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Beim Filmen werden Erinnerungen wach

Dierhagen Beim Filmen werden Erinnerungen wach

Für die neue ZDF-Reihe „Herzkino“ entstehen derzeit in der Region zwei Filme für die Familie

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Eine kurze Drehpause nutzt Maskenbildnerin Stephanie Adam, um die Schauspielerin Julia Richter nachzuschminken.

Quelle: Foto: Timo Richter

Dierhagen. Eng ist es im Café Strandgut. Reflektoren, eine riesige Kamera, Mikrofone und die vielköpfige Crew bevölkern das Vereinsheim des Segelvereins Wassersport Dierhagen. Das Domizil der Wassersportler wurde für die neue Serie „Herzkino“ des ZDF zu einem Café ausgebaut.

Schauspielerin Julia Richter blinzelt während einer kurzen Drehpause in den Himmel, an dem die Wolken gerade auseinander stieben, um der Sonne Platz zu machen. Maskenbildnerin Stephanie Adam tupft und zupft rund um die Augen der Darstellerin. Ein für den Vormittag geplanter Dreh mit Hauptdarstellerin Annette Frier wird wegen des Wetters kurzerhand auf einen späteren Termin verlegt.

Inzwischen in der dritten Woche ist das rund 40-köpfige Team zwischen Neuhaus bei Dierhagen und Ahrenshoop unterwegs, eine Szene entstand in Graal-Müritz. Gleich zwei Folgen der neuen Reihe sollen bis Ende kommender Woche im Kasten sein. Da müssen alle den Überblick behalten, damit während der Aufnahmen nichts durcheinander gerät. Ein konkreter Sendetermin steht noch nicht fest, laufen könnten die Filme aber im Frühjahr 2018.

Mit einem leichten Schmunzeln beobachtet Martell Peiser das Gewusel auf dem Vereinsgelände. Er, der Hafenmeister, habe die Anfrage des Filmteams positiv beantwortet. „Dass hier gedreht wird, geht auf meine Kappe.“

Nicht ganz, denn bereits vor Monaten war unter anderem Produzentin Nele Willaert auf Motivsuche für die Filme. Unter anderem in Dierhagen wurde sie fündig – auch wenn es damals ganz anders aussah.

Die Boote dümpeln nicht im Bodden, sondern stehen an Land, Eiseskälte hat die kleinen Wellen auf dem Bodden eingefroren.

Mehr Bewegung war da schon vor einigen Tagen im Dierhäger Hafen, als die einzige Action-Szene gedreht wurde. Während einer Rangelei wird ein Mann ins Hafenbecken geschubst. Diese Szene hat ein Stuntman übernommen. Zur Sicherheit steht immer auch ein Rettungsschwimmer zur Verfügung.

Geradezu abenteuerlich gestalten sich die Aufnahmen für eine Szene, in der die Hauptdarstellerin in die Ostsee rennen soll. „Wir haben uns leider den Tag mit acht bis neun Windstärken ausgesucht“, sagt Nele Willaert. Annette Frier hat die Szene offensichtlich genossen. „Sie hat sich richtig in die Wellen geworfen“, erinnert sich die Produzentin. Immerhin eine gute Handvoll Männer in Neoprenanzügen haben das riskante Unterfangen abgesichert.

Im Team stimmt die Stimmung, sagt Nele Willaert. Und das Ergebnis bestimmt auch, schließlich stehen zwischenmenschliche Beziehungen im Vordergrund der beiden Filme – Verstehen und auch Solidarität.

Und während Annette Frier noch im nahen Hotel auf ihren Einsatz vor der Kamera wartet, ist Schauspielerkollegin Julia Richter schon ganz bei der Sache. In der kurzen Drehpause erinnert sie sich an Kindheitsaufenthalte in Prerow. „Natürlich auf dem Campingplatz.“ Und selbstredend der Weststrand – Sonnenuntergänge und Steinesammeln – und Ahrenshoop. „Zum Weststrand, da muss ich wieder hin, wenn ich frei habe“, sagt Julia Richter.

Der Dreh weckt Erinnerungen. In Dierhagen liegen in diesen Tagen Gedanken an Kindheitstage und berufliche Tätigkeit mindestens so nah beieinander, wie das Filmteam im Café Strandgut hockt, nämlich ganz eng.

Ein starkes Team

33 Schauspieler insgesamt sind an den Aufnahmen für die beiden Filme der neuen ZDF-Reihe „Herzkino“ beteiligt. Niemals werden sie während der Dreharbeiten zusammen an einem Ort sein.

40 Mitarbeiter stark ist das Aufnahmeteam, dazu kommen die Komparsen. Fünf Wochen lang ist das Team zwischen Dierhagen-Neuhaus und Ahrenshoop unterwegs. Eine Szene entstand in Graal-Müritz.

Timo Richter

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