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Bebauung des Holms vor finaler Abstimmung

Born Bebauung des Holms vor finaler Abstimmung

Die Borner Alternative will die Mehrheit der Befürworter des Vorhabens an letzter Hürde scheitern lassen

Born. . Heftige Auseinandersetzungen lässt die finale Abstimmung zum Bebauungsplan „Holm“ in der Sitzung der Gemeindevertreter Borns in der kommenden Woche erwarten.

Seit dem Aufstellungsbeschluss sind rund viereinhalb Jahre ins Land gezogen, „in denen akribisch gearbeitet wurde“, wie Bürgermeister Gerd Scharmberg (Bürger für Born) auf Nachfrage sagt. Der Planer werde das Vorhaben während der Sitzung am Mittwoch, dem 30. November, verteidigen. Selbst vom Petitionsausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern sei den Planungen erst im Sommer dieses Jahres ein hohes Maß an Qualität bescheinigt worden.

Zahl der Häuser nahezu halbiert

Geplant ist, ein großes Boddenareal südwestlich der Ortslage mit Häusern zu bebauen. Das Grundstück wurde der Bonava Wohnbau GmbH, früher NCC, verkauft. War ursprünglich der Bau von bis zu 100 Häusern als möglich erachtet worden, halbierte sich deren Zahl nahezu auf jetzt 54 Gebäude. Zudem gibt es eine Vorhaltefläche für ein Hotel mit Gesundheitsangeboten. Dessen Bau war das einst eigentliche Ziel einer Bebauung des Boddenareals. Die Mehrheit der Gemeindevertreter, also die Vertreter der Wählergemeinschaft Bürger für Born, befürwortet das Vorhaben, die Borner Alternative will den Plan verhindern.

Deren Sprecher Albrecht Kiefer sieht in dem Plan und dessen Werdegang formale und inhaltliche Fehler. Im Wesentlichen drängt die Minderheit in der Gemeindevertretung auf den Abschluss des Kaufvertrages zwischen Kommune und Investorin, bevor der Bebauungsplan verabschiedet werde. Anderenfalls sieht Albrecht Kiefer schwerwiegende Probleme auf die Kommune zukommen. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den ursprünglich mit der NCC ausgehandelten Altvertrag, wonach der Bau von bis zu 100 Gebäuden möglich war. Erst später wurde dieser Vertrag an den Bebauungsplan angepasst, aber nicht unterschrieben. Sollte der Bebauungsplan nun beschlossen werden, fürchtet Kiefer, dass somit der „Altvertrag“ wieder gültig werde.

Die Borner Alternative vermisst zudem ein neues Gutachten als Konsequenz der Reduzierung der möglichen Häuserzahl. Zwar sei eilig eine neue Expertise erstellt worden, „darin wimmelt es aber von Fehlern“. Albrecht Kiefer bezweifelt, dass dieses Gutachten überhaupt Gültigkeit besitzt.

„Goldener Schnitt“ im Süden

Dass die Bonava die südliche Bebauung des Areals großzügig über die Grenzen des Bebauungsplans offeriert, stößt der Borner Alternative besonders sauer auf. Immerhin vergrößere sich die genutzte Fläche um ein Viertel. „Dort macht die Bonava ihren ,goldenen Schnitt’“, ist Kiefer überzeugt. Zwar sei nichtöffentlich die Neufassung eines Beschlusses vorgesehen, weil aber keine Vorlage existiere, am Mittwoch möglicherweise als Tischvorlage komme, sei von der Borner Alternative keine Zustimmung zu erwarten, wie Albrecht Kiefer sagt. Als „unmöglich“ bezeichnet es der Gemeindevertreter, dass trotz der gewünschten Erweiterung der Nutzungsfläche der Kaufpreis nicht angepasst werden solle. Es gehe immerhin um rund eine Million Euro, auf die die Kommune in dem Fall verzichte.

In diesem Zusammenhang fordert die Borner Alternative auch eine Neuberechnung der Umlage der Erschließungskosten. So sollten die Käufer der dann größeren Grundstücke stärker an diesen Kosten beteiligt werden, die Erwerber kleinerer Areale würden im Gegenzug entlastet.

Gemeindevertretung: 30. November, 18 Uhr, Borner Hof.

Timo Richter

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