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Cartoonair-Chef hofft auf 17500 Gäste

Prerow Cartoonair-Chef hofft auf 17500 Gäste

Deutschlandweit einzigartiges Karikaturen-Freiluft-Festival in Prerow leidet unter der „All-Inclusive-Mentalität“

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Die Zeichner André Poloczek (l.) und Michael Holtschulte porträtieren sich gegenseitig.

Quelle: Timo Richter

Prerow. Die Karikaturen-Ausstellung in Prerow hat mit mäßigen Besucherzahlen zu kämpfen. Bis zum Ende des deutschlandweit einzigartigen Freiluft-Festivals mit mehr als 220 Zeichnungen zum Thema „Fitte Bilder – Cartoons zum Wohlfühlen“ am 18. September wird – wenn überhaupt – geradeso die Besucherzahl des Vorjahres erreicht, wie Organisator Wolfgang Kleinert voraussieht. Er rechnet mit rund 17500 Besuchern. Als Ursache für die leicht rückläufigen Zahlen hat Kleinert die „All-Inclusive-Mentalität“ früherer Türkei-Urlauber ausgemacht, die ihre Ferien angesichts der derzeit unsicheren Lage in der Türkei lieber an die Ostsee verbringen. Eintritt für Ausstellungen zu bezahlen, sei diesen Urlaubern vielfach fremd. Das habe er auch von anderen Ausstellungsorganisatoren so gehört, sagt Kleinert. An den Kassen seien Touristen zuweilen geradezu patzig geworden.

 

OZ-Bild

Wir haben Cartoonisten in Prerow von Anbeginn eine Bühne geboten.“Wolfgang Kleinert, Organisator

Dennoch ist auch die neunte Auflage des Festivals, präsentiert von der OSTSEE-ZEITUNG, ein Erfolg, so die Bilanz Kleinerts. Vor allem den zunehmenden Drang vieler Zeichner, mit eigenen Shows auf einer Bühne aufzutreten, habe das „Cartoonair am Meer“ von Anbeginn ermöglicht. Auch in diesem Jahr waren die Abendshows nahezu allesamt ausverkauft gewesen. Mit dem Stelldichein von fast 40

Zeichnern am Samstag im Garten des Kulturkatens setzt Kleinert einen markanten Schlusspunkt. Ab 14.30 Uhr können Interessierte den Karikaturisten zuschauen, wenn sie ihre Ideen zum Thema „All inclusive“ zu Papier bringen. Ab 18 Uhr spielt die Cartoonisten-Allstar-Band, im Anschluss wird die beliebteste Zeichnung mit dem Publikumspreis geehrt. Derzeit gibt es zwei Karikaturen, die in der Gunst des Publikums ganz vorne liegen.

Raus aus der Ideenschmiede, lautet das Motto vieler Zeichner, wie André Poloczek und Michael Holtschulte unisono sagen. „Polo“ ist von Anfang an dabei, Holtschulte zum fünften Mal. Das Treffen vieler Zeichner biete die Möglichkeit zum Gedankenaustausch und Abwechslung von der zumeist einsamen Arbeit in den Ateliers. Für Poloczek ist es zudem eine willkommene Gelegenheit, höchstpersönlich zu erfahren, wie seine Zeichnungen beim Publikum ankommen. Der Wuppertaler war einer der ersten Karikaturisten aus den alten Bundesländern, die im „Eulenspiegel“ veröffentlicht wurden.

Michael Holtschulte nutzt den Aufenthalt in Prerow zugleich als Urlaub. Auf das Zeichnen inmitten von vielen anderen freut er sich, außerdem zupft er am Samstag die Gitarre in der Cartoonisten-Allstar- Band, wartet sehnsüchtig auf das Eintreffen der Bandmitglieder, um endlich proben zu können. Erst durch die Ausstellung sei er auf das Ostseebad aufmerksam geworden. „Ich habe Bilder gesehen, und war traurig, dass ich nicht ,mitspielen’ konnte.“

Auch in den kommenden drei Jahren wird das „Cartoonair am Meer“in Prerow stattfinden. Eine entsprechende Vereinbarung mit der Kurverwaltung hat Wolfgang Kleinert eigenen Worten zufolge jüngst unterzeichnet. Zum zehnjährigen Bestehen des Festivals im nächsten Jahr erwägt Kleinert, mit dem Motto zu den Wurzeln „Fiese Bilder“ zurück zu kehren. In den vergangenen Jahren habe es sich immer schwieriger erwiesen, ein griffiges Motto zu finden. Zwar sollten möglichst viele Menschen angesprochen werden, zu viel Politik sollte den Gästen den Urlaub aber auch nicht vermiesen. Zahlreiche Besucher bemängelten allerdings, dass die Ausstellung nicht politisch genug sei. Rund ein Drittel der Zeichnungen hätten einen politischen Hintergrund, hält Kleinert dagegen. Außerdem hätten sich viele Themen während der dreimonatigen Ausstellungsdauer erledigt. Schwarzer Humor begeistere dagegen alle Cartoon-Freunde.

Verlängerung

17 500Besucher erwartet der Organisator des „Cartoonairs am Meer“, Wolfgang Kleinert, bis zum Ende des Karikaturenfestivals. Nach der Verleihung des Publikumspreises am kommenden Samstag ist die Ausstellung im Garten des Kulturkatens „Kiek in“ noch bis zum 18. September zu sehen.

3Jahre findet das deutschlandweit einzigartige Festival weiterhin in Prerow statt. Eine entsprechende Vereinbarung mit der Kurverwaltung des Ostseebades wurde jüngst unterzeichnet. Bis zur Jubiläumsschau im kommenden Jahr wird der Untergrund neu gemacht.

Timo Richter

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