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Berliner Künstler erlebte Aufhellung

Ahrenshoop Berliner Künstler erlebte Aufhellung

Manfred Gipper war Stipendiat im Hotel „The Grand“

Ahrenshoop. Die Schaffenskraft nur gering, Düsternis und Schwermut bestimmen die Gedanken — so kam der Künstler Manfred Gipper vor vier Wochen als Stipendiat ins Hotel „The Grand“. Während seines Aufenthalts erlebte der Berliner eine Aufhellung. Die Weite der Ostsee, Licht und Farben — all das hat der Berliner Winter nicht zu bieten — haben Gipper neue Perspektiven geboten. Am Sonntag reist der Künstler wieder zurück in die Bundeshauptstadt — mit frischer Schaffenskraft, frohgemut und neu inspiriert und dazu mit einer neuen Freiheit im Kopf, die geradezu explodiert sei.

„Meerbilder Ahrenshoop — eine Aufhellung“ hat Manfred Gipper denn auch die kleine Präsentation getitelt, in der Werke seines vierwöchigen Stipendiumsaufenthalts in dem Hotel zu sehen sind. Selbst erstaunt ist der Künstler. Seine Collagen erscheinen in „veränderter Farbigkeit“, stellt er fest, und sie seien „ein Stück heller“.

Geradezu düster, nämlich schwarz, sind die ersten, skurril anmutenden Kleinstinstallationen, die er nach Ankunft in Ahrenshoop erfunden hat. Da ist der „Zeitkratzer“, eine Konstruktion, die sich immerwährend im Kreise dreht, aber nicht vom Fleck kommt. Da ist der „Beckenrempler“, zwei Ziffernblätter, die in einem Mini-Bassin fortwährend gegeneinander prallen. Anders präsentieren sich die Collagen Gippers, die deutlich mehr Optimismus ausstrahlen.

Nach Licht gierte der Berliner förmlich. Die gedämpfte Beleuchtung in dem Hotelzimmer reicht nicht, erst zwei dann drei, dann endlich eine Tageslichtlampe — da bereitete das Arbeiten wieder Freude.

Das Bett mit Packpapier ausgelegt, so entstanden die Collagen.

Nach der Grimme-Preisträgerin und Filmemacherin Annekatrin Hendel ist Manfred Gipper der zweite Stipendiat, der einen vierwöchigen Aufenthalt bekommen hat. Hoteldirektor Thomas Döbber-Rüther sieht schon jetzt einen „sensationellen“ Erfolg des Engagements. „In Ahrenshoop wird zwar viel mit Kunst gehandelt“, sagt er, „es wird aber zu wenig die Kunst gelebt.“ Mit den Stipendien — bei der Auswahl der Künstler stand die Leiterin des Kunsthauses Lukas, Gerlinde Creutzburg, beratend zur Seite — will der Hotelchef das ändern. Und: „Wir wollen Künstler, die hier waren, zum Teil des Hotels machen“

— wenigstens während ihrer Wirkzeit dort.

Die Wahl der Stipendiaten für das kommende Jahr ist bereits getroffen: Der Autor Norman Ohler („Der totale Rausch — Drogen im Dritten Reich“) und die Künstlerin Anett Frontzek (Zeichnungen, Papierschnitte, Installationen) werden sich jeweils für vier Wochen in das Hotel einquartieren und dort arbeiten.

 



tri

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