Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Bodden sollte gemeinsam saniert werden

Fischland-Darß-Zingst Bodden sollte gemeinsam saniert werden

Dierhäger Hafenmeister regt Kauf eines eigenen Baggers an

Fischland-Darß-Zingst. Offene Türen hat der Borner Hafenmeister Werner Witt mit seiner Kritik an einem für Segelboote kaum zu befahrenden Bodden eingerannt. „Da hat mein Kollege eher noch untertrieben“, pflichtet beispielsweise der Wustrower Hafenmeister Olle-Uwe Kabelitz bei. Auch aus Dierhagen kommt Zustimmung für die Aussagen Witts zum verschlammten Bodden mit seinen zahllosen Flachstellen, die geraden von Segelbooten nicht zu passieren sind. Folge: Die mit Millionenaufwand gebauten Wasserwanderrastplätze rund um den Bodden sind zumeist verwaist.

Der Bagger muss her, Personal kann ich stellen.“Peter Zobel, Hafenmeister Dierhagen

Eigeninitiative

300 000Euro kostet laut des Dierhäger Hafenmeisters ein Bagger für den Bodden. Das Geld sollten die am Bodden liegenden Gemeinden anteilig nach ihrer Hafengröße aufbringen.

Ansätze, um dem Problem Herr zu werden, gibt es unterschiedliche. So sieht Kabelitz in einem Durchstich – den sein Amtskollege in Born als Albernheit bezeichnet – eine Möglichkeit den Bodden langfristig zu entschlammen. Durch die Schwebstoffe, die dann in Richtung Osten ausgespült würden, könnte die Ostsee verschmutzt werden. Ähnliche Pläne hätten zu DDR-Zeiten schon die Polen mit ihrem Veto vereitelt.

Das Baggern der Fahrrinne, „immerhin eine amtliche Seewasserstraße“, wie Kabelitz betont, nutze nichts, weil der Schlamm sofort nachrutsche. Gleiches gelte für die Häfen, die die Kommunen schon auf eigene Kosten oder wie im Dierhäger Ortsteil Dändorf auf Kosten des dortigen Segelvereins freigehalten werden.

Im Einklang befindet sich das Wustrower Original mit dem Dierhäger Hafenmeister Peter Zobel. Der fordert eine von den Kommunen rund um den Bodden initiierte Gemeinschaftsaktion. Die Gemeinden sollten sich einen Bagger zulegen. 300000 Euro soll der laut Zobel kosten. Das Geld würde anteilig abhängig von der Hafengröße auf die Kommunen umgelegt. So könne das Fahrwasser im Bodden freigehalten werden. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund brauche sich dann nur noch mit Meiningenbrücke, Prerow-Strom und Bülten beschäftigen. „Der Bagger muss her, Personal stelle ich“, konstatiert Peter Zobel.

Im Kreis ist die Problematik bekannt, sagt Olaf Manzke. Der Sprecher sieht das Thema im Zweckverband Maritimer Lückenschluss gut aufgehoben, damit die Region mit einer Stimme spreche. Das bezweifelt dagegen Olle-Uwe Kabelitz, der keine gemeinsame Lösung sieht, weil die die Gemeinden „nicht grün sind“.

Timo Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kühlungsborn
Der Däne Sören Eriksen soll beim Touristik Service Kühlungsborn das Auslandsmarketing ankurbeln und seine Landsleute als Urlauber ins Ostseebad locken.

Praktikum beim Touristik Service: Däne Sören Eriksen soll seine Landsleute als Urlauber in das Ostseebad locken

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Fischland-Darss
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.