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Born: Sportfläche oder Fußballplatz?

Born Born: Sportfläche oder Fußballplatz?

Seit Jahren soll ein Teil des Zeltplatzgeländes überplant werden / Jetzt kommt Bewegung in die Sache

Born. Braucht Born einen Fußballplatz? Und sollte dieser Fußballplatz auf dem Gelände des Borner Campingplatzes gebaut werden? Darüber debattieren derzeit die Gemeindevertreter des Boddendorfes. Während die Borner Alternative sich für den Bau einer Sportfläche ausspricht, haben die Mitglieder der Mehrheitsfraktion Bürger für Born, der auch Bürgermeister Gerd Scharmberg angehört, Zweifel an dem Vorhaben.

Es ist ureigenste Aufgabe der Gemeinde, Infrastruktur zu entwickeln.“Klaus-Dieter Holtz, Borner Alternative

Ich möchte die Regenbogen AG dazu bringen, eine attraktive Wassersportlandschaft zu entwickeln.“Gerd Scharmberg, Bürgermeister von Born

Zum Hintergrund: Weil vor Jahren der ehemalige Fußballplatz im Gebiet des Nationalparks aufgegeben werden musste, entstand die Überlegung, an anderer Stelle einen neuen zu bauen. Seit 2011 wurden verschiedene Ideen aufgeworfen, die darin mündeten, eine Fläche des Campingplatzes dafür zu nutzen. Damit würden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, da das Gebiet, in dem der Platz entstehen soll, überplant werden soll. Ein Bebauungsplan wurde entwickelt, um bereits bestehende Nutzungen quasi dauerhaft zu legalisieren. Derzeit gibt es beispielsweise für die Surfwiese am Campingplatz nur eine Sondergenehmigung. Gleichzeitig plant die Regenbogen AG, Wohnmobilstellplätze zu schaffen, das Hauptanliegen der Betreiberin. Auch ein Parkplatz soll gebaut werden.

Nun ist der Punkt gekommen, an dem die Gemeindevertreter festhalten sollen, was dort darüber hinaus gebaut werden soll. Die Planung übernimmt schließlich die Regenbogen AG, die Planungshoheit hat die Gemeinde.

„Ich habe meine Zweifel. Wenn die Regenbogen AG plant, müssen wir bauen“, sagte Bürgermeister Gerd Scharmberg. Diverse Fragen seien zu erläutern, etwa wer die Erschließung des Geländes übernimmt, wer die Kosten trägt, wer den Umweltausgleich leistet. Kosten von mehreren Hunderttausend Euro seien zu erwarten.

Grundsätzlich stehe aber die Frage im Raum, ob Born überhaupt einen Fußballplatz braucht. Allzu viele aktive Fußballer gibt es in der Gemeinde nicht. Auch ein Verein mit mehreren Mannschaft im Ligaspielbetrieb fehlt.

Die Fraktion der Borner Alternative ist mittlerweile selbst von der Idee eines Fußballplatzes abgerückt, eine Sportfläche soll es jedoch schon sein. „Das ist für Born notwendig. Es ist ureigenste Aufgabe der Gemeinde, Infrastruktur zu entwickeln“, meint Klaus-Dieter Holtz. Statt eines Fußballplatzes könne eine Sportfläche mit mehreren Angeboten, etwa einem Volleyballfeld, einem Basketballfeld oder anderen Sportgeräten gebaut werden. Die Kosten könnte die Kurverwaltung übernehmen, schließlich sei das auch ein touristisches Angebot, gerade am Campingplatz. „Wir können nicht Kurtaxe kassieren und nichts bieten“, so Holtz.

Borns Kurdirektor Yves Scharmberg könne zu diesem Vorschlag weder ja noch nein sagen. „Derzeit sehe ich aber keine Möglichkeit“, sagte er auf OZ-Nachfrage. Es gebe einige aktuelle Projekte, die die Kurverwaltung bezahlen müsse, etwa den Umbau des Pferdestalls auf dem Gelände der ehemaligen Oberförsterei zum Forst- und Jagdmuseum. Auch auf der Erlebniswiese soll investiert werden. „Dazu kommt die Instandhaltung vieler Einrichtungen, die bedarf vieler Finanzmittel“, so Scharmberg. Eine Sportanlage auf dem Campingplatz werfe dagegen einige Fragen auf. „Man muss genau schauen, was entstehen soll und ob die Stelle für eine solche Sportfläche angemessen ist. Und es gibt noch mehr Fragen“, so Scharmberg.

Bürgermeister Gerd Scharmberg wäre es lieber, auf den Platz zu verzichten, zumal dafür noch einige Grundstücke aus privater Hand gekauft werden müssten. „Wir haben das Planungsinstrument. Ich möchte die Regenbogen AG dazu bringen, eine attraktive Wassersportlandschaft zu entwickeln und dazu am Rande weitere Sportangebote“, so Scharmberg. Nicht also die Gemeinde sollte dort bauen.

Dass sich die Regenbogen AG darauf einlässt, hält Scharmberg für wahrscheinlich, schließlich verfolge der Campingplatzbetreiber mit der Schaffung der Wohnmobilstellplätze eigene Ziele. Die Gemeinde könnte diese Abhängigkeit ausnutzen, zumal die Campingplatzbetreiberin auch einige Flächen von der Gemeinde gepachtet hat. Auch die Surfwiese ist von der Gemeinde verpachtet.

Robert Niemeyer

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