigen zu können.

Astrid Beier freut sich, dass das Interesse an ihrem Buch groß ist. Immerhin seien von den 150 gedruckten Exemplaren bereits 100 verkauft worden. Wer sich noch eines sichern möchte: Erhältlich ist das Buch in der Kurverwaltung Ahrenshoop und in der Bücherstube Wustrow.

Edwin Sternkiker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Fischland-Darss
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.