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„Buhne 12“ wohl gerettet — aber Gaststättensterben hält an

Ahrenshoop „Buhne 12“ wohl gerettet — aber Gaststättensterben hält an

Gastronomie und Hotellerie haben massive Probleme, Personal zu finden / Experten empfehlen Bezahlung deutlich über dem Mindestlohn

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Der Eigentümer des Cafés „Buhne 12“ hat bereits einen Antrag gestellt, das Gebäude für Wohnungen umbauen zu dürfen.

Quelle: Timo Richter

Ahrenshoop. Steht ein Traditionslokal in Ahrenshoop auf der Kippe? Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) bestätigte, dass für die „Buhne 12“ am Grenzweg ein Antrag vorliege, um das beliebte Café und Restaurant auf dem Hochufer zu Wohnungen umzubauen. In den vergangenen Jahren sind dem Ostseebad insgesamt sechs gastronomische Betriebe verloren gegangen. Für die „Buhne 12“ soll sich jedoch kurzfristig doch noch ein neuer Betreiber gefunden haben, sagte der Bürgermeister gestern auf Nachfrage. Diese neue Entwicklung soll sich im Verlauf des Wochenendes ergeben haben.

Ich finde es grässlich für die touristische Entwicklung des Ortes.“Hans Götze, Bürgermeister in Ahrenshoop

Dennoch liegt Götze das Aus verschiedener Restaurants in dem Künstlerort schwer im Magen. „Ich finde das grässlich für die touristische Entwicklung des Ortes. Das ist sehr, sehr schädlich“, sagte er vor der Gemeindevertretung. Sollten auch noch weitere Gasthäuser schließen, sei das eine „katastrophale Entwicklung“.

Das Aus für die „Buhne 12“ schien schon besiegelt. Der Eigentümer, so Hans Götze, hatte schon einen Antrag gestellt, das Gebäude für den Umbau zu Wohnungen umbauen zu dürfen. „Das ist sehr traurig, wir haben uns viele Gedanken gemacht“, sagte Götze. Aber die Kommune könne die Gaststätte nicht selbst betreiben. Die Ursache sieht der Bürgermeister in „Riesenproblemen“, Personal zu finden. „Vielleicht liegt es am Lohngefüge.“ Experten sehen vor allem in einer Bezahlung deutlich über dem Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde das wichtigste Instrument, gut ausgebildete junge Menschen in der Region zu halten, wie gestern in der Aufarbeitung verschiedener Veranstaltungen anlässlich des 1. Mai berichtet wurde.

Vor allem Gastronomie und Hotellerie ächzen seit Jahren unter rückläufigen Bewerberzahlen. Zuletzt hatten Hotels unter anderem in Dierhagen und Wustrow mit der Beschäftigung junger Menschen aus südeuropäischen Ländern versucht, dem Dilemma fehlenden Personals entgegenzutreten (die OZ berichtete).

Ein Sonderweg wurde angesichts des Schließens verschiedener gastronomischer Betriebe und Geschäfte in der Nachbargemeinde Born beschritten. Dort beschloss eine Mehrheit der Gemeindevertreter um Bürgermeister Gerd Scharmberg, dem eigenen Kurbetrieb einen Investitionszuschuss zu gewähren, um das Ensemble „Peterssons Hof“ zu erwerben. Befürchtet wurde von der Mehrheit der Borner Gemeindevertreter, die Gebäude würden zu Ferienwohnungen umgebaut, um eine höhere Rendite zu erzielen. Mittlerweile wurde der Restaurantbetrieb verpachtet. Gegen den Kauf von „Peterssons Hof“ liegen Beschwerden und eine Klage vor.

Von Timo Richter

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